
Ausstellung in der Ehrenhalle des Rathauses
28. November 2008 - 5. Januar 2009
Seit gut 400 Jahren findet in Nürnberg der Christkindlesmarkt statt. Von nah und fern strömen Besucher herbei, um Weihnachtseinkäufe zu erledigen und sich von der besonderen Stimmung des weltberühmten Markts bezaubern zu lassen.
Die diesjährige Ausstellung des Spielzeugmuseums Nürnberg und des Marktamts der Stadt steht ganz im Zeichen von Papier und Pappe. Aus dem vielseitig verwendbaren Werkstoffen wurden schon immer Weihnachtsschmuck, Geschenkartikel, Gabenteller, Papierkrippen oder Spielzeug gefertigt. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht ein originaler Christkindlesmarktstand, dekoriert mit Spielzeug aus den 1920er und 1930er Jahren aus den Beständen des Spielzeugmuseums.
Tauchen Sie nach dem Bummel über den Markt in die ruhige (und beheizte!) Atmosphäre der Ehrenhalle ein und begeben Sie sich auf eine kleine Reise in die Geschichte des Christkindlesmarkts!
Der Eintritt ist frei.

Samstag, 7. Februar 2009, 14 - 17 Uhr
Zu den Besonderheiten der erzgebirgischen Spielzeugherstellung zählen Zündholzschachteln, in denen sich fantasievoll gestaltete Kleinwelten verbergen.
An fünf Nachmittagen während der Adventszeit und in den Weihnachtsferien haben Kinder im Museum die Gelegenheit, unter Anleitung unserer Kinderbetreuerinnen ihre eigenen Mini-Kunstwerke mit Original-Reifentieren aus Seiffen herzustellen. So kann dann beispielsweise Flocke durch ihr neues Gehege toben oder das eigenhändig bemalte Lieblingspferd durch eine neue Koppel traben. Materialkosten fallen nicht an, jedoch sollten leere Zündholzschachteln mitgebracht werden.

Montag, 9. Februar 2009, 15 - 19 Uhr
(Spielwarenmesse-Montag)
Die Drechslerei wurde zunächst an den Fürstenhöfen
Europas als Liebhaberei gepflegt, später dann vom Bürgertum
übernommen und zum eigenständig betriebenen Kunsthandwerk
erhoben. In Seiffen entwickelte sich um 1800 sogar eine ganz
besondere Form der Dreherei, das Reifendrehen, welches die
rationelle und massenhafte Erzeugung von Holzspielzeug ermöglichte.
Eine Website des Spielzeugmuseums Seiffen informiert ausführlich
über das Reifendrehen.
Reifentiere - Spielzeugmuseums Seiffen
<http://www.reifentier.de>

Gerade im Zeitalter der Medienflut tut es Kindern wie Erwachsenen einfach gut, sich in die zauberhafte Welt der Märchen entführen zu lassen. Bei Kerzenschein und untermalt mit exotischen Instrumenten inszeniert die Märchenerzählerin Ulla Konold bekannte und unbekannte Märchen aus aller Welt. Außer dem Museumseintritt fallen keine weitere Kosten an! Für Spenden sind wir allerdings dankbar.
Sonntag, 15. Februar 2009, 15 Uhr:
Ein Märchen aus Bengalen
Manik gilt als ausgemachter Dummling, aber eines Tages trifft er das Männlein "Hüpf auf meinen Daumen". Mit seiner Hilfe meistert er viele Abenteuer, gelangt ins Land des gefürchteten Drachen und gewinnt sich Prinzessin und Königreich.


