Großmodell des Deutschen Stadions bei der durch Europa tourenden Ausstellung "Neue Deutsche Baukunst" in Barcelona 1942. Bildnachweis: Arxiu Nacional de Catalunya 340717, 0029
Mittwoch, 29. September 2021, 18 Uhr

Das Reichsparteitagsgelände
Ein Bauprojekt zwischen Propaganda und Wirklichkeit

Dr. Alexander Schmidt führt durch die Ausstellung

Der Bau des Reichsparteitagsgeländes war, nicht nur was seine Dimensionen betraf, ein ungewöhnliches Projekt: Die angeblich "größte Baustelle der Welt" wurde auch von Anfang an in der nationalsozialistischen Propaganda als herausragende Leistung des neuen Regimes vermarktet. Besucher steuerten das langsam entstehende "Neue Nürnberg" an, wurden mit Broschüren versorgt, konnten an Busrundfahrten teilnehmen und eine Ausstellung mit Baumodellen am damaligen Wodanplatz besuchen – das erste Museum zum Reichsparteitagsgelände schon während der Bauzeit. Zu dieser Vermarktungsstrategie gehörten auch 1:1-Modelle aus Holz im Gelände und die Arbeit von Künstlern, welche die Baustelle malten und zeichneten.

Die Tour zeigt wie diese Vermarktungsstrategie ein Stück weit verdeckte, dass es lange noch nicht soweit war: Viele Gebäude sind nie entstanden und letztlich ist der Bau des Reichsparteitagsgeländes ein gescheitertes Projekt. Nichts dokumentiert dies so deutlich wie ein Gang in den Innenhof der Kongresshalle, den man im Anschluss an den Ausstellungsbesuch unternehmen kann.

Eine Anmeldung ist nötig unter
dokumentationszentrum@stadt.nuernberg.de

Die Ausstellung kann vor den Rundgängen selbstständig erkundet werden, Voraussetzung hierfür ist die vorherige Buchung eines Timeslots unter
Online-Buchung

Wichtiger Hinweis
Für die Führung gelten folgende Corona-Schutzmaßnahmen: Es können maximal 15 Personen teilnehmen. Das Tragen einer FFP2-Maske oder einer Maske mit mindestens gleichwertigem genormtem Standard ist verpflichtend. Durchgehend ist der Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten.

Kosten
3 EUR/ ermäßigt 2 EUR (zzgl. zum Eintritt in die Ausstellung)