Hommage für Albrecht Dürer

Werke von Professor Hermann Leber in den Werkstatträumen des Albrecht-Dürer-Hauses

Hermann Leber: Grabtragung. Kaltnadelradierung über Ätzung, 1971. Bildnachweis: Jutta Brüdern

Am 21. Mai 2021 jährt sich Albrecht Dürers Geburtstag zum 550sten Mal. Wir nehmen den runden Geburtstag zum Anlass, die große Wirkung von Dürers Schaffen bis in die Kunst unserer Zeit hinein anschaulich zu machen. Präsentiert werden eine Reihe der Grafiken von Hermann Leber, die mit Dürers Radierungen und Kupferstichen technisch, formal und inhaltlich eng zusammenhängen.

Prof. Hermann Leber (* 1941) zählt zu den prägenden Hochschullehrern für Kunstpädagogik und Ästhetiklehre der vergangenen Jahrzehnte. Immer wieder hat er sich dabei auch mit Albrecht Dürer beschäftigt. So legte er etwa als Kunsthistoriker eine vielbeachtetet Monografie zu Dürers Landschaftsaquarellen vor. Zahlreiche junge Kunsterzieherinnen und Kunsterzieher haben ihre Ausbildung bei ihm erfahren. Leber gründete 1980 das Institut für Bildende Kunst und Ästhetische Erziehung der Universität Regensburg, das er bis 2006 als Lehrstuhlinhaber leitete und dem er weiterhin als Prof. i. R. angehört. Seit 2008 lebt er mit seiner Frau als Maler und Bildhauer in Nürnberg, ganz in der Nähe des Dürer-Hauses.

Eine Auswahl von Hermann Lebers Radierungen und Zeichnungen wird anlässlich Dürers Geburtstag in die bereits vorhandene Dauerausstellung in den beiden einander gegenüberliegenden Räumen im zweiten Stock des Dürer-Hauses als "Hommage für Albrecht Dürer" integriert.

Der seit Dürers Zeit prinzipiell unverändert gebliebene Entstehungsprozess von Radierungen, der von Vorzeichnungen über verschiedene gestalterische Zustände bis zur endgültigen Komposition reicht, wird dadurch ebenso veranschaulicht wie der stilbildende Einfluss, den Dürer auf einen Künstler der Gegenwart ausübt.