
Februar 2026
Die Umbaumaßnahmen für das neue Museum Industriekultur schreiten weiterhin erfolgreich voran. Davon konnten sich Oberbürgermeister Marcus König und Bürgermeisterin Prof. Dr. Julia Lehner heute bei einem Besuch vor Ort überzeugen. Bei dem Termin informierten der Direktor der Museen der Stadt Nürnberg, Dr. Thomas Eser, und Museumsleiterin Monika Dreykorn über die aktuellen Planungs- und Baufortschritte.
Oberbürgermeister Marcus König: "Nürnberg investiert zielgerichtet in seine kulturelle Infrastruktur. Mit dem Umbau des Museums Industriekultur stärken wir einen zentralen Ort der Stadtgeschichte und schaffen zugleich die Voraussetzungen für ein modernes, zukunftsfähiges Museum, das den industriellen Wandel und seine Bedeutung für Nürnberg zeitgemäß vermittelt."
Bürgermeisterin Prof. Dr. Julia Lehner: "Die Industriegeschichte ist fest in der Identität Nürnbergs verankert. Es ist sehr erfreulich zu sehen, wie gut die Bauarbeiten voranschreiten. Umso größer ist die Vorfreude auf eine neue Dauerausstellung, die diesen prägenden Teil unserer Stadtgeschichte zeitgemäß, anschaulich und für ein breites Publikum erfahrbar machen wird."
Die großen baulichen Maßnahmen sind bereits auf der Zielgeraden: Die energetische Sanierung des Dachs sowie der Südfassade ist weitgehend abgeschlossen, die Nordseite des Gebäudes wurde gegen eindringendes Wasser abgedichtet und die neue Sprinkleranlage eingebaut. Auch die weiteren Bauarbeiten im Inneren des Gebäudes – unter anderem die Neugestaltung des Foyers und der Einbau einer Museumstreppe am Ende der sogenannten Museumsstraße – entwickeln sich planmäßig.

Im Mittelpunkt der konzeptionellen Arbeit steht die Überarbeitung der Gesamterzählung der Dauerausstellung unter dem Blickwinkel des Wandels, den das Industriezeitalter in allen Bereichen des Arbeits- und Alltagslebens ausgelöst hat. Die beim Publikum beliebte "Museumsstraße" erhält einen neuen Schliff. Im vorderen Bereich entsteht eine neue Ausstellungseinheit zur Nürnberger Fahrradindustrie. Die populären Erlebnisräume wie das Klassenzimmer, der Friseursalon, der Kolonialwarenladen, das Kino oder die historische Dampfmaschine bleiben erhalten. Im hinteren Teil der Museumsstraße werden mehrere neue Ausstellungseinheiten zu sehen sein, die das Museum inhaltlich erweitern und aktualisieren. So entsteht eine moderne und interaktive Dauerausstellung, die Besucherinnen und Besucher einlädt, in die Geschichte der Industrialisierung einzutauchen.
In Zukunft wird das Haus noch mehr Angebote für verschiedenste Interessen anbieten: Neben attraktiven neuen Seminar- und Vermittlungsräumen, die Workshops für verschiedenste Gruppengrößen ermöglichen, lädt auch ein interaktives "Forum" zum Besuch ein, in dem aktuellen Fragen aufgegriffen und diskutiert werden können.
Die Fertigstellung der Baumaßnahmen ist derzeit für Ende Mai 2026 vorgesehen. Anschließend beginnt die Rückführung der Museumsobjekte aus dem Ausweichquartier sowie der Aufbau der neuen Dauerausstellung. Aufgrund der umfangreichen Sanierungs- und Umbauarbeiten bleibt das Museum voraussichtlich bis Frühjahr 2027 geschlossen.
Die Maßnahme wird kofinanziert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) der Europäischen Union und gefördert durch die Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern.