
Eine alternative Führung mit aktuellen Texten der Projektgruppe Mus[e]en-Lesung
14. und 28. November 2010
9. und 23. Januar,
6. und 20. Februar 2011,
jeweils 11 Uhr
Im Spielzeugmuseum gehen sechs Autoren in die Hocke, um den Zuhörern (zwischen 7 und 77 Jahren) ihr literarisches Spiel und ihr Lieblingsspielzeug vorzustellen. In den Geschichten der Autoren Michael Lösel, Günter Körner, Holger Trautmann, Dieter Diehnelt, Paul S. Wolff und Andreas Neuner leben Hinterhof-Kinderbanden, verträumte Einzelgänger, glückliche und enttäuschte Helden und Puppenmütter, und sie werfen entscheidende Fragen auf: Welches Kind weint heute noch, wenn es bei "Mensch-ärgere-dich-nicht" verliert? Kann im Spiel die Realität erschlossen werden oder dient das Spiel nur der Flucht vor der Wirklichkeit? Welche Bedeutung haben heute noch Puppen, Bagger und Wortspiele?
Durch das Konzept des "lebendigen Museums" wurden die Autoren darin bestärkt, neben dem sachlichen Kontext der Dinge auch eine biographische und emotionale Tiefe auszuloten. Auf diese Weise lädt die Führung durch den "Musentempel" zu einem individuellen Gang durch die eigene Bildwelt des Zuhörers ein und gibt alternativen Deutungen Raum.
Für den Museumsbesucher entstehen neben dem Museums-Eintritt keine weiteren Kosten. Treffpunkt ist das Foyer des Museums.
Weitere Informationen finden Sie unter:
www.michael-loesel.de/pages/musespielzeug.html
<http://www.michael-loesel.de/pages/musespielzeug.html>

Sonntag, 27. Februar 2011, 10 bis 16 Uhr
Schon zum sechzehnten Mal verwandelt sich das Spielzeugmuseum an diesem besonderen Tag in ein großes Antiquitätengeschäft für antike Puppen und anderes historisches Spielzeug. Händler und Sammler aus der gesamten Bundesrepublik und dem europäischen Ausland bereichern an diesem Tag die Ausstellungsräume des Museums. Mit ihren seltenen und begehrten Spielzeugen ziehen sie Sammler aus Nah und Fern an. Internationale Besucher schätzen dieses Flair, das in Deutschland einmalig ist.
Ein Puppen- und Bärendoktor nimmt Reparaturen an oder "operiert" leichtere Fälle gleich an Ort und Stelle. Wer mitgebrachte Plüschveteranen begutachten lassen will, kann sich an die international bekannten Experten für Teddybären und Steifftiere, Christel und Rolf Pistorius, wenden. Auch alte Puppen und andere Spielwaren können im Wert geschätzt werden. Dieser Service ist kostenlos. Es werden auch alte Spielwaren angekauft.
Die Organisation der Börse liegt wie immer in den bewährten Händen von Irmgard A. Wolfermann. Außer dem normalen Museumseintritt fallen für die Besucher keine weiteren Kosten an. Im Dachgeschoss gibt es zudem eine kostenlose Kinderbetreuung und am Nachmittag laden unsere Spieletrainer dazu ein, spannende Familienspiele auszuprobieren.
Gebrüder Schmid Patentspielwaren
Nürnberg, 1939
Plexiglas, Bakelit, Blech, Stahl, Zinkdruckguss und Pappe
Auch im Jahr 2011 setzen wir unsere beliebte Sonderreihe "Schaustück des Monats" fort, in der wir Ihnen herausragende Exponate aus dem Besitz der Stadt Nürnberg vorstellen. Der April ist dem "Gläsernen Motor" der Gebrüder Schmid Patentspielwaren aus dem Jahr 1939 gewidmet, der vom 1. bis zum 30. April 2011 im Spielzeugmuseum präsentiert wird.
Vor dem Hintergrund der Technikbegeisterung der 1920er und 1930er Jahre fanden die rasanten Fortschritte der Industrialisierung auch in Spielzeugen rasche Nachahmung, die in ihrer äußeren Form und ihren technischen Funktionen immer modellhafter die Vorbilder der Großtechnik reproduzierten. Eines der schönsten Beispiele hierfür ist der 1939 erstmals vorgestellte "Gläserne Motor" der Nürnberger Firma Gebrüder Schmid, der Einblick in die technischen Geheimnisse eines Verbrennungsmotors gibt. Ein ausführliches Bauanleitungsheft beschreibt, wie aus vierzig Teilen vom Viergang-Getriebe über die Kupplung hin zum Motorblock mit batteriebetriebener Zündanlage und Wasserkühlung ein Anschauungsmodell zusammengesetzt und per Handkurbel bewegt werden kann. Die große Besonderheit besteht jedoch in der Verwendung von Plexiglas. Erst durch diesen damals gerade erfundenen Werkstoff ließen sich die normalerweise dem Blick entzogenen Funktionsabläufe sichtbar machen.
Für interessierte Museumsbesucher, die mehr über das Werk, seine Geschichte und die Herstellerfirma erfahren möchten, haben sich die städtischen Museen ein ganz besonderes Serviceangebot einfallen lassen:
Im Rahmen der Präsentation des April-Schaustücks bietet Dr. Helmut Schwarz, Leiter des Spielzeugmuseums, zwei kostenlose Spezialführungen an.
Weitere Informationen zu diesem Schaustück können Sie als PDF-Datei herunterladen.
Schaustück: Der gläserne Motor
PDF-Datei (1,2 MB)
<http://www.museen.nuernberg.de/download/download_spielzeugmuseum/schaustueck_201104_glaeserner_motor.pdf>

