Der Eingang der Diskothek "Twenty Five" kurz nach dem Anschlag am 25. Juni 1982. Bildnachweis: Staatsarchiv Nürnberg, Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth 2018-02,733
Donnerstag, 15. Juni 2023, 19 Uhr

Rechtsterrorismus als Selbstermächtigung

Der Terrorlauf von Helmut Oxner, Nürnberg 1982

Am 24. Juni 1982 tötete der Rechtsterrorist Helmut Oxner inNürnberg drei Menschen und verletzte drei weitere schwer. Sein erstes Ziel war die Diskothek "Twenty Five", wo er gezielt auf Menschen schoss, die er als "ausländisch" ansah. Anschließend feuerte er auf der Straße in eine Gruppe ausländischer Passanten und tötete sich nach einem Schusswechsel mit der Polizei selbst.

In einem Impulsvortrag ordnet der Soziologe Hendrik Puls die Tat in seine aktuelle Forschung ein. Im Anschluss führt Kuratorin Rebecca Weiß ein Gespräch mit Brigitte W., deren Ehemann Opfer dieses rechtsterroristischen Verbrechens wurde. Sie spricht über ihre Erinnerungen, die damaligen Ermittlungen und ihren persönlichen Umgang mit der Tat.

Rednerinnen und Redner

Hendrik Puls ist seit 2019 Promotionsstipendiat der Hans-BöcklerStiftung im Rahmen der Nachwuchsforschergruppe "Rechtsextreme Gewaltdelinquenz".

Brigitte W. ist Witwe eines der Opfer von Helmut Oxner.

Moderation

Rebecca Weiß ist Soziologin, Kuratorin der Ausstellung und wissenschaftliche Mitarbeiterin des Memoriums Nürnberger Prozesse.


Ort der Veranstaltung
Neues Museum
Klarissenplatz
90402 Nürnberg

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Ausstellung "RECHTSTERRORISMUS. Verschwörung und Selbstermächtigung – 1945 bis heute"

Kosten
Eintritt frei