Miniaturspielzeug aus dem Erzgebirge
Ausstellung im Spielzeugmuseum
14. November 2008 - 22. Februar 2009
Kurz nach 1900 entwickelte sich im sächsischen Erzgebirge, vorwiegend im Spielzeugdorf Seiffen, eine neue Spielwarenkategorie. Unter dem Begriff "Miniaturspielzeug" kamen im Laufe der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts unzählige kleinste Figuren, Tiere, Häuser, Bäume, Gespannfahrzeuge und Automobile auf den Markt. 1905 wurden die ersten Miniaturartikel, namentlich ein "Erzgebirgisches Dörfchen mit Figuren und Fahrzeugen im richtigen Größenverhältnis", auf der Leipziger Spielwarenmesse vorgestellt und als zukunftsweisend lobend erwähnt.
Die Entwicklung hin zum kleinen Maßstab erfolgte vor dem Hintergrund neuer Gestaltungsideen, schwerwiegender materieller Zwänge und neuer Zollgesetzgebungen der Exportländer. In einem deutschlandweit bislang nicht gekannten Umfang präsentiert die Nürnberger Sonderausstellung einen Einblick in das "Kleine Ganze" - eine Welt kleinster hölzerner Nachbildungen städtischen und ländlichen Lebens aus dem fantasievollen Blickwinkel des erzgebirgischen Spielzeugmachers. Im Zentrum der Schau steht eine kürzlich neu erworbene, umfangreiche Sammlung erzgebirgischer Miniaturspielwaren. Diese zeigt einen repräsentativen Querschnitt kleiner und großer Kostbarkeiten aus fünf Jahrzehnten Seiffner Kleinspielzeugfertigung.
Zur Ausstellung bietet das KPZ ein Unterrichtsprogramm für die 1. bis 4. Klasse Grundschule an. Information und Buchung unter Kunst- und Kulturpädagogisches Zentrum Nürnberg.
Im Begleitprogramm zur Ausstellung können Kinder an mehreren Samstagnachmittagen Zündholzschachteln mit Reifentieren bestücken. Außerdem wird in der Ausstellung gezeigt, wie erzgebirgische Spielzeuge entstehen.


Ausstellung im Spielzeugmuseum
21. November 2008 - 1. März 2009
Plastikautos rollen geräuschlos durch nächtliche Straßen, eine Dampflokomotive rattert fauchend über Pianotasten. Ein Blechflugzeug fliegt durch Wolkentürme aus Zuckerwatte-Bäuschen und der berühmte Gockelreiter des Museums-Brunnens verwandelt sich in einen Wellenreiter, der voller Eleganz haushohen Wellen trotzt.
Es ist eine bunt-skurrile Welt, die in den Spielzeug-Phantasien des griechischen Architekten und Fotografen Velis Voutsas zum Ausdruck kommt. Voutsas hat einen besonderen Blick auf Spielzeug. Es ist nicht der Blick des Sammlers, Pädagogen oder gar Historikers, es ist der Blick des Geschichtenerzählers: Seine Spielzeuge sind Akteure am Filmset oder auf der Theaterbühne. Sie stehen im Zentrum sorgfältig komponierter Momentaufnahmen aus Erzählungen, deren Anfang und Ende dem Betrachter überlassen bleiben. Das harmonische Zusammenspiel von perfekter Sachfotografie und digitalen Designeffekten lässt künstlerische Bildwelten entstehen, die trotz ihrer hohen formalen Qualität nie ihre spielerische Leichtigkeit verlieren. Spielzeug lebt - jedes Kind weiß das. In seinen Spielzeug-Phantasien verleiht der homo ludens Velissarios Voutsas dieser Gewissheit Gestalt.
Die auf je 50 Stück limitierten und nummerierten Drucke sind vom Künstler signiert. Sie wurden mit Archivtinte (Epson Ultrachrome) auf bestes Fotopapier gedruckt. Die Haltbarkeit der Drucke beträgt nach Herstellerangaben 80 Jahre.
Alle ausgestellten Fotografien können gerahmt oder ungerahmt exklusiv im Spielzeugmuseum Nürnberg erworben werden.

Sonntag, 01. März 2009, 10 - 16 Uhr
Schon zum vierzehnten Mal gibt es diese besondere Veranstaltung, die einmal jährlich stattfindet und stets von Irmgard A. Wolfermann organisert wird. Jedes Mal verwandelt sich das Spielzeugmuseum in ein Antiquitätengeschäft für antike Puppen und anderes sammelwürdiges Spielzeug. Etwa 40 Händler und Sammler aus der gesamten Bundesrepublik und anderen europäischen Ländern bereichern an diesem Tag die Ausstellungsräume des Museums. Mit ihren seltenen und begehrten Exemplaren, die alle käuflich sind, ziehen sie Sammler aus Nah und Fern an.
Zwei Puppen- und Bärendoktoren nehmen Reparaturen an oder "operieren" leichtere Fälle vor Ort. Christel und Rolf Pistorius sind Experten und Autoren in Sachen Teddybären und Steifftiere. Sie begutachten und bewerten mitgebrachte Plüschveteranen. Alte Puppen und Spielwaren können im Wert geschätzt werden. Dieser Service ist kostenlos. Es werden auch alte Spielzeuge angekauft.
Es ist nur der normale Museumseintritt zu bezahlen. Kostenlose Kinderbetreuung im Dachgeschoss. Von 15 Uhr bis 16.30 Uhr laden unsere Spielebetreuer dazu ein, im Kinderbereich spannende Familienspiele auszuprobieren.

