Jüdische Künstler und die Aktion "Entartete Kunst"

Max Oppenheimer: Rosé-Quartett (Rosenquartett), 1925. Bildnachweis: Museen der Stadt Nürnberg, Kunstsammlungen

Luppes Galerie
Die Kunstsammlungen der Stadt Nürnberg in der Weimarer Republik

Oberbürgermeister Dr. Hermann Luppe kaufte für die Städtische Galerie Nürnbergs vieles, was zur damaligen Avantgarde zählte und daher später der nationalsozialistischen Aktion "Entartete Kunst" zum Opfer fiel. Wie andere Kommunen bemühte sich die Stadt Nürnberg nach dem Krieg um Rehabilitierung und suchte ehemals als "entartet" verfemte Werke zurückzukaufen.

Max Liebermanns Gemälde "Kartoffelbuddler in den Dünen bei Zandvoort" von 1891 als eines der herausragendsten Werke, die der doppelten Verfemung des "Entarteten" und des "Jüdischen" anheim gefallen waren, konnte bereits 2015 in die Ausstellung des Fembo-Hauses integriert werden. Weitere bedeutende Beiträge der damaligen künstlerischen Avantgarde präsentierte das Stadtmuseum in der Sonderausstellung "Luppes Galerie" vom 25. Juni bis 1. November 2021 im Stadtmuseum im Fembo-Haus. Aufgrund der großen Nachfrage sind einige Werke aus der Ausstellung nun für weitere drei Monate vom 1. Dezember 2021 bis 27. Februar 2022 zu sehen. Die kleine Auswahlschau von Werken des Impressionismus, Expressionismus und der Neuen Sachlichkeit soll daran erinnern, dass die Schätze der Kunstsammlungen von so hoher Qualität sind, dass sie eine dauerhafte Präsentation verdienen.

Die Ausstellung finden Sie im Erdgeschoss des Fembo-Hauses.

Ausstellung "Luppes Galerie – eine Auswahl"
Führung durch die Ausstellung