Kerstin Himmler: Bamberg (Zwiebeltreter), Collage.
1. April bis 3. Juni 2021

Von Hundefressern und Zwiebeltretern
Wie die Franken ihre Nachbarn nennen und warum

Collagen von Kerstin Himmler zu Recherchen von Martin Droschke

Der Franke gilt gemeinhin als äußerst maulfaul. Zurecht! Denn er hat es nicht so mit der Sprache. Wenn es aber darum geht, seine Nachbarn zu verspotten, läuft er gerne zu kreativer Höchstform auf. Dann sprudeln Neid und vorsätzliche Niedertracht nur so aus ihm heraus. "Kahlfresser", "Mauerscheißer", "Schafköpfe", "Wasserpolacken" – beinahe jede Stadt und jedes Dorf hat von seinen Nachbarn einen bitterbösen Spitznamen abbekommen.

Aus einem Fundus von weit über 3.000 derartiger typisch fränkischer Verunglimpfungen haben sich die in ihrer Heimatstadt lebende Künstlerin Kerstin Himmler (geb. 1979 in Ansbach) und der Coburger Autor Martin Droschke (geb. 1972 in Augsburg) die prächtigsten Exemplare herausgegriffen: Mit spitzzüngiger Feder ist Martin Droschke den Geschichten hinter den "Ortsschimpfnamen" auf den Grund gegangen, und Kerstin Himmler hat seine Textbeiträge mit liebevoll geklebten Collagen visuell paraphrasiert.

Eine Auswahl der originellen, teils aberwitzigen Unterstellungen präsentiert das Museum Tucherschloss im Foyer des Schlosses – Humor müssen die Besucher dann für ihre Streifzüge auf die bösen Seiten der fränkischen Gemütlichkeit selbst mitbringen ...

Die Arbeiten von Kerstin Himmler können – teils auch als Grafik in limitierter Auflage – käuflich erworben werden. Martin Droschkes Buch "Von Hundefressern und Zwiebeltretern – wie die Franken ihre Nachbarn nennen und warum" ist 2019 erschienen (Emons Verlag Köln, 14,95 EUR) und während der regulären Museumsöffnungszeit an der Museumskasse erhältlich.

Sonderöffnungszeiten während der Foyer-Ausstellung
Montag, Donnerstag und Sonntag: 10-17 Uhr
Dienstag, Mittwoch, Freitag, Samstag geschlossen
Bitte beachten Sie die eventuell geänderten Öffnungszeiten an den Feiertagen.

Begleitprogramm zur Sonderpräsentation
Aufgrund der Corona-Pandemie und der sich eventuell schnell ändernden Infektionsschutzverordnungen finden Sie aktuelle Informationen zu einem Begleitprogramm auf der Website.

Eine Kooperation mit Nuremberg Art Syndicate/ Ulrike Götz
www.heimatedition.de/nurembergartsyndicate/

Kosten
Außer dem Museumseintritt fallen keine weiteren Kosten an.