Samstag, 28. Mai 2011, 19 bis 24 Uhr
Dieses Nürnberger Kulturereignis steht diesmal unter dem Motto: "Fremde Welten".
Wie immer im Spielzeugmuseum wird zu diesem Thema ein ganz spezielles Programm für die ganze Familie geboten. Im Zentrum stehen diesmal zauberhafte Laterna-Magica-Vorführungen von und mit Günter Holzhey. "Vorhang auf!" heißt es für alle Freunde des Papiertheaters, wenn mit exotischen, selbst gebauten und gezeichneten Kulissen dieses einstmals so ungemein beliebte Kinderspiel zu neuem Leben erweckt wird. Wie man mit seinen Händen wundersame Schatten an die Wand werfen kann, lässt sich an einer anderen Spielstation erleben. Und natürlich lädt der große Außenbereich des Museums zu Spielen aus fremden Ländern ein.
In Kooperation mit dem Kunst- und Kulturpädagogischen Zentrum (KPZ) der Museen in Nürnberg.
Entwurf: Alex Randolph
Ausführung: Angelo dalla Venezia
Holz, bunt bemalt
Venedig, um 1982
Auch im Jahr 2011 setzen wir unsere Sonderreihe "Schaustück des Monats" fort, in der wir Ihnen herausragende Exponate aus dem Besitz der Stadt Nürnberg vorstellen. Der August ist dem Handmuster für "Tempo, kleine Schnecke!" von Alex Randolph gewidmet, das als Gastexponat vom 2. bis zum 31. August im Spielzeugmuseum zu sehen ist.
Handmuster sind neben Texten und Skizzen für einen Spieleautoren unabdingbar, wenn er seine Erfindung einem Verlag erfolgreich präsentieren möchte. Gerade durch räumliche Objekte kann sich der verantwortliche Redakteur ein gutes Bild von Spielidee und Spielmechanismus machen und die Erfolgschancen besser einschätzen. Ebenso zeigen diese Modelle einen interessanten Ausschnitt aus der Reifephase eines neuen Spiels, was gerade bei Klassikern wie "Tempo, kleine Schnecke!" sehr reizvoll ist.
Alex Randolph (1922 - 2004) zählt zu den bedeutendsten Spieleautoren überhaupt. Er erfand über 100 Spiele, die sich millionenfach verkaufen. Dazu haben seine wunderschönen Entwürfe maßgeblich beigetragen, kongenial umgesetzt vom befreundeten Kunstdrechsler Angelo dalla Venezia. Insbesondere das ausgestellte Muster von "Tempo, kleine Schnecke!" zeichnet sich durch eine hohe Ästhetik aus und markiert zugleich die Einführung von großen gefrästen Profilfiguren als neuartiges Spielmaterial.
Für interessierte Museumsbesucher, die mehr über Alex Randolph, die kleinen Holzschnecken sowie weitere Handmuster von bekannten Spielen wie "Inkognito", "Geister" oder "Rüsselbande" erfahren möchten, haben sich die städtischen Museen ein besonderes Serviceangebot einfallen lassen:
Im Rahmen der Präsentation des Handmusters "Tempo, kleine Schnecke!" bietet Dr. Torsten Lehmann, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Deutschen Spielearchivs Nürnberg, zwei kostenlose Spezialführungen im Spielzeugmuseum an.
Weitere Informationen zu diesem Schaustück können Sie als PDF-Datei herunterladen.
Schaustück: Handmuster für "Tempo, kleine Schnecke!"
PDF-Datei (1,2 MB)
<http://www.museen.nuernberg.de/download/download_spielzeugmuseum/schaustueck_201108_kleine_schnecke.pdf>
Haushaltstechnik im Spielzeug
25. März - 16. Oktober 2011
Jahrhundertelang war die Arbeit im Haushalt eine mühselige Angelegenheit: Wasser musste vom Brunnen geholt werden, offenes Feuer im Herd erzeugte Rauch und Ruß. Die Pflege von Wäsche und Textilien war anstrengend und unzureichend. Und das Frischhalten und die Lagerung von Lebensmitteln stellte ein großes Problem dar. Erst mit der Nutzung von Gas und Elektrizität hielt die Technik in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts allmählich Einzug in die Privathaushalte und fand - parallel hierzu - ihren Niederschlag im Mädchenspielzeug.
Die Ausstellung zeigt Gas- und Elektroherde, Küchengeräte und Kühlschränke ebenso wie Badezimmer, Wasch- und Nähmaschinen oder Bügeleisen, die Mädchen auf ihre zukünftigen Hausfrauenpflichten vorbereiten sollten. Aber auch technische Errungenschaften wie Radios, Telefone oder Fernsehgeräte sind in ihren jeweiligen Spielzeugvarianten zu sehen. Die meisten Haushaltsspielzeuge waren für Mädchen gedacht. Sie entsprachen dem bis in die 1960er Jahre hinein vorherrschenden Leitbild der Erziehung zur Hausfrau und Mutter. Dabei konnte das Spielen mit häuslichen Gerätschaften und das Kochen auf kleinen Kinderherden durchaus auch das Interesse von Jungen finden, wenn man sie denn gewähren ließ.

