Ich bin neu hier!

Original Taxameter Bruhn, um 1910.

Unter diesem Titel präsentiert das Museum Industriekultur ausgewählte Neuzugänge aus der Sammlung, sozusagen als kurzen "Zwischenstopp" im Licht des Foyers: Interessante Objekte, außergewöhnliche, schöne Dinge, die den Museumsbesuchern nicht vorenthalten werden sollen.

Dieses Mal zu bewundern, vier Taxameter aus einer Sammlung, die im März dieses Jahres aus Unternehmensbesitz an das Museum Industriekultur übergeben worden ist. Darunter befinden sich historische Taxameter, deren faszinierende Feinmechanik die technische Entwicklung der letzten 100 Jahre widerspiegelt. Waren die frühen Messgeräte noch große zahnradbetriebene Maschinen, wurden diese zusehends kleiner und leichter. Welche Gründe dazu führten, dass solche Messgeräte in Taxis eingebaut wurden und wie die Taxameter weiterentwickelt wurden, erfährt der interessierte Besucher im Foyer des Museums.

Die kleine Präsentation gibt Einblick in die Entwicklung des Taxameters, von dessen Anfängen bis zur Gegenwart. Zu sehen sind das älteste in der Sammlung erhaltene Gerät aus dem frühen 20 Jahrhundert, der Übergangszeit von Miet-Pferdedroschken zu motorisierten Taxis, dazu zwei interessante Weiterentwicklungen und eines der jüngeren Taxameter, ein Taxi-Mini-Computer, wie man ihn durchaus vergleichbar auch heute noch in Taxis verbaut.

Was passiert mit all den Neuzugängen?

Die meisten Objekte werden nach ihrer Inventarisierung ins Depot gebracht. Nur ein Bruchteil der umfangreichen Sammlung Industriekultur wird dauerhaft im Museum präsentiert. Tausende von Sammlungsobjekten ruhen "im Verborgenen". Gelegentlich verlassen einige davon ihren Aufbewahrungsort und gehen auf Reisen als Leihgaben an andere Museen oder werden, zeitlich begrenzt, als Beispiele zur Veranschaulichung von Themenbereichen in den Sonderausstellungen unseres Hauses eingesetzt.

Der größte Sammlungsbereich im Museum Industriekultur, die sogenannte Alltagskultur, beinhaltet Gegenstände und Dokumente aller Art aus dem privaten Lebensumfeld der Menschen seit den Anfängen der Industrialisierung. Doch auch Technik- und Firmengeschichte, Objekte aus hiesigen Produktionen und eigene Sammlungen wie Nachrichten- und Unterhaltungselektronik, Büro und Verwaltung, Foto/Kino, Fahrzeuge etc. gehören dazu. Ebenso Spezialsammlungen wie "Jugendstil aus Nürnberg", Werbung, Verpackungen, Email oder Möbel, um nur einige zu nennen.

Die Taxameter und Fahrtenschreiber-Sammlung, die dem Museum dankenswerterweise überlassen wurde, bereichert nun den Sammlungsbereich Technikgeschichte um ein weiteres, interessantes Feld, das Technik-, Firmen- und Alltagsgeschichte gleichermaßen beleuchtet.