museen der stadt nürnberg

Die wichtigsten Ausstellungen und Veranstaltungen des Spielzeugmuseums im Jahr 2008.

Spielzeugmuseum

Archiv 2008

Spielzeugbude auf dem Christkindlesmarkt, um 1835.

Budenzauber
Miniaturen und Ansichten vom Christkindlesmarkt

Ausstellung in der Ehrenhalle des Rathauses

30. November 2007 bis 4. Januar 2008

Seit gut 400 Jahren findet in Nürnberg der Christkindlesmarkt statt. Von nah und fern strömen Besucher herbei, um Weihnachtseinkäufe zu erledigen und sich von der besonderen Stimmung des weltberühmten Markts bezaubern zu lassen.

Im reizvollen Ambiente des historischen Rathauses lädt die Weihnachtsausstellung des Spielzeugmuseums und des Marktamts der Stadt Nürnberg zu einem ganz besonderen Spaziergang durch die Budenstadt ein: Zauberhafte Christkindlesmarkt-Buden der Nürnberger Miniaturistin Ursula Michalke ziehen den Betrachter in ihren Bann. Historische Ansichten und Fotografien zeichnen ein anschauliches Bild des Marktgeschehens seit dem 18. Jahrhundert. Besonderer Anziehungspunkt ist ein originaler Marktstand, dekoriert mit Spielzeug aus den 1920er Jahren.

Tauchen Sie nach dem Bummel über den Markt in die ruhige (und beheizte!) Atmosphäre der Ehrenhalle ein und begeben Sie sich auf eine kleine Reise in die Geschichte des Christkindlesmarkts! Der Eintritt ist frei.

30.11. bis 22.12.2007:
täglich 10 bis 17 Uhr
27./ 28.12.2007 und
02. - 04.01.2008:
10 bis 17 Uhr

Kaleidoskopwerkstatt: Schleife drum und fertig ist die bunte Röhre!

Blick in die bunte Röhre: Kaleidoskop-Werkstatt

Donnerstag, 3. Juni bis Samstag, 5. Juni 2008
jeweils zwischen 10 und 16 Uhr
Kursleiterin: Margit Mayer
Kursgebühr: EUR 1,- (inkl. Material), zzgl. Museumseintritt

Wie funktioniert eigentlich ein Kaleidoskop? Dieser interessanten Frage können Kinder vom 3. bis 5. Januar 2008 in einer Kaleidoskop-Werkstatt im Spielzeugmuseum nachgehen. Beim Basteln eines eigenen Kaleidoskops wird anschaulich die Funktionsweise eines der beliebtesten optischen Spielzeuge des 19. Jahrhunderts erklärt.

Erfinder des Kaleidoskops war der schottische Wissenschaftler David Brewster. In dem fernrohrähnlichen Gerät bewegen sich beim Drehen bunte Glassteinchen oder andere, meist transparente Materialien. Durch deren Spiegelung in einem Winkelspiegel entstehen symmetrische Bilder und Muster mit unendlichen Variationen. Das Kaleidoskop gehört zu den Spielsachen, die heute wiederentdeckt und mit neuer Gestaltung erhältlich sind. So war auf der Weltausstellung in Japan im Jahr 2005 das größte moderne Kaleidoskop mit 47 Metern Höhe zu bewundern.

Schachteldeckel für die Strickliesel J.W. Spear & Söhne, Nürnberg, 1926.

Stricken mit Liesel

Samstag, 12./ 19./ 26. Januar 2008, jeweils 14 - 17 Uhr

Kursleiterin: Monika Fiegl
Kursgebühr: EUR 5,- (inkl. Wolle und Strick-Liesel), zzgl. Museumseintritt

Seit 1926 ist die Strickliesel auf dem Markt. Generationen von Mädchen (und aucht etliche Jungen) wurden mit ihrer Hilfe an das Stricken herangeführt, verbindet doch dieses einfachen Gerät eine alte Handarbeitstechnik mit einer kindgerechten Form: Der Wollfaden wird zu Beginn im Uhrzeigersinn um die Schlaufen geschlungen. Maschen entstehen, wenn die Schlingen mit einer Stricknadel einzeln über einen hinter die Nägel gelegten Faden gehoben werden. So entstehen Schnüre und Kordeln, die zu Deckchen, Nadelkissen oder Puppenkleidung verarbeitet werden können.

Der Kurs ist für Kinder und Erwachsene gedacht.

Bitte beachten Sie:
Die Teilnehmerzahl für alle Kurse ist auf 10 Personen pro Nachmittag begrenzt. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich unter: (0911) 231 - 31 64 oder an der Museumskasse.