Öffentliche Führung zur Sonderausstellung
Termine:
Sonntag, 22. Mai/ 3. Juli/ 25. September/
9. Oktober 2011,
11 Uhr
2,00 EUR zzgl. Museumseintritt
Dauer: 60 Minuten
Durch die Ausstellung führt Sabine Peters M.A.
Kunst- und Kulturpädagogisches Zentrum (KPZ)

An acht Samstagen können Kinder ab etwa sechs Jahren im Museum selbst ausprobieren, wie früher "Haushalt gespielt" wurde.
Samstag, 2. April 2011, 14 - 17 Uhr
Materialkosten: 1,00 EUR
Das Spielen mit Ankleidepuppen war früher außerordentlich beliebt. Mit Hilfe von Bastelbögen gestalten wir uns nach alten Originalvorlagen eine Puppenküche sowie Ankleidepuppen aus Papier und Pappe. Natürlich könnt ihr dann auch gleich damit spielen und eure neuen Spielsachen mit nach Hause nehmen.

Bastelwerkstatt für Papiergeld und Sachen für den Kaufmannsladen
Samstag, 30. April 2011
Samstag, 30. September 2011
jeweils 14 - 17 Uhr
Materialkosten: 1,00 EUR
Einkaufen ist eine spannende Angelegenheit. Man legt ein paar Münzen oder Scheine hin und schon kann man dafür was mit nach Hause nehmen. Wie sahen aber früher die Geldmünzen aus? Und was konnte man dafür kaufen? Bei uns erfahrt ihr es und könnt euch selbst Papiergeld und Sachen für euren Kaufladen basteln.

Samstag, 14. Mai 2011, 14 - 17 Uhr
Materialkosten: 1,00 EUR
Langes Fädchen - faules Mädchen? Von wegen! Bei uns könnt ihr mit Nadel, Faden, Fingerhut und Nähmaschine z.B. Puppenkleider, Täschchen und vieles andere selber schneidern. Denn was ist schöner, als für den kleinen Puppenliebling etwas Schönes nach eigenen Ideen zu machen? Ein paar Anregungen könnt ihr euch auch in der Ausstellung holen.

