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Führung

Das "Schöne Zimmer" aus dem Pellerhaus.
Donnerstag, 1. Juni 2017, 11 Uhr

Kunst / Ansehen
Das "Schöne Zimmer"

Martin Peller (1559-1629), geboren in Radolfzell am Bodensee und einer der reichsten Kaufleute seiner Zeit, hat um 1610 das "Schöne Zimmer" in seinem Haus am Egidienberg, dem nach ihm benannten Pellerhaus, einrichten lassen. Er selbst bezeichnete es in seinem Verrechnungsbuch als "Studieto" (sic!), als Sammlungsraum. An den Wänden hingen unter anderem Gemälde von Tizian, Tintoretto und Veronese, aber auch Pellers kostspieligste Erwerbung, Die Beweinung Christi (Epitaph der Nürnberger Familie Holzschuher) von Albrecht Dürer (heute Germanisches Nationalmuseum). Die zwischen 1610 und 1620 von Peller zusammengetragene Sammlung entstand keineswegs aus reinem Kunstinteresse. Sie war vielmehr ein Mittel zur Steigerung seiner gesellschaftlichen Reputation. In der Nische, wo sich heute ein Ofen befindet, stand einst ein Prunkbett, das dem Zimmer die Nutzung als angemessene Herberge für hohe Gäste ermöglichte.

Die Ausstattung des "Schönen Zimmers" wurde im Zweiten Weltkrieg vor der Zerstörung des Pellerhauses ausgelagert und 1957/58 im neu errichteten Rückgebäude des Stadtmuseums eingebaut.

Führungsreihe "Kunst am Vormittag"

Kosten
Außer dem Museumseintritt fallen keine weiteren Kosten an.