Mörder unter uns?

Die Aufarbeitung von NS-Verbrechen im deutschen Spielfilm

"Die Mörder sind unter uns", Filmstill. Bildnachweis: DEFA-Stiftung, Eugen Klagemann (M 02498 R)

Aufgrund der aktuellen Kontaktbeschränkungen und der geltenden Abstandsregelungen verschieben wir die gesamte Veranstaltungsreihe "Mörder unter uns?" und alle dazugehörigen Filme auf das Jahr 2021. Die neuen Termine werden rechtzeitig auf unserer Website und auf Facebook bekannt gegeben.

Ob Trümmerfilm, Propagandawerk, Satire oder Politthriller – seit Ende des Zweiten Weltkriegs fragen zahlreiche Spielfilme nach dem richtigen Umgang mit den nationalsozialistischen Verbrechen.

Der erste deutsche Nachkriegsfilm "Die Mörder sind unter uns" von 1946 war ein früher Meilenstein in der filmischen Auseinandersetzung mit Schuld und Verantwortung. Allerdings wird vor dem Hintergrund des Kalten Krieges und der Gründung zweier deutscher Staaten der Umgang mit der Vergangenheit auch im Spielfilm ideologisch ausgefochten. Dennoch gelingt es in einigen Filmen, die juristische Aufarbeitung kritisch zu hinterfragen und das Schweigen und Verdrängen einer ganzen Generation zu offenbaren.

Zum 75. Jahrestag der Eröffnung des Nürnberger "Hauptkriegsverbrecherprozesses" begehen wir zugleich auch 30 Jahre Deutsche Einheit. Aus diesem Anlass dokumentiert die Filmreihe die unterschiedlichen Perspektiven des einst geteilten und heute wiedervereinten Deutschlands. Die ausgewählten Filmbeispiele stellen die drängende Frage nach Gelingen oder Scheitern der Aufarbeitung der NS-Verbrechen bis in unsere heutige Zeit.

Termine

23. Januar 2020, 19 Uhr
Die Mörder sind unter uns

26. März 2020, 19 Uhr
Der Rat der Götter

18. Juni 2020, 19 Uhr
Rosen für den Staatsanwalt

29. Oktober 2020, 19 Uhr
Anfrage

3. Dezember 2020, 19 Uhr
Der Fall Collini

Flyer zur Veranstaltungsreihe "Mörder unter uns?" (PDF-Datei 960 KB)