Samstag, 11. Juni 2011, 14 - 17 Uhr
Materialkosten: 2,00 EUR
Jetzt ist die Zeit, wo es bei uns in den Gärten und auf den Feldern jede Menge frisches Obst gibt. Das schmeckt toll, einfach so oder als Kuchen. Man kann aus den Früchten aber natürlich auch Marmelade einkochen, damit man auch im Winter noch was davon hat. Wie das geht, erfahrt ihr heute bei uns im Museum. Natürlich könnt ihr die leckere Marmelade auch gleich probieren und eine Kostprobe mit nach Hause nehmen.

Samstag, 2. Juli 2011, 14 - 17 Uhr
Materialkosten: 1,00 EUR
Waschtag im Spielzeugmuseum! Wir waschen Wäsche wie zu Oma's Zeiten - mit Waschbrettern, Kernseife und Bürsten machen wir uns ans Werk und rücken den Flecken zu Leibe. Wenn ihr ein dreckiges T-Shirt dabei habt , umso besser - das wird dann gleich mit gewaschen. Hoffentlich scheint die Sonne, damit auch alles gleich auf unserem schönen Spielplatz im Freien trocknen kann!

Samstag, 23. Juli 2011, 14 - 17 Uhr
Materialkosten: 2,00 EUR
Es muss ja nicht immer alles weiß oder grau sein: Mit verschiedenen Farben und Techniken färben wir heute selbst Stoffe und Wolle. So entstehen bunte Tücher, Täschchen oder Socken. Wer mag, bringt am besten ein paar weiße Baumwollsachen zum Färben mit.

Samstag, 27. August 2011, 14 - 17 Uhr
Materialkosten: 1,00 EUR
Frische Butter mag wohl fast jeder, aber habt ihr den leckeren Brotaufstrich schon mal selber gemacht? Wir werden es heute zusammen ausprobieren und lassen uns dann natürlich die köstlichen Butterbrote auch so richtig schmecken.

Zielgruppe: Vorschule und Grundschulen,
Klassenstufe 1-3
Nur für Mädchen? Einen ersten Einblick über die mühselige Haushaltsführung früher verschaffen wir uns vor einem großen Puppenhaus im Museum. Mit den Augen wandern wir durch die Räume bis hinauf zur Wäsche, die unterm Dach trocknete. Viele ähnliche Dinge aus dem Haushalt gibt es dann auch in der Ausstellung zu entdecken. Für Spannung sorgt hier ein Suchspiel vor den Vitrinen. Und bei näherem Hinsehen stellen wir dann fest, dass am Herd oft Meisterköche stehen und an der Nähmaschine auch heute noch neben Schneiderinnen Schneider sitzen. Fazit: Also auch für Jungs!
Dauer: 90 Minuten
Kunst- und Kulturpädagogisches Zentrum (KPZ)

Ausstellung in der Ehrenhalle des Rathauses
25. November 2011 bis 5. Januar 2012
Weihnachtsmusik begleitet uns durch die Advents- und Weihnachtszeit. Wir besuchen Konzerte, üben mit den Kindern Weihnachtslieder ein, musizieren oder singen mit im Kirchenchor. Unterm Weihnachtsbaum stimmen schließlich am Heiligen Abend selbst weniger musikalische Zeitgenossen in alte Weisen ein. Weihnachtslieder, die das christliche Weihnachtsgeschehen beschreiben, gibt es seit dem Mittelalter. Seit der Reformation fanden sie zunehmend Eingang in die häuslichen Weihnachtsfeiern. Die Entwicklung des Weihnachtsfestes im 19. Jahrhundert zu einem bürgerlichen Familienfest, bei dem die Kinder im Mittelpunkt stehen, brachte auch ein verändertes Liedgut mit profaneren Inhalten.
Die diesjährige Weihnachtsausstellung des Spielzeugmuseums und des Marktamts der Stadt Nürnberg befasst sich mit ganz unterschiedlichen Facetten der Weihnachtsmusik. Der Besucher wird informiert über die reiche Musiktradition Nürnbergs mit seinen Musikverlagen und Werkstätten für Instrumentenbau. Grafiken und Fotografien stellen das Singen und Musizieren zu Weihnachten vor. Und das Spielzeugmuseum öffnet wieder einmal sein Depot: Kinder- und Spielzeuginstrumente werden ebenso gezeigt wie musizierende Weihnachtsfiguren, Kurrendesänger oder Engelskapellen. Ein originaler Christkindlesmarktstand, passend zum Thema dekoriert mit Spielzeug aus den 1920er bis 1950er Jahren, bildet den optischen Mittelpunkt der Ausstellung.