Veranstaltung

Szene des Tanzvideos. Bildnachweis: Lena Schattenberg
Mittwoch, 24. Juni 2020, 18.30 Uhr

Körper im Echo

Videoinstallation und Künstlergespräch

Die Videoinstallation der in Nürnberg lebenden Choreographin Eva Borrmann versteht sich als eine körperliche Annäherung an Flächen, Plätze, Innenhöfe und Räume des ehemaligen Reichsparteitagsgeländes. In der Installation sind vier Personen verschiedener Nationalitäten zu sehen, welche die sichtbaren und unsichtbaren Winkel des Geländes performativ aufsuchen.

Abstrakte Bewegungsmuster werden zu Choreographien, die scheinbar erst durch ihre Positionierung an den verschiedenen Orten mit Inhalt aufgeladen werden. Je nach räumlichem Kontext ist das Echo ein anderes. Mit einbezogen wird dabei die gegenwärtige ambivalente Nutzung dieser Orte des Geländes. Wohnräume, ein Naherholungsgebiet, kulturelle Veranstaltungsorte sowie Erinnerungsorte zeigen den mehrdeutigen und kontrastreichen Umgang mit dem Gebiet, das ursprünglich einem totalitären Zweck diente.

Eva Borrmann stellt sich in "Körper im Echo" die Frage, wie der Körper als Resonanzfläche auf eine historisch so stark geprägte und derart gewachsene Architektur reagiert. Die Videoinstallation wird an diesem Abend im Zusammenspiel mit einer Live-Performance präsentiert. Im Anschluss diskutieren Eva Borrmann und Peter Wendel, Dozent an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg, welche Denkräume die Performance-Kunst eröffnet.

Video-Performance: Fernando Balsera Pita, Claudia Greco, Justyna Kalbarczyk, Lena Schattenberg

Video: Larissa Rosa Lackner

Kosten
Eintritt frei