Podiumsgespräch

Gedenken an NSU-Opfer Abdurrahim Özüdoğru in Nürnberg am 13.06.2019. Bildnachweis: Jonas Miller
Mittwoch, 19. Februar 2020, 18.30 Uhr

Versagten die Ermittlungsbehörden?
Die NSU-Morde und die Rolle der Polizei

Die Ermittlungsarbeiten zu den in den Jahren 2000 bis 2007 verübten Morden des NSU verliefen schleppend und basierten lange auf falschen Vermutungen. Hierzu zählt eine Reihe von fehlgelaufenen Maßnahmen, die im NSU-Prozess in München gehört wurden. Der NSU-Prozess dauerte fünf Jahre und 438 Verhandlungstage und vermochte in vielerlei Hinsicht das Vorgehen der Polizei nicht zu klären. Auch kamen Polizeibeamte vor Gericht zu völlig verschiedenen Darstellungen der Sachlage. Das Ermittlungsvorgehen bedrängte und schockierte die Angehörigen der Opfer des NSU. Auch nach der ebenfalls nur partiell erfolgten Aufklärung blieb eine starke Verunsicherung zurück. Gab es zu viele Ermittlungspannen? Inwiefern konnten die abgegebenen Erklärungen überzeugen? Wie sieht es gegenwärtig mit den Polizeiermittlungen zu den jüngsten Morden und Anschlägen aus?

Jonas Miller, Journalist des Bayerischen Rundfunks befragt Günther Beckstein, Ministerpräsident a.D. und Konrad Pitz, Kriminalkommissar über das Vorgehen der Ermittlungsbehörden vor und nach der Selbstenttarnung des NSU.

Eine Anmeldung wird empfohlen, nur so können wir Ihnen einen Sitzplatz garantieren. Unter (0911) 231 - 75 38 oder
dokumentationszentrum@stadt.nuernberg.de

Ausstellung "Regina Schmeken. BLUTIGER BODEN."

Kosten
Eintritt frei