Historische Puppen gehören zum Börsenangebot.

Antikpuppenbörse im Museum

Sonntag, 24. Februar 2008, 10 - 16 Uhr

Schon zum dreizehnten Mal gibt es diese besondere Veranstaltung, die einmal jährlich stattfindet und stets von Irmgard A. Wolfermann organisert wird. Jedes Mal verwandelt sich das Spielzeugmuseum in ein Antiquitätengeschäft für antike Puppen und anderes sammelwürdiges Spielzeug. Etwa 40 Händler und Sammler aus der gesamten Bundesrepublik und anderen europäischen Ländern bereichern an diesem Tag die Ausstellungsräume des Museums. Mit ihren seltenen und begehrten Exemplaren, die alle käuflich sind, ziehen sie Sammler aus Nah und Fern an.

Ein Puppen- und Bärendoktor nimmt Reparaturen an oder "operieren" leichtere Fälle vor Ort. Christel und Rolf Pistorius sind Experten und Autoren in Sachen Teddybären und Steifftiere. Sie begutachten und bewerten mitgebrachte Plüschveteranen. Alte Puppen und Spielwaren können im Wert geschätzt werden. Dieser Service ist kostenlos. Es werden auch alte Spielzeuge angekauft.

Es ist nur der normale Museumseintritt zu bezahlen. Kostenlose Kinderbetreuung im Dachgeschoss. Um 15 Uhr lädt die Märchenerzählerin Ulla Konold zu einem Märchen der Gebrüder Grimm ein: "Das singende, springende Löweneckerchen".

Eisbär in nördlichen Regionen.

Laterna Magica im Museum

Vorstellungen mit der Laterna Magica gehörten im 19. und frühen 20. Jahrhundert zu den beliebtesten Vergnügungen im bürgerlichen Familienkreis. Bunte Bilder, mit der Zauberlaterne an die Wand geworfen, entführten in ferne Länder, illustrierten Märchen und amüsante Geschichten, stellten den Kindern aber auch die neuesten Errungenschaften der Technik vor.

Der Sammler Jochen Kümmerer erweckt im Museum diese zauberhafte Form der Unterhaltung zu neuem Leben. Mit einer historischen, leicht modifizierten Laterna Magica stellt er auf der Basis der originalen Texthefte drei Programme vor:

Sonntag, 30. März 2008

14.00 Uhr: "Komische Bilder mit lustigen Geschichten"
14.30 Uhr: "Die Rache des Elefanten"
15.00 Uhr: "Tiere aus aller Welt", Serie 1

Sonntag, 27. April 2008

14.00 Uhr: "Leben und Treiben in den Vereinigten Staaten"
14.30 Uhr: "Geschichten aus dem Struwwelpeterbuch"
15.00 Uhr: "Tiere aus aller Welt", Serie 2

In Kooperation mit dem Kunst- und Kulturpädagogischen Zentrum der Museen in Nürnberg (KPZ).

Titelbild Schaustück
"Schau-Stück" des Monats April 2008: Elektrischer Kinderkochherd der Firma Märklin & Cie. im Spielzeugmuseum.

Schau-Stück des Monats April 2008
Elektrischer Kinderkochherd

Gebr. Märklin & Cie.
Göppingen/ Württemberg, um 1908

Auch im Jahr 2008 setzen wir unsere Sonderreihe "Schau-Stück des Monats", in der wir Ihnen herausragende Exponate aus dem Besitz der Stadt Nürnberg vorstellen möchten, fort. Der April 2008 ist dem hochinteressanten kleinen Exponat im Spielzeugmuseum gewidmet. Dem um 1908 im Württembergischen Göppingen entwickelten elektrischen Kinderkochherd der Firma Gebrüder Märklin & Cie.

Der Kinderkochherd von Märklin mit Jugendstildekor und Löwentatzenfüßen ist einer der ersten elektrischen Kinderherde mit separat beheizbaren Kochstellen, die mit seitlich angebrachten Schaltern gesteuert werden konnten...

Für interessierte Museumsbesucher, die mehr über vollfunktionstüchtiges Lernspielzeug für Kinder in der Zeit um 1900, kleine Hausfrauen und Puppenmütter sowie die Göppinger Firma Märklin erfahren möchten, haben sich die städtischen Museen ein ganz besonderes Serviceangebot einfallen lassen.

Im Rahmen der Präsentation des Kinderkochherdes bietet das Spielzeugmuseum zwei kostenlose Spezialführungen an:

Termine

Dr. Marion Faber:
 
Freitag, 4. April 2008
16 Uhr
Dr. Helmut Schwarz:
 
Samstag, 27. April 2008
14 Uhr

Plakatmotiv unter Verwendung des Spiels "Schwing's Hämmerchen",
J.W. Spear & Söhne, Nürnberg, 1937.

