"Wie oft trank dein Ohr mit Lust..."
Musik und Dichtung zum Gedenken an John Dowland (1563–1626)
Im Jahr 2026 jährt sich der Tod des englischen Komponisten John Dowland zum 400. Mal. Mit seinen ausdrucksstarken Melodien voller Melancholie, Schönheit und emotionaler Tiefe gehört er zu den bedeutendsten Musikern der Renaissance.
Aus diesem Anlass gestalten der Cembalist Ralf Waldner und der Rezitator Armin Schmid einen besonderen Abend, der Musik und Lyrik aus der Zeit Königin Elisabeths I. miteinander verbindet.
Ralf Waldner, ein renommierter Spezialist für historische Tasteninstrumente, spielt Bearbeitungen von Dowlands berühmten Liedern und Tänzen. Zu hören sind nicht die ursprünglichen Fassungen für Laute, sondern kunstvolle Übertragungen für Tasteninstrumente, die bereits im frühen 17. Jahrhundert von Komponisten wie William Randall, August Nörmiger und Jan Pieterszoon Sweelinck geschaffen wurden. Diese Werke zeigen, wie beliebt die Musik Dowlands schon zu seinen Lebzeiten war und welchen Einfluss sie in ganz Europa hatte.
Gespielt wird auf einem Virginal, einem beliebten Tasteninstrument der Renaissance. Sein silbriger, charaktervoller Klang bringt die feinen Nuancen dieser Musik besonders eindrucksvoll zur Geltung.
Da die Musik Dowlands eng mit der Dichtung seiner Zeit verbunden ist, ergänzt Armin Schmid das Programm mit einfühlsamen Nachdichtungen englischer Renaissance-Lyrik. Die Texte geben Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt der Epoche – von Melancholie und Vergänglichkeit bis hin zu Lebensfreude und höfischer Kultur.
Veranstaltungsort ist das Vestibül des Fembo-Hauses, Nürnbergs einzig erhaltenes Kaufmanns- und Patrizierhaus aus der Spätrenaissance. Mit seiner historischen Atmosphäre und hervorragenden Akustik bietet es den idealen Rahmen für dieses besondere Zusammenspiel von Musik und Wort.
Mitwirkende
Ralf Waldner – Virginal
Armin Schmid – Rezitation
Einlass: ab 17.45 Uhr
Beginn: 18.30 Uhr
Karten sind ausschließlich an der Abendkasse erhältlich.
- Kosten
- 20 EUR/ ermäßigt 14 EUR