Kinder und Jugendliche aus Soweto, Südafrika, um 1995
Auch im Jahr 2009 setzen wir unsere beliebte Sonderreihe "Schaustück des Monats" fort, in der wir Ihnen herausragende Exponate aus dem Besitz der Stadt Nürnberg vorstellen.
Der März ist einem Drahtauto aus dem Besitz Nelson Mandelas gewidmet, das ab dem 1. März im Spielzeugmuseum zu sehen ist.
Die Spielsachen der meisten Kinder in Afrika sind häufig aus Abfallmaterialien selbst gebastelt. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich hierbei aus Draht gebogene Fahrzeuge, die mit großem Einfallsreichtum und handwerklichem Geschick entstehen. Das seit Januar 2009 im Spielzeugmuseum befindliche Drahtauto wurde von Kindern und Jugendlichen aus dem südafrikanischen Township Soweto unter Anleitung des Freiheitskämpfers Nelson Mandela gebastelt. Mandela schickte es zum Dank für die langjährige Unterstützung im Kampf gegen die Apartheid-Politik an die schottischen Politikerin Janey Buchan nach Glasgow. Buchan gab es an die Stirling Smith Art Gallery, die anlässlich des 90. Geburtstags von Friedensnobelpreisträger Mandela entschied, das Drahtauto dem Spielzeugmuseum der Partnerstadt Nürnberg zu schenken, da es in der "weltweit bedeutendsten Spielzeugsammlung" (so Museumsleiterin Elspeth King) am besten aufgehoben sei.
Für interessierte Museumsbesucher, die mehr über das Schaustück, seine Geschichte und seine Herkunft erfahren möchten, haben sich die städtischen Museen ein ganz besonderes Serviceangebot einfallen lassen.
Im Rahmen der Präsentation des März-Schaustücks bietet Dr. Helmut Schwarz, Leiter des Spielzeugmuseums, zwei kostenlose Spezialführungen an:

Sonntag, 17. Mai 2009, 10 - 13 Uhr
Als ein Wunder der Kunst galten die im 16. Jahrhundert entstandenen Anamorphosen. Es handelt sich dabei um bis zur Unkenntlichkeit verzerrte Bilder, die erst bei Betrachtung unter einem bestimmten Winkel, in einem Kegel- oder Zylinderspiegel oder durch spezielle Linsen oder Prismen unverzerrt erscheinen. Der Reiz dieser Anamorphosen lag und liegt neben ihrer Bedeutung für die Kunst v. a. darin, Informationen zu verschleiern, Geheimes zu bewahren.
Gerade der Aspekt der Verschleierung macht Anamorphosen, die nahezu in Vergessenheit geraten sind, für Kinder aber auch für Erwachsene auch heute noch interessant. In der Bastelwerkstatt für Anamorphosen werden speziell Zylinderspiegel-Anamorphosen selbsttätig hergestellt. Die dafür benötigten Zylinderspiegel werden aus Kunststoffrohren und selbstklebender Spiegelfolie gebastelt. Die unterschiedlichen Herstellungsmöglichkeiten von Anamorphosen machen das Thema für ein breites Altersspektrum zugänglich. So können bereits Grundschulkinder einfache Anamorphosen selbst zeichnen oder malen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Zudem lassen sich beliebige Bildvorlagen mit einem Computerprogramm (Freeware) erstellen. Es besteht die Möglichkeit, sein eigenes Portraitbild mit einer Digitalkamera aufnehmen zu lassen und in eine Anamorphose umzuwandeln.

