Wohnbereich im ersten Obergeschoss

Speisezimmer mit Peter Flötners Säulenschrank. Foto: Uwe Niklas

Im ersten Obergeschoss befanden sich einst die Wohnräume der Familie Tucher. Dort wird heute Geschichte dargestellt. Ein prachtvoller Säulenschrank des Nürnberger Bildhauers und Architekten Peter Flötners, eines Zeitgenossen Dürers, sowie vier einzigartige, 1610 gefertigte Glasscheiben des Zürcher Glasmalers Christoph Murer (1558-1614) mit der Geschichte vom Verlorenen Sohn beherrschen den großen Speisesaal.

Blick in das Barockzimmer. Foto: Uwe Niklas

Im angrenzenden, preziös gestalteten Barockraum und im Arbeitszimmer aus dem späten 19. Jahrhundert spiegelt sich die Geschichte der Familie Tucher in späteren Zeiten. In beiden Räumen hängen qualitätvolle Bildnisse: im Barockraum feudale Familienporträts aus dem 18. Jahrhundert, im gründerzeitlich eingerichteten Arbeitszimmer vier großformatige Bildnisse des Münchner Malerfürsten Franz von Lenbach.

Arbeitszimmer 19. Jahrhundert. Foto: Uwe Niklas

Die Räume sind so gestaltet, als seien die Familienmitglieder und das Personal nur kurz weggegangen: Das Silberputzzeug der Magd liegt noch auf dem Tisch, über dem Stuhl hängt ihre Schürze, und üppig dekorierte Obstschalen vermitteln ein ausgesprochen lebendiges Flair.

Blick in die neue Dauerpräsentation "Tucherschloss in Trümmern!". Foto: Uwe Niklas

Tucherschloss in Trümmern! Im ersten Obergeschoss vermittelt ein neugestalteter Raum seit Anfang 2017 die spannende Geschichte um die Kriegszerstörung, den darauf folgenden Verfall und den schließlich geglückten Wiederaufbau des Tucherschlosses.

Die Besucher haben hier die Gelegenheit, sich ein Bild von dem gewaltigen Ausmaß der Zerstörung dieses Renaissance-Kleinods, aber auch von der umgebenden östlichen Altstadt zu machen.

Historische Fotografien und exemplarische Dokumente machen das Ringen um den fast 20 Jahre lang dauernden Wiederaufbau verständlich.

Pressematerial zur neuen Dauerpräsentation "Tucherschloss in Trümmern!"

Fernsehbeitrag auf BR24