Nach jahrelanger Unterbringung in verschiedenen psychiatrischen Einrichtungen wurde Grete Müller im Rahmen der "Aktion T 4" in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim am 30. Dezember 1940 ermordet. Foto: Stadtarchiv Nürnberg C21/IX Meldekarte.
1. Juli bis 14. August 2022

Volk Gesundheit Staat
Gesundheitsämter im Nationalsozialismus

Mit der Machtübergabe an die Nationalsozialisten 1933 ging auch der Umbau des noch jungen öffentlichen Gesundheitsdiensts im Sinne der NS-Ideologie einher. Der neustrukturierte Dienst sollten dazu beitragen, die rassistischen und biologistischen bevölkerungspolitischen Ziele der nationalsozialistischen Regierung zu verwirklichen. Dies schloss u.a. die Krankenmorde, die Zwangssterilisationen und die Verbreitung rassistischer Konzepte mit ein.

An der Berliner Charité wurde zu diesem Thema eine sehr umfängliche Wechselausstellung konzipiert, die das Memorium Nürnberger Prozesse in Kooperation mit dem Gesundheitsamt Nürnberg sowie dem Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände zeigt. Die Schau verdeutlicht die maßgebliche Beteiligung von Medizin und Justiz an der NS-Rassenpolitik. Durch "Geschichte Für Alle e.V. – Institut für Regionalgeschichte" wurde die Ausstellung um einen regionalen Schwerpunkt ergänzt. Der Anlass für die Präsentation ist der 102. Jahrestag der Gründung des Gesundheitsamts Nürnberg.

Sprachen
Die Ausstellung ist ausschließlich auf Deutsch verfügbar.

Ort der Ausstellung
Memorium Nürnberger Prozesse
Cube 600
Fürther Straße 104
90429 Nürnberg

Kosten
Der Eintritt ist frei. Wechselausstellungen können unabhängig von der Dauerausstellung des Memoriums besucht werden.

Begleitprogramm zur Ausstellung