Samstag, 23. Mai 2009, 19 - 24 Uhr
Wie in den letzten Jahren bietet das Spielzeugmuseum in Zusammenarbeit mit dem KPZ ein attraktives Programm für die ganze Familie: Wie sieht's aus auf fernen Planeten? Kinder und Er-wachsene sind eingeladen, sich nach eigenen Vorstellungen eine Mond- oder Sternenlandschaft zu gestalten. Und wie bewegt man sich dort? Wie wär's mit einem flotten Moonwalk? In einem anregenden Workshop erlernt jeder in Kürze diesen berühmten Mondtanz. Was geschieht alles in den Weiten des Alls? Das Theater thevo greift nach den Sternen und bereitet 40 Jahre nach der ersten Mondlandung des Menschen, die erste Landung von Bewohnern des Mondes auf der Erde vor. Was bietet sich mehr an als die Initialzündung in die Blaue Nacht zu legen? Spiele und Filme entführen die Besucher zu Sonne, Mond und Sternen. Und bei Führungen erwacht der Weltraum im Spielzeug zum Leben. Schließlich gibt's noch viele gute Wünsche auf Sternschnuppen zum Anstecken und zum Verschenken.

Donnerstag, 4. Juni 2009, 10 - 17 Uhr
auf dem Jakobsplatz
Alle Nürnberger Kinder aufgepasst: Am 04.06. könnt ihr von 10 - 17 Uhr viel Spannendes zum Thema Spielzeug erleben und am weltgrößten Kinderkunstbuch mitmalen, denn "Die Welt ist bunt"-Tour von Faber-Castell macht auf dem Jakobsplatz Station.
Was dort gemalt wird? Inspiration bietet das Spielzeugmuseum, das einige echte Schätze aus der Museumssammlung mitbringt: Unterstützt von den Museumspädagogen des Nürnberger KPZ, wird anhand eines Roboters der Bewegungsmechanismus eines Blechspielzeugs untersucht und außerdem das Geheimnis gelüftet, was eigentlich passiert, wenn eine Schlafpuppe ihre Augen öffnet und schließt. Natürlich kannst Du auch Dein ganz eigenes Lieblingsspielzeug mitbringen und zeichnen.
Wer Lust hat, kann sich auch auf eine Farbreise begeben: "Wie mischt man eigentlich Lila ...?" und andere Fragen der Farblehre werden erforscht. In einem spannenden Wissensquiz auf der Bleistift-Bühne können sich die Kinder spielerisch miteinander messen und schöne Preise gewinnen.
Nürnberg ist die dritte von insgesamt zehn Städten, die der Riesen-Bleistift besucht. Ein Sattelschlepper mit dem 12,5 Meter langen und circa eine Tonne schweren Riesen-Bleistift durchquert Deutschland und Skandinavien - insgesamt über 1.600 Kilometer. An jeder Station gibt es Aktionen zu einem anderen regionalen Thema, die spielerisch die Kreativität von Kindern zwischen drei bis zwölf Jahren anregen und ihren Eltern oder Lehrern altersgerechte Ideen zur Förderung von jungen Menschen liefern. Im Laufe der Tour entsteht so in Kreativ-Workshops das größte Kinderkunstbuch der Welt in zehn Bänden.
In Nürnberg sind das Spielzeugmuseum und das Kunst- und kulturpädagogische Zentrum der Museen in Nürnberg (KPZ) Partner des weltbekannten Stifteherstellers Faber-Castell aus Stein bei Nürnberg.

Donnerstag, 11. Juni bis Samstag, 13. Juni 2009
jeweils zwischen 10 und 16 Uhr
Kursleiterin: Margit Mayer
Kursgebühr: EUR 1,- (inkl. Material), zzgl. Museumseintritt
Wie funktioniert eigentlich ein Kaleidoskop? Dieser interessanten Frage können Kinder vom 3. bis 5. Januar 2008 in einer Kaleidoskop-Werkstatt im Spielzeugmuseum nachgehen. Beim Basteln eines eigenen Kaleidoskops wird anschaulich die Funktionsweise eines der beliebtesten optischen Spielzeuge des 19. Jahrhunderts erklärt.
Erfinder des Kaleidoskops war der schottische Wissenschaftler David Brewster. In dem fernrohrähnlichen Gerät bewegen sich beim Drehen bunte Glassteinchen oder andere, meist transparente Materialien. Durch deren Spiegelung in einem Winkelspiegel entstehen symmetrische Bilder und Muster mit unendlichen Variationen. Das Kaleidoskop gehört zu den Spielsachen, die heute wiederentdeckt und mit neuer Gestaltung erhältlich sind. So war auf der Weltausstellung in Japan im Jahr 2005 das größte moderne Kaleidoskop mit 47 Metern Höhe zu bewundern.

