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Führung

Blick in den Schwurgerichtssaal
Im Rahmen der Führung wird der Schwurgerichtssaal besichtigt, in dem 1945/ 46 der Nürnberger Prozess stattfand.
Samstag, 18. November 2017, 15 Uhr

Die Nürnberger Prozesse in Gebärdensprache erzählt

Führung mit Dr. Astrid Betz, Simultandolmetschung: Sandra Blum und Nora Leuckfeld

Im Nürnberger Prozess wurden 1945/46 22 hochrangige Vertreter des NS-Staates vor ein Internationales Militärgericht gestellt. Die Führung durch die Dauerausstellung beschäftigt sich mit der Vorgeschichte, den Protagonisten und den Folgen des Hauptkriegsverbrecherprozesses. So wurde 1947, vor siebzig Jahren, das Urteil im Ärzteprozess, dem ersten der zwölf Nachfolgeprozesse, gesprochen. Im Mittelpunkt des Ärzteprozesses standen Menschenversuche, Mord an Kranken und Behinderten sowie massenhafte Sterilisationen. Der Ärzteprozess wurde zu einem medizinethischem Forum sowie ein Prozess gegen den verbrecherischen Missbrauch der Medizin.

Die Führung geht auf zentrale Fragestellungen des "Hauptkriegsverbrecherprozesses" ein und beschäftigt sich auch mit den zwölf Nachfolgeprozessen sowie der Weiterentwicklung des Völkerstrafrechts nach dem Ende des Kalten Kriegs. Gemeinsam mit den Rundgangsteilnehmern wird die Frage diskutiert, welche Rolle die Nürnberger Prozesse in der Aufarbeitung des NS-Unrechtsregimes spielte. Am Ende des Rundganges steht der gemeinsame Besuch des historischen Gerichtssaales.

Eine Anmeldung per E-Mail ist erforderlich
memorium@stadt.nuernberg.de

Kosten
Führungsgebühr 3 EUR, der Eintritt in die Dauerausstellung ist frei.