
Schon seit 2004 laden die museen der stadt nürnberg, zusammen mit der Cembalistin und Kirchenmusikerin Susanne Hartwich-Düfel, Freunde der Kammermusik zu Konzertveranstaltungen ins bezaubernde Ambiente des Hirsvogelsaals ein. Aufgrund der großen Nachfrage wird die Reihe "Kammerkonzert mit Cembalo" auch im Jahr 2011 mit sechs neuen Terminen fortgesetzt.
Susanne Hartwich-Düfel hat an der Hochschule für Musik in München bei Prof. Hedwig Bilgram Kirchenmusik, Konzertfach Orgel und Cembalo studierte und ist seit 1994 als Kantorin an der Sebalduskirche in Nürnberg beschäftigt.
In unterschiedlicher Besetzung von Streichern oder Flöte begleitet, spielt die Musikerin die Werke großer internationaler Komponisten. Als Initiatorin der Reihe freut sie sich gemeinsam mit namhaften Künstlerinnen und Künstlern auf eine neue Saison der Faszination Kammermusik rund um das Cembalo.

Samstag, 4. Februar 2012, 20 Uhr
Mit Philippe Emanuel Haas (Panflöte) und Susanne Hartwich-Düfel (Cembalo)
Die reizvolle Kombination Panflöte und Cembalo gehört zu den sehr seltenen Besetzungen der Kammermusikliteratur. Anders als manche klischeehafte Verbindung der Panflöte mit südamerikanischer Volksmusik, wird in diesem Konzert Barockmusik aus Europa zur Aufführung gebracht. Der spezifischer Klang der Panflöte wird dabei zu einem einprägsamen Erlebnis.

Samstag, 24. März 2012, 20 Uhr
Mit Katharina Schumann (Blockflöten) und Susanne Hartwich-Düfel, Cembalo
Musik verschiedener Epochen zu Dichtungen Martin Luthers, der als "Wittenberger Nachtigall" bezeichnet wurde, stellt dieses Konzert in die Reihe der Konzerte zum Schwerpunktjahr "Musik der Lutherdekade". Dabei setzt die Blockflöte als "Nachtigall" besondere virtuose Akzente.

Freitag, 4. Mai 2012, 20 Uhr
Mit Jörg Krämer (Flöte), Sören Uhde (Violine), Johanna Eras (Violoncello) und Susanne Hartwich-Düfel (Cembalo)
Italien war von der Renaissance bis in die Zeit der Wiener Klassik maßgebend für die Musiker und Komponisten ganz Europas. Deshalb gehörten Reisen nach Italien unter anderem auch für deutsche Musiker des Barock und der Frühklassik fast zur Pflicht. Auch Komponisten, denen eine solche Reise nicht vergönnt war, orientierten sich dennoch an dem nach ganz Europa ausstrahlenden Stil. An diesem Konzertabend wird die Sehnsucht nach Italien musikalisch den Hirsvogelsaal verzaubern.