Samstag, 20. und Sonntag, 21. Juni 2009
Samstag, 8. August und Sonntag, 9. August 2009
jeweils 10 - 16 Uhr
Kursleiter: Karl-Friedrich Hohl
Kursgebühr: EUR 2,- (inkl. Material), zzgl. Museumseintritt
Aus einer Konservendose, einem Stück Karton, etwas Klebeband und einem Gummiring bastelt jeder Teilnehmer eine Lochkamera, auch Camera Obscura (von lat. Camera - Kammer und obscura - dunkel) genannt.
In die dunkle Konservendose kann durch ein kleines, in die Dose gebohrtes Loch Licht hineinfallen. Auf der dem Loch gegenüberliegenden Seite entsteht ein spiegelverkehrtes und auf dem Kopf stehendes Abbild. Zum Ablichten legen die Bastler noch ein Stück Fotopapier ein, und auf geht es zur Motivsuche. Die Fotografien werden gemeinsam in einer Dunkelkammer unter Anweisung entwickelt und dürfen mit der Lochkamera zusammen natürlich als Andenken mit nach Hause genommen werden.
Kinder unter zehn Jahren sollten von einem Erwachsenen unterstützt werden.

Sonntag, 2. August 2009, 15 - 18 Uhr
Kursleiter : Jürgen Becker
Kursgebühr: EUR 2,50 (inkl. Material), zzgl. Museumseintritt
Die Nussmühle ist ein Spielzeug, das heute nahezu in Vergessenheit geraten ist. Da es leicht selbst gebaut werden kann, war es seit dem Mittelalter v. a. ein Spielzeug der Armen. Der Reiz des Spielens besteht darin, mit der einen Hand an der Schnur im richtigen Augenblick zu ziehen und wieder loszulassen, während die andere Hand die Nussmühle hält. Dann dreht sich die Achse mit den Flügeln in rascher Abfolge einmal rechts, einmal links herum. Die bekannteste Darstellung einer Nussmühle findet sich auf dem berühmten Bild "Kinderspiele" (1560) von Pieter Bruegel d. Ä.
Unter Anleitung von Kursleiter Jürgen Becker lernen Kinder ab etwa acht Jahren, in der Werkstatt aus Nüssen, Schaschlikspießen, Holzperlen, Karton und einer reißfesten Schnur eine Nussmühle selbst zu bauen.

Samstag, 18. Juli 2009, 14 - 17 Uhr
Nach einem Besuch der aktuellen Sonderausstellung haben Kinder Gelegenheit, unter Anleitung der Kinderbetreuerinnen des Museums Roboter aus Pappe und Papier zu basteln. Zum Teil dienen farbenfrohe historische Ausschneidebögen verschiedener Bauarten und Schwierigkeitsgrade als Vorlage für die kleinen Maschinenmännchen. Außer dem Museumseintritt fallen keine weiteren Kosten an.
Da das Roboterbasteln nicht so ganz einfach ist, empfehlen wir diese Veranstaltung für Kinder ab etwa acht Jahren.

Donnerstag, 10. bis Samstag, 12. September 2009
jeweils 11 - 16 Uhr
Kursleiterin: Margit Mayer
Kursgebühr: EUR 1,- (inkl. Material), zzgl. Museumseintritt
Während sich andere an fernen Stränden noch ihren Sonnenbrand holen, können sich alle Daheimgebliebenen oder schon Zurückgekehrten im Spielzeugmuseum ihre geheimsten Urlaubswünsche erfüllen. Kinder wie Erwachsene sind herzlich eingeladen, sich im Rahmen unserer Bastelwerkstatt ihre eigene Trauminsel zu erschaffen. Ob mit Sandstrand, Hängematte und Palmen, mit Muscheln, Felsen oder exotischen Pflanzen: Der Inselgestaltung sind keine Grenzen gesetzt. Unsere Betreuerinnen stellen das Material zur Verfügung und unsere kleinen und großen Besucher spielen Inseldesigner! Natürlich können alle Kreationen anschließend mit nach Hause genommen werden.