Selbst ist das Kind
Basteln und Beschäftigungsspiele für Jungen und Mädchen

Ausstellung im Spielzeugmuseum
26. Oktober 2007 bis 25. Mai 2008

Seit Urzeiten haben Kinder Spaß am Basteln. Als erster Pädagoge entwickelte Friedrich Fröbel (1782-1852) für die frühkindliche Erziehung ein System von Beschäftigungsmitteln zum Nähen, Flechten, Malen oder Formen. Sein Prinzip, Kindern keine fertigen Formen vorzugeben, zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte von Bastel- und Beschäftigungsspielen. Bis weit ins 20. Jahrhundert hinein wurden Mädchen zu Nadelarbeiten und zum Weben angehalten. Jungen übten sich im Umgang mit Laubsäge und Schnitzmesser.

Die Ausstellung zeigt zahlreiche Beispiele häuslichen Bastelvergnügens der letzten hundert Jahre. Eigene Bastelarbeiten wurden besonders als Geschenke für die Familie gefertigt. Auch in Not- und Kriegszeiten waren meist nur selbst gebastelte Spielsachen verfügbar. Zum beliebten Freizeitspaß entwickelte sich ab den 1950er Jahren der Eigenbau von Fahrzeugen für Seifenkistenrennen. Mit Hilfe von Kindernähmaschinen und Stricklieseln kleideten Generationen von Mädchen ihre Puppen ein. Daneben bot die Spielwarenindustrie eine große Vielfalt von Beschäftigungsspielen zum Ausschneiden, Malen, Kleben oder Hämmern an. Und selbst im Computerzeitalter stellen Kinder immer noch gern ihre kreativen Fähigkeiten mit Schere, Kleber und Bohrer unter Beweis.

Häkeln, Sticken, Schneiden, Kleben: Illustration aus einem Handarbeitsbuch von 1910..

Museumspädagogisches Programm zur Sonderausstellung "Selbst ist das Kind"

Zur aktuellen Sonderausstellung des Spielzeugmuseums bietet das KPZ für für die 1. bis 4. Klassen sowie
für die Vorschule und Kindertagesstätten an:

"Spielend schöne Sachen machen"

Dauer: 90 Minuten

Los geht es mit einer kleinen Knetarbeit. Dabei wird innerhalb weniger Minuten ein unförmiges Stück Modelliermasse zu einem eigenwilligen und benennbaren "Gegenstand". Als einziges Werkzeug stehen uns unsere Hände zur Verfügung. Diese anfängliche Übung liefert die beiden Stichworte, die uns anschließend in der Ausstellung von Vitrine zu Vitrine leiten: Material und Werkzeug.

Dass zum Basteln und Gestalten beides gehört und dass sie auch nicht beliebig austauschbar sind, besprechen wir an Beispielen in den Vitrinen. Um die Zusammengehörigkeiten festzuhalten, gibt es auch Materialien und Werkzeuge zum Anfassen und Nebeneinanderlegen - Pinzette und Gummibuchstaben, Schere und Papier, Laubsäge und Sperrholz, Stricknadel und Wolle usw.. Anschließend startet eine große Papierfalt-Aktion. Aus vorbereiteten farbigen Ausschneidebögen entsteht ein Miniaturdorf zum Mitnehmen.

Als Robinson durch die Blaue Nacht: Verkleidungsaktion im Spielzeugmuseum.

Blaue Nacht im Spielzeugmuseum

Samstag 31. Mai 2008, 19 - 24 Uhr

Eine Insel mit zwei Bergen ...

Reif für die Insel? Das Spielzeugmuseum lädt die ganze Familie ein, sich mit selbstgefalteten Schiffen und kunstvollen Dampfern auf große Fahrt zu begeben. Am Ziel wartet eine Trauminsel, die jeder ganz nach seinem persönlichen Geschmack gestalten kann. Wer unterwegs strandet, findet Zuflucht in Robinsons Hütte, in der wichtige Requisiten fürs Überleben bereitliegen. Der moderne Robinson kann zur Erinnerung an sein Abenteuer auf der einsamen Insel ein Foto mitnehmen und eine digitale Flaschenpost an den Rest der Welt versenden.

Jim Knopf lädt ein zu einer fröhlichen Reise auf die Insel mit zwei Bergen in dem schönen Lummerland. Im Spielebereich warten spannende Reisespiele auf Spiellustige. Und wer zum Lachen gerne in den Keller geht, kann sich im unterirdischen Schattengewölbe mit witzigen Insel-Cartoons amüsieren.

