Renaissancegarten

Der Schlossgarten

Die Patrizierfamilien, die ihre Sommeranwesen am Treibberg oberhalb der Hirschelgasse besaßen, nutzten ihre bis zur Stadtmauer reichenden Gärten als Refugien, als Orte für Feste und Spiele. Gemäß dem humanistischen Ideal dienten die Grünanlagen der Erbauung, der Geselligkeit und der Repräsentation.

Heute gelangt man über eine breite Treppe in den mit Terrassen gegliederten Garten, der das Tucherschloss mit dem wieder errichteten Hirsvogelsaal verbindet. Die modern konzipierte Grünanlage – entworfen vom Nürnberger Landschaftsarchitekten Bernard Lorenz und 2004 mit dem Architekturpreis der Stadt Nürnberg ausgezeichnet – folgt den Strukturprinzipien von Gärten der Renaissance.

Stil-Zitate finden sich in einzelnen Gartenelementen wie einem Brunnen, einer Wiese, formalen Parterres und der Mischung aus Zier- und Nutzpflanzen. Obstbäume, Kräuter, Blumen, Hecken und geformte immergrüne Büsche, klare Wegführungen und eine Rosenpergola schaffen wie einst eine idyllisch-heitere Inszenierung zum entspannten Verweilen, fröhlichen Spielen und geselligen Feiern.

Auch der prachtvolle Hirsvogelsaal, erbaut für gesellschaftliche Feste und Tänze, führte einst auf eine solch kunstvoll gestaltete Gartenanlage hinaus: Inneres und Äußeres ergänz(t)en sich damals wie heute aufs Beste.