3. April bis 11. Oktober 2009
Am 20. Juli 2009 ist es vierzig Jahre her, dass die Landefähre von Apollo 11 nach einem dramatischen Anflug auf dem Mond aufsetzen konnte. Die erste bemannte Mondlandung ist Anlass für die Sonderausstellung im Spielzeugmuseum Nürnberg. Mit Spielzeug der dreißiger bis siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts zeigt die Ausstellung, dass nicht nur Erwachsene von der Erforschung des Weltalls fasziniert waren, sondern auch bei Kindern das Interesse mit entsprechenden Spielsachen, Spielen und Lektüre geweckt werden sollte.
Technische Utopien der frühen Science-Fiction-Literatur und der ersten Ufa-Filme beeinflussten sowohl den Forschergeist der Wissenschaftler als auch die Hersteller von Technikspielzeug. Als in den fünfziger und sechziger Jahren die Raketen- und Satellitentechnologie der Russen und Amerikaner immer mehr Erfolge erzielen konnte, kamen zahlreiche fantasievolle und realistische Weltraumfahrzeuge, Raketen und Roboter auf den Markt. Von Anfang an waren Weltraumspielzeug und Spielzeugroboter eng miteinander verwoben. Beide Themen sind Ausdruck der Technikbegeisterung dieser Jahrzehnte und werden deshalb in der Ausstellung gemeinsam präsentiert. In einem deutschlandweit bislang nicht gekannten Umfang sind vor allem deutsche, amerikanische und japanische Spielzeuge zu sehen. Die meisten Exponate stammen aus der Sammlung Gernot Münk, eine der wenigen Privatsammlungen, die es in Deutschland zu diesem Thema gibt.
Zur Ausstellung bietet das KPZ für Schulklassen der 3. bis 5. Jahrgangsstufe ein museumspädagogisches
Begleitprogramm an:
Kunst- und Kulturpädagogisches Zentrum der Museen in Nürnberg (KPZ)
<http://www.kpz-nuernberg.de/kpz/spm_schulen_ausstellung.shtml>

Die Geschichtenerzählerin Ulla
Konold entführt mit diesem eigens für das Spielzeugmuseum
entwickelten Programm in die Welt der Sagen und Geschichten
aus dem alten Nürnberg.
Ulla Konold im Internet
<http://www.maerchenundmehr.de>
Lebende Tote, Geister und Gespenster weben seit Jahrhunderten durch die mächtigen Mauern Nürnbergs, dieser Stadt, die Kaiser Karl die "vornehmste und bestgelegene" seines Reiches nannte.
Untermalt von geheimnisvoller Musik, erzählt Ulla Konold Sagen und Geschichten aus Nürnberg. Auf dem Spaziergang durch die Jahrhunderte - von Bildprojektionen stimmungsvoll umrahmt - begegnen die Besucher Kaiser Karl, dem Nusskaspar, der weißen Frau und vielen anderen Gestalten, deren Name und Schicksal auf immer mit Nürnberg verbunden ist.
Die beiden etwa halbstündigen Programme finden im "Schattenreich", dem stimmungsvollen historischen Kellergewölbe des Museums, statt. Die Teilnehmerzahl ist auf etwa 30 Personen begrenzt.
Sonntag, 27. September 2009: Sagen, Teil 1
Sonntag, 25. Oktober 2009: Sagen, Teil 2
15 und 16 Uhr


