Eine Mutter kämpft gegen Hitler

Patricia Litten erzählt die Geschichte ihres Onkels und ihrer Großmutter

Drei Generationen: Hans, Irmgard und Patricia Litten. Bildnachweis: Christian Hartmann (P. Litten), Privatbesitz (H. und I. Litten)

Diese Geschichte ist keine Fiktion. Es ist die Geschichte meiner Familie. Es ist die Geschichte zweier Menschen, die sich der Willkür nie gebeugt haben und bis zuletzt mutig für Menschlichkeit und Gerechtigkeit gekämpft haben.
Patricia Litten

Rechtsanwalt Hans Litten ließ 1931 im sogenannten Edenpalast-Prozess in Berlin Adolf Hitler als Zeugen vernehmen. Im Zeugenstand brüllte Hitler hysterisch. Diese Blamage vergaß Hitler nie: Hans Litten wurde noch in der Nacht des Reichstagsbrands im Februar 1933 verhaftet. Es folgte ein fünfjähriges Martyrium in verschiedenen Gefängnissen, KZs und Zwangsarbeiterlagern. Am 5. Februar 1938 nahm Litten sich im KZ Dachau das Leben. Seine Mutter Irmgard Litten hatte verzweifelt versucht, die Freilassung ihres Sohnes zu bewirken.

Patricia Litten erinnert in der Lesung an ihre Großmutter Irmgard und ihren Onkel Hans. Dabei stellt sie immer wieder die Frage "Wie hätten wir reagiert?" Ihr Vortrag erzählt nicht allein von einem Schicksal im Dritten Reich, sondern nimmt Bezug auf aktuelle politische Zustände: Rechtsanwälte, Journalisten, Fotografen, Filmemacher, Blogger und andere Menschen, die verfolgt werden, weil sie sich für einen Rechtstaat einsetzen.

Die Lesung kann als Veranstaltung im Kino für 90 Personen oder für Kleingruppen von max. 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gebucht werden.

Bitte wenden Sie sich an
dokumentationszentrum@stadt.nuernberg.de

Dauer:
3 Stunden
Zielgruppe:
Jugendliche, 10.–12. Klasse, Auszubildende, Studierende, Polizei, Bundeswehr, Erwachsene