Die Montagskonzerte im Hirsvogelsaal sind das Resultat einer Kooperation zwischen den städtischen Museen und dem musisch ausgerichteten Labenwolf-Gymnasium in Nürnberg. Im sechs- bis achtwöchigen Turnus kommen Museumsbesucher und Musikliebhaber immer montags, um 13.15 Uhr, in den besonderen Genuss musikalischer Kostproben. In verschiedensten Besetzungen bieten die jungen Musikerinnen und Musiker Kammerkonzerte sowie A-Cappella-Gesänge von ungefähr 30-minütiger Dauer.
Das Angebot richtet sich nicht nur an Museumsbesucher, sondern auch an Berufstätige, die ihre Mittagspause einmal ganz anders gestalten wollen. Für einen Kostenbeitrag von nur 1,00 EUR stehen die Konzerte jedem offen, der musikalisch beflügelt in die zweite Tageshälfte starten möchte.
Für Museumsbesucher ist der Besuch des Konzerts im regulären Eintrittspreis von 5,00 EUR (ermäßigt 2,50 EUR) eingeschlossen.
Hirsvogelsaal des Museum Tucherschloss
Treibberg 6
90403 Nürnberg
Montag, 6. Februar 2012, 13.15 Uhr
Unter der Leitung des Klavierlehrers Michael Herrnböck werden neben barocken Stücken für Flöte und Bratsche von Georg Philipp Telemann und Johann Sebastian Bach auch Werke des 20. Jahrhunderts von Sergej Sergejewitsch Prokofjew, Bohuslav Martinu und Leonard Bernstein geboten.
Montag, 26. März 2012, 13.15 Uhr
Die Schülerinnen der Querflötenklassen von Gundel Huschka und Gudrun Bähr gestalten ein vielfältiges Programm mit Werken von Georg Philipp Telemann, Jean-Baptiste Loeillet und Johann Baptist Vanhal. Als humorvoller Akzent erklingt "Plink, Plank, Plunk!" von Leroy Anderson, bevor ein stimmungsvolles Stück von Jacques Castérède das Konzert abrundet.

In Kooperation setzen die museen der stadt nürnberg, das Bildungszentrum im Bildungscampus Nürnberg und die Künstlerin Rebecca Maurer ihre "etwas andere" Musikreihe, die im September 2010 mit großem Erfolg Premiere hatte, in lockeren, aber regelmäßigen Abständen im wunderschönen Hirsvogelsaal fort: die "Konzertgespräche".
Rebecca Maurer, in Nürnberg geborene international ausgebildete und renommierte Spezialistin für historische Tasteninstrumente, gilt nicht nur als eine der herausragenden Mozartinterpretinnen ihrer Generation, sondern arbeitete auch auf wissenschaftlichem Gebiet als freie Autorin und Moderatorin für mehrere Sendeanstalten.
In der Reihe "Konzertgespräche im Hirsvogelsaal" wird sie dem Publikum hochinteressante Aspekte der Musikgeschichte im Kontext der Kunst- und Kulturgeschichte der jeweiligen Zeit auf anschaulich-unterhaltsame Weise vorstellen.
Wann immer das Konzertprogramm thematisch die Möglichkeit bietet, wird Rebecca Maurer dabei den kulturhistorischen Bezug zur Nürnberger Geschichte und zum Veranstaltungsort - dem Hirsvogelsaal - herstellen.
Ort der Veranstaltung
Hirsvogelsaal des Museum Tucherschloss
Eingang über Treibberg 6
90403 Nürnberg
Anmeldung und Buchung
Aufgrund der Kooperation mit dem Bildungszentrum im Bildungscampus Nürnberg läuft der Kartenverkauf als Kursanmeldung/ Buchung ausschließlich über das Servicebüro des Bildungszentrums. Die Konzerte finden nur statt, wenn bis spätestens eine Woche vor dem jeweiligen Konzerttermin mindestens 30 Teilnehmer ihre Konzertkarten gebucht haben.
Bildungszentrum im Bildungscampus Nürnberg - Servicebüro
Gewerbemuseumsplatz 1
90403 Nürnberg
Tel. (0911) 231 - 31 47/ - 33 49
E-Mail: bz-info@stadt.nuernberg.de
Bitte geben Sie bei Ihrer Buchung unbedingt die jeweilige Kursnummer an!
Preis
18 EUR/ 15 EUR ermäßigt
Nur Restkarten an der Abendkasse!

6. Konzertgespräch mit Rebecca Maurer am Hammerflügel und Moderation
Freitag, 27. April 2012, 19 Uhr
Kursnummer 31015
Nicht nur der berühmte Ludwig van Beethoven war ein Schüler von Joseph Haydn (1732-1809). Auch weniger bekannte Komponisten haben bei ihm studiert. So gibt es Werke z.B. englischer Komponisten, die den Einfluss Haydns nicht leugnen können. Kein Wunder, dass ihre Werke Haydns Einfluss nicht leugnen können. So hat der Haydnschüler Thomas Haigh (1769-1808?) beispielsweise drei der "English Canzonettas" zu pianistisch anspruchsvollen Klavierrondos umgearbeitet. Rebecca Maurer stellt Ihnen am Hammerflügel unbekannte wie bekannte Werke aus Joseph Haydns Schülerkreis vor.

