1. Dokumentationszentrum

1994 beschloss die Stadt Nürnberg, in der Kongresshalle ein Dokumentationszentrum einzurichten. Der österreichische Architekt Günther Domenig gewann 1998 den internationalen Wettbewerb. Mit seinem Konzept bezieht er eine Gegenposition zum Bau der Nationalsozialisten. Wie ein Pfahl bohrt sich ein Gang aus Glas und Stahl diagonal durch den nördlichen Kopfbau der Kongresshalle und setzt so ein Zeichen gegen die steinerne Monumentalität. Das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände wurde am 4. November 2001 eröffnet.

Reichsparteitagsgelände
(Audio-Datei 1,68 MB)

.

Nach mehr als fünf Jahren Umbau startete das Dokuzentrum Ende Mai 2026 mit seiner neuen Dauerausstellung in den Probebetrieb. Die Erzählung führt vom Ende des Ersten Weltkriegs über die NS-Zeit und die Verbrechen im Zweiten Weltkrieg bis in die Gegenwart. Ausgehend von den Ereignissen in Nürnberg weitet sich der Blick an vielen Stellen zur nationalen und internationalen Geschichte. Abwechslungsreiche Präsentationsformen ermöglichen es, die Geschehnisse aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten.