zurück

Schaustück des Monats

Schaustück des Monats Mai 2015: 30 Jahre Deutsches Spielearchiv.
1. bis 31. Mai 2015

Schaustück des Monats Mai 2015:
Wissen was gespielt wird

In der beliebten Veranstaltungsreihe "Schaustück des Monats" stellen Ihnen die Museen der Stadt Nürnberg während ca. 30-60 minütiger Spezialführungen besondere Exponate aus dem Besitz der Stadt Nürnberg vor.

Im Mai 2015 stellt Dr. Torsten Lehmann, Mitarbeiter am Deutschen Spielearchiv Nürnberg, aber kein besonderes Objekt vor, sondern präsentiert das Spielearchiv selbst. Das 30jährige Jubiläum ist Anlass genug, um einige Schätze aus der bewegten Vergangenheit hervorzuholen.

Von Marburg nach Nürnberg

Am 25. Juni 1985 eröffnete der Medienwissenschaftler und Spielekritiker Dr. Bernward Thole das Deutsche Spielearchiv in Marburg. Damit sollte der einzigartige Siegeszug von deutschsprachigen Brett- und Tischspielen nach 1945 dokumentiert werden.

2010 kauften die Museen der Stadt Nürnberg das Deutsche Spielearchiv, und schon im Juli konnte die Eröffnungsausstellung "Mitspieler gesucht!" präsentiert werden. Seit Frühjahr 2014 belegt das Archiv vier Stockwerke im Pellerhaus mit neuen Verwaltungs-, Bibliotheks- und Magazinräumen.

Das "Gedächtnis der Spielebranche"

Die Vielfalt der ca. 30.000 Spiele erfordert eine durchorganisierte und effektive Archivierung. Eine gut sortierte Fachbibliothek führt etwa 7.000 Bände, mehrere Fachzeitschriften sowie eine Katalogsammlung. Dossiers über Spiele, Verlage oder Autoren geben Auskunft bei fehlenden Datierungen oder Herstellerangaben. Die eigens entwickelte Klassifikation ermöglicht die Verortung von Spielen nach Thema und Spielmechanismus. All diese Informationen fließen in eine moderne Datenbank, in der die Spiele mit Text und Bild sowie Depotplatz verzeichnet sind. So können sie schnell ausgehoben und für wissenschaftliche Forschungen und Ausstellungen zur Verfügung gestellt werden.

Im Archiv schlummern viele unbekannte Spiele, aber auch fremdsprachige Ausgaben von Klassikern wie "Mensch ärgere dich nicht" oder "Scrabble".
Ebenso bewahrt das Archiv Nachlässe berühmter Spieleautoren, wie von Alexander Randolph (1922-2004) auf. Über hundert seiner Spiele, darunter "Tempo, kleine Schnecke!", "Sagaland" oder "Rüsselbande2, sind von ihm erschienen. In einer Dauerausstellung sind nun einzigartige Prototypen und unveröffentlichte Spiele zu sehen.

Dienstleister in Sachen Spiele

Schon mehrmals hat das Spielearchiv thematische Ausstellungen auf der Spielwarenmesse oder dem Spiele-Fest in Nürnberg vorgestellt. Mit Unterstützung durch den Ali Baba Spieleclub e.V. finden zudem sonntägliche Spielenachmittage für die ganze Familie statt.

Bei Großereignissen wie der "Blauen Nacht" wird auf spielerische Art das jeweilige Motto aufgegriffen. Sehr beliebt ist auch "Stadt-Land-Spielt!", eine bundesweite Spieleaktion, die vom Spielearchiv mitbegründet wurde. Hier stehen prominente Spieleautoren, Grafiker und Verleger mit Rat und Tat zu Seite. All dies fördert die Verbreitung des Kulturgutes Spiel in Familie und Gesellschaft.

Führungen zum Schaustück des Monats: