Gustav Schickedanz mit Schwester Liesl Kießling und seiner späteren Ehefrau Grete Lachner, mit Parteiabzeichen. Bildnachweis: Stadtarchiv Fürth
Dienstag, 11. Dezember 2012, 18.30 Uhr

Warum braune Flecken kein Makel blieben. Anmerkungen zum Fall Gustav Schickedanz

Vortrag von Dr. Eckart Dietzfelbinger

In Fürth war der Unternehmer Gustav Schickedanz, Besitzer des Versandhauses "Quelle", von Beginn an in die "Arisierung" einbezogen. Eckart Dietzfelbinger, Mitarbeiter des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände, zeigt, wie Schickedanz in Absprache mit den Nationalsozialisten mehrere Unternehmen von jüdischen Besitzern übernahm. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges verhängte die US-Militärregierung gegen den "Quelle"-Chef wegen seiner Zusammenarbeit mit den Nationalsozialisten ein Berufsverbot. 1949 von einer Spruchkammer als lediglich "Mitläufer" eingestuft, nahm Schickedanz die Unternehmensleitung wieder auf und schrieb fortan internationale Unternehmensgeschichte.

Kosten
Eintritt frei