Wer waren eigentlich die Patrizier? Wie richteten sie ihre mächtigen Häuser ein? Welche Gewohnheiten pflegten sie? Im Tucherschloss tauchen die Schüler ein in das Leben der Oberschicht in der Renaissance. Sie erkunden, wie die Patrizier ihre prunkvollen Feste gestalteten und wie der Alltag der hohen Herren im 16. Jahrhundert aussah. In der kirchlichen Schatzkammer des Tucherschlosses beschäftigen sie sich mit dem religiösen Brauchtum, das für die Menschen dieser Zeit große Bedeutung besaß. Dabei werden auch die kirchlichen Osterbräuche wie die Eierweihe angesprochen und die Hintergründe des Eierfärbens beleuchtet. Davon ausgehend bemalt jedes Kind mit wasserfesten Farben ein eigenes Hühnerei. Zu Ostern schmücken die fröhlich-bunten Eier der Kinder die Bäume im Garten des Tucherschlosses und bereiten den österlichen Museumsbesuchern so eine ganz besondere Freude.
Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit dem Kunst- und Kulturpädagogischen Zentrum der Museen in Nürnberg (KPZ) angeboten und dauert etwa 90 Minuten. Sie richtet sich an die 3. bis 6. Klassenstufe von Grundschule, Hauptschule, Realschule und Gymnasium.
Eine Buchung ist zwingend erforderlich und nur über eine Online-Terminanfrage möglich.
Kunst- und Kulturpädagogische Zentrum Nürnberg
<http://www.kpz-nuernberg.de/kpz/index.shtml>
Dienstag, 20. März bis Freitag, 30. März 2012,
jeweils von 9 bis 10.30 Uhr oder von 10.45 bis 12.15 Uhr
Zusätzlich zum Museumseintritt von 1,50 EUR pro Schüler fallen pro Klasse 25 EUR Veranstaltungsgebühr an.



Samstag, 19. Mai 2012, 19 bis ca. 0 Uhr
Meisterhafte Erzählungen im Hirsvogelsaal: Der professionelle Erzähler Michl Zirk unterhält mit kurzweiligen Geschichten von jeweils etwa 30minütiger Dauer. Um 20 und 22 Uhr sind Geschichten aus der griechischen Mythologie zum Thema "Phaethon & Co. - Göttliche Desaster" zu hören. Um 21 und 23 Uhr werden dagegen unter dem Titel "Der goldene Rosenbogen" Mären aus dem Mittelalter erzählt.
Meisterlicher Genuss in der Garten-Oase: Eine erholungsreiche Chill-Out-Area unter freiem Himmel bietet der blühende, wunderschön illuminierte Renaissancegarten. Chillige DJ-Musik sowie die leckeren Cocktails und kulinarischen Köstlichkeiten der hochdekorierten Spitzenköche von elParadiso ermöglichen Entspannung pur.
Meisterwerke im Tucherschloss: Museumspädagogen des KPZ stellen bei etwa 20minütigen Betrachtungen Meisterwerke des Tucherschlosses vor. Um 20.45 und 22.45 Uhr erfahren Besucher alles über die Tuchersche Tafelgarnitur von Wenzel Jamnitzer, um 21.15 und 23.15 Uhr über das Verkündigungsfenster aus der Werkstatt von Veit Hirsvogel.
Um 19.30, 20.30 und 21.30 Uhr stellt die historische Hausherrin "Katharina Tucher" bei etwa 20minütigen Führungen ihr Schloss vor.