Andreas Kuhnlein: Rückblick, 2001.
24. April bis 29. Juni 2008

Menschenbilder – Holzskulpturen von Andreas Kuhnlein

Sturmgeschädigte, kranke oder längst abgestorbene Baumstämme liefern das Material, das sich der aus dem Chiemgau stammende und dort noch heute lebende Bildhauer Andreas Kuhnlein als Ausgangspunkt eines neuen Schöpfungsaktes gewählt hat. Seinen Skulpturen haftet nichts Feines, nichts Handschmeichlerisches an, im Gegenteil. Denn Andreas Kuhnlein bearbeitet das Holz nicht traditionell mit Hohleisen, Klöpfel oder Schnitzmesser, sondern setzt "radikal" die Motorsäge ein. Die Beschäftigung mit der menschlichen Existenz - Geburt, Alter, Tod – ist das eigentliche Thema seines künstlerischen Schaffens.

Der Baum ist ihm wesenhafte Erscheinung und Synonym für den Menschen. Vor allem die schroffe Zerrissenheit der Oberfläche der reduzierten Menschendarstellungen lädt dabei zu mannigfaltigen Assoziationen ein: Sie spiegelt Seelenzustände wider, ist Sinnbild für die Verwundbarkeit und Zerbrechlichkeit des Einzelnen, gemahnt an die Vergänglichkeit aller Existenz.

Seit 1990 ist Andreas Kuhnlein, Jahrgang 1953, als freischaffender Bildhauer tätig. Mit über 130 Einzelausstellungen und mehr als 120 Ausstellungsbeteiligungen in zwölf Ländern kann er große internationale Erfolge verbuchen. Zahlreiche seiner Skulpturen befinden sich im öffentlichen Raum: z.B. im Berliner Stadtmuseum, der Dresdner Kathedrale, dem Münchner Flughafen oder dem Skulpturenmuseum in Den Haag.

Weitere Informationen über den Bildhauer Andreas Kuhnlein finden sie unter
kuhnlein.eu