
die männer die steine
Trenodie
Musik: Volker Blumenthaler, Text: Klaus Missbach, Idee von Wilfried Krüger
14 Biographien homosexueller Männer aus Nürnberg stehen im Mittelpunkt des Klangkonzepts. Es sind Männer, die aufgrund ihrer Homosexualität vom NS-Regime verfolgt, verurteilt und in Konzentrationslagern ermordet wurden. Stolpersteine in der Stadt erinnern seit einigen Jahren an ihr Schicksal. Erzählt wird unter anderem von dem Schriftsetzer Emil Sill, dem Tapezierer Alfred Zöller, von dem Kaufmann Richard Pongratz, dem Bäcker Andreas Hitzler, dem Gürtler Ludwig Herbst und dem Schauspieler Hans Stolle, der am Staatstheater engagiert war. Sie alle fielen dem von den Nationalsozialisten verschärften § 175 zum Opfer.
In dem einstündigen Werk erhalten diese 14 Opfern der Nationalsozialisten eine Stimme. Mit der Präsentation des Werks in der großen Säulenhalle des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgeländes werden die Geschichten der Opfer an einem Ort vorgetragen, der von den Tätern für ihre Zwecke und Selbstinszenierungen geplant war. Die Gigantomanie der Architektur wird konfrontiert mit dem Ausdruck des Leids von einfachen Menschen, die wegen ihrer gleichgeschlechtlichen Liebe ermordet wurden.
Mit: Monika Teepe (Sopran), Phillip Carmichael (Bariton, Staatstheater Nürnberg), Patricia Litten, Adeline Schebesch, Elina Schkolnik (Sprecherinnen, Staatstheater Nürnberg), dem Kammerensemble der Pegnitzschäfer-Klangkonzepte unter der Musikalischen Leitung von Christian Reuter (Staatstheater Nürnberg) und dem Projektchor SONAT VOX (Einstudierung: Matthias Stubenvoll)
Projekt der Neuen Pegnitzschäfer Klangkonzepte, einem Ensemble für Neue Musik in Kooperation mit dem Staatstheater Nürnberg.
- Kosten
- Eintritt frei