im Kinderbereich des Spielzeugmuseums Nürnberg
Samstag, 7. November 2009, 10 - 17 Uhr
Wenn die Blätter fallen und es draußen langsam ungemütlich wird, ist es besonders schön, sich mit der Familie und Freunden an einen Tisch zu setzen und mal wieder nach Herzenslust zu spielen.
Am 7. November lädt deshalb die Deutsche Spielzeugstraße zu einem Spiele-Marathon ins Spielzeugmuseum Nürnberg. Das Spiel-Team um Dorothea Beck hat jede Menge Familienspiele im Gepäck, die unter Anleitung ausprobiert werden können. Brett-, Karten- oder Quizspiele - für jede Altersklasse findet sich etwas in der Spielesammlung, zu der gerade auch fränkische Spieleverlage viele schöne Spiele beigetragen haben. Spieleklassiker wie "Obstkorb" oder auch "Dominion", das Spiel des Jahres 2009, garantieren Spielspaß für Groß und Klein. Damit der Nachmittag so richtig gemütlich wird, sind alle Mitspieler herzlich zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Und wer mal eine Spielpause braucht, der kann mit einer kostenlosen Audio-Führung die Schätze des Spielzeugmuseums erkunden.
Natürlich erhalten die Besucher auch aus erster Hand Informationen über das vielfältige touristische Angebot entlang der Deutschen Spielzeugstraße, die zwischen Waltershausen und Zirndorf auf 300 km Länge alle wichtigen Stationen der beiden traditionsreichen Spielzeugregionen Franken und Thüringen verbindet.

Gerade im Zeitalter der Medienflut tut es Kindern wie Erwachsenen einfach gut, sich in die zauberhafte Welt der Märchen entführen zu lassen. Bei Kerzenschein und untermalt mit exotischen Instrumenten inszeniert die Märchenerzählerin Ulla Konold dreimal in diesem Winter bekannte und unbekannte Märchen aus aller Welt. Wer einen solchen Nachmittag miterlebt hat, kommt immer wieder gerne ins Museum zurück. Zusätzlicher Anreiz: Außer dem Museumseintritt fallen keine weitere Kosten an! Für Spenden sind wir allerdings dankbar.
Sonntag, 13. Dezember 2009, 15 Uhr:
Die Weihnachtsgeschichte nach einem Buch von Gunhild Sehlin.
Es war einmal ein kleiner, fauler Esel, der lebte leicht verspottet und missachtet in Nazareth, bis er ins Haus von Maria und Josef kam. Dort gab es Liebe, Güte und ein großes Geheimnis, von dem die Tiere im Stall und die Vögel unter dem Himmel wussten. Eines Tages aber begann für Maria, Josef und den kleinen Esel eine gefährliche, mühsame Reise. Der kleine Esel aber trug eine kostbare Last, meisterte viele Gefahren und erreichte endlich den Stall von Bethlehem.

Ausstellung in der Ehrenhalle des Rathauses
27. November 2009 bis 8. Januar 2010
Weiße Weihnacht - ein Wunschtraum jedes Jahr, aber wann haben wir eigentlich das letzte Mal ein schneereiches Fest erlebt? Zumindest in der diesjährigen Weihnachtsausstellung des Spielzeugmuseums Nürnberg und des Marktamts dreht sich alles um den Zauber der weißen Weihnacht.
Die Vorstellung einer Verknüpfung von Weihnachten und Schnee ist noch gar nicht so alt. Erst ab Mitte des 19. Jahrhunderts begann man, das Bild der romantischen weißen Weihnacht in der Druckgrafik, in Büchern und auf Grußkarten zu zeichnen.Neben diesen Druckerzeugnissen wird Winter-Spielzeug zu sehen sein, denn fürsorgliche Puppenmütter schicken ihre Schützlinge nur mit warmer Winterkleidung hinaus in die Kälte, während Jungen an Schneelandschaften für Spielzeugautos und Modellbahnen basteln. Gleichermaßen faszinierend für beide Geschlechter ist hingegen der Blick in die Miniaturwelten der Schneekugeln. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht wie immer ein originaler Christkindlesmarktstand. Er ist dekoriert mit Ausstellungsmaterial zum Thema und mit Spielwaren der 1920er bis 1950er Jahre aus den Beständen des Spielzeugmuseums. Historische Ansichten und stimmungsvolle Fotos des verschneiten Christkindlesmarktes und des winterlichen Nürnberg ergänzen die Schau.
Tauchen Sie nach dem Bummel über den Markt in die ruhige (und beheizte!) Atmosphäre der Ehrenhalle ein. Der Eintritt ist frei.