Der Fingerhut

Ein Nürnberger und weltweites Kulturerbe

Die Fingerhut-Sammlung Traitteur

Pünktlich zum 95. Geburtstag der Stifterin konnte die Fingerhut-Ausstellung im Stadtmuseum fertiggestellt werden.

Heute weitgehend aus dem Bewusstsein verdrängt, galt der Fingerhut früher nahezu als unentbehrlich. Bis ins 16. Jahrhundert hinein war seine Herstellung extrem aufwändig. Der dickwandige Gussrohling musste von Hand mit Drechselbank und Drillbohrer veredelt werden, um ihn brauchbar zu machen. Eine neu entwickelte, schnellere Herstellungstechnik verschaffte den Nürnberger Fingerhütern ab 1540 für lange Zeit die Marktherrschaft. Um dieses "Betriebsgeheimnis" nicht nach außen dringen zu lassen, unterstanden die Produzenten strenger Geheimhaltung, auch das Reisen war ihnen verboten.

Dank des Geschenks der Fingerhutsammlerin Irmgard von Traitteur kann das Stadtmuseum nun auch dieses, für die städtische Handwerks- und Handelsgeschichte bedeutende Thema in seiner Dauerausstellung präsentieren und dabei das lange gehütete Geheimnis der Nürnberger Fingerhüter lüften. Aus der umfangreichen Sammlung wird eine Auswahl von über 300 Exemplaren gezeigt, die den verblüffenden Variantenreichtum des "Helferleins" sowie seine vielfältigen Anwendungs- und Gestaltungsmöglichkeiten veranschaulichen.

Da das Stadtmuseum derzeit aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen ist, zeigen die Kunstsammlungen eine Auswahl der Exponate auch auf ihrer Website
Die Fingerhut-Sammlung von Traitteur