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"Rassendiagnose: Zigeuner"
Der Völkermord an den Sinti und Roma und der lange Kampf um Anerkennung

"Rassendiagnose: Zigeuner"
Die Ausstellung ist in der Großen Säulenhalle des Dokumentationszentrums zu sehen.

Über 500.000 europäische Sinti und Roma wurden Opfer der nationalsozialistischen Rassenpolitik. Der systematische Völkermord an den Sinti und Roma war beispielloser Höhepunkt einer langen Tradition des Misstrauens und der Diskriminierung gegenüber dieser Minderheit und hat sich unter dem Begriff "Porajmos" (deutsch: "das Verschlingen") tief in das kollektive Gedächtnis der Gruppen eingebrannt.

Die Führung durch die Sonderausstellung skizziert den Weg der Entrechtung und Ausgrenzung, hin zur physischen Vernichtung der Sinti und Roma im besetzten Europa und betrachtet den langen Kampf um Anerkennung und Entschädigung der Überlebenden im Nachkriegsdeutschland. Selbstzeugnisse von Sinti- und Roma stehen hierbei bewusst im Mittelpunkt und bilden einen Gegenpol zu den Dokumenten der bürokratisch organisierten Vernichtung der Täter. Dadurch werden die Opfer in ihrer Individualität sichtbar und ihre eigene Wahrnehmung der bisherigen Deutungsmacht der Täter gegenübergestellt.

Informationen zur Ausstellung

FormatDauerPreisgruppeSpracheTeilnehmer (max.)Kosten * 
Gruppenführungen60 Minuten B de 2560,00 € Anfrage
  • A = Jugendliche, Schüler, Studenten, Auszubildende, Polizei und Bundeswehr
  • B = Erwachsene und Touristen

* Alle Preise verstehen sich zzgl. Eintrittspreis in die Ausstellung