Veranstaltung

Schon einmal wurde der Sitzungssaal 600 zu einer Bühne – einer Bühne der Weltgeschichte während der Nürnberger Prozesse. Foto: Charles W. Alexander
Dienstag, 26. Oktober 2021, 19 Uhr

Podiumsgespräch "Theater und Prozess"

In einem Podiumsgespräch nehmen Expertinnen und Experten das Verhältnis von Gericht und Theater, von Prozess und Theaterstück in den Blick. Anhand der Inszenierung des dokumentarischen Theaterstücks über die Nürnberger Prozesse an ihrem historischen Ort sollen die gemeinsamen Funktions- und vor allem Wirkungsweisen betrachtet, aber natürlich auch die Unterschiede in den Blick genommen werden: Wo bieten Prozesse eine Bühne? Welche performative Dimension haben sie? Welche theatralen Erwartungen werden an Prozesse gestellt, die diese vielleicht gar nicht erfüllen können? Können Theater und Zivilgesellschaft, in dem sie sich die Form des Tribunals aneignen, erreichen, was Prozesse nicht leisten können?

Auf dem Podium diskutieren werden Nuran David Calis, Theaterregisseur, Schriftsteller und Filmproduzent, Ayse Gülec, Sozialpädagogin und Sozialarbeiterin vom Aktionsbündnis "NSU-Komplex auflösen" und Natalie von Wistinghausen, Juristin, Anwältin, u.a. Verteidigerin und Nebenklagevertreterin in völkerstrafrechtlichen Verfahren. Die Moderation übernimmt Dr. Hans-Friedrich Bormann, Institut für Theater- und Medienwissenschaft der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen. Eingeleitet wird der Abend durch die Klanginstallation einer Gruppe von Studenten der Theaterwissenschaft.

Wichtiger Hinweis:
Die Anzahl der Teilnehmenden ist für die Veranstaltung begrenzt, eine Anmeldung mit Angabe der Kontaktdaten ist erforderlich. Per E-Mail an
memorium@stadt.nuernberg.de
oder Tel. (0911) 231 - 2 86 14

Vor Ort gelten die aktuellen Corona-Bestimmungen wie das Tragen einer medizinische Gesichtsmaske (sog. OP-Maske). Bei dieser Veranstaltung im Innenraum ist ein Nachweis in Form eines negativen Testergebnisses (48 Stunden bei PCR, 24 Stunden bei Schnelltest) oder einer Immunisierung durch Impfung oder Genesung zwingend erforderlich und muss beim Eintritt in das Memorium Nürnberger Prozesse vorgezeigt werden.

Dokumentartheater "Saal 600 – Spurensuche"

Kosten
Eintritt frei
Partner
Staatstheater Nürnberg