In Kooperation mit dem Kunst- und Kulturpädagogischen Zentrum der Museen in Nürnberg (KPZ).

Phänomen Granit "Spielzeugmuseum".

Sammlerauto aus dem Spielzeugmuseum

Phänomen Granit "Spielzeugmuseum"

Zinkdruckguss - Modell im Sammlermaßstab 1:87
limitierte Einmalserie: 500 Stück
schwere Metallausführung mit leichtlaufenden Achsen und Gummibereifung, zweifarbige Lackierung mit dem Logo des Fördervereins des Spielzeugmuseums

Preis: 12,20 EUR

Dieses schöne Sondermodell der bekannten Nürnberger Firma BUB, exklusiv produziert für das Spielzeugmuseum, ist im Museumsladen erhältlich. Der komplette Verkaufserlös dieses von BUB gestifteten Modells kommt dem Spielzeugmuseum zugute.

Postversand ist gegen Vorauskasse (Verkaufspreis zuzüglich EURO 3,00 Versandpauschale) oder über Kreditkarte (Visa, Eurocard/Master Card) möglich.

Das Piccolo-Sondermodell Opel Blitz "Die Blaue Nacht 2008" von Schuco.

Piccolo Sondermodell Opel Blitz "Die Blaue Nacht 2008"

Anlässlich der Blauen Nacht 2008 präsentiert der Fürther Modellautohersteller Schuco das Piccolo-Sondermodell Opel Blitz "Die Blaue Nacht 2008". Das Zinkdruckgussmodell im Maßstab 1:90 ist mit dem Emblem des Nürnberger Spielzeugmuseums und dem Schriftzug "Die Blaue Nacht 2008" versehen. Aufgrund der weltweit auf 500 Stück limitierten Auflage ist dieses Modell ein Leckerbissen für jeden Schuco-Liebhaber und Piccolo-Sammler.

Die ersten 240 Stück stellte Schuco dem Förderverein des Nürnberger Spielzeugmuseums kostenlos zur Verfügung. Diese werden am 31.05.2008 exklusiv im Eingangsbereich des Spielzeugmuseums für EUR 15,- pro Stück zu haben sein. Der Verkaufserlös wird zu 100% dem Spielzeugmuseum zufließen.

Erst in der Vorweihnachtszeit werden die restlichen 250 Stück im Fachhandel erhältlich und erfahrungsgemäß schnell vergriffen sein.

Bastelaktion mit Revell-Modellen.

Revell-Modellbautag

Sonntag, 20. Juli 2008, 11 - 16 Uhr

Seit mehr als 50 Jahren ist der Modellbau in Deutschland untrennbar mit dem Namen Revell verbunden. Die Faszination der detailgetreuen Abbildungen großer technischer Errungenschaften ist bei großen und kleinen Bastlern über Generationen hinweg ungebrochen.

1947 schlug in Venice/California die Geburtsstunde des Plastikmodellbaus, als der amerikanische Konstrukteur und Firmengründer Lewis H. Glaser seinen ersten Modellbausatz auf den Markt brachte. Die große Begeisterung, mit der in den USA die neue Freizeitbeschäftigung aufgenommen wurde, führte 1956 zur Gründung des deutschen Tochterunternehmens mit Sitz in Bünde. Von dort aus wurden zunächst nur amerikanische und britische Originale vertrieben, bis im Jahr 1971 der erste in Deutschland entwickelte Modellbausatz auf den Markt kam.

An unserem Modellbautag können Kinder sich selbst als Modellbauer versuchen. Unter sachkundiger Anleitung können sie verschiedene Modelle der Easykit-Serie ohne Verklebung zusammenstecken. Mit diesen Einsteigermodellen für Kinder (Star Wars Raumschiffe, Autos), die nur aus wenigen Teilen bestehen, ist ein schneller Bastelerfolg garantiert. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, aber eine halbe Stunde Zeit sollten sich die Kinder schon nehmen. Die Teilnahme an dem Bastelkurs ist - außer dem üblichen Museumseintritt - kostenlos.

Titelbild Schaustück
"Schau-Stück" des Monats August 2008: Johann Konrad Böhmländer: Zauberkasten "Der Zauberer", um 1870.

Schau-Stück des Monats August 2008
Johann Konrad Böhmländer:
Zauberkasten "Der Zauberer"

Holz, Papier, Pappe, Blech
Nürnberg um 1870

Auch im Jahr 2008 setzen wir unsere Sonderreihe "Schau-Stück des Monats" fort, in der wir Ihnen herausragende Exponate aus dem Besitz der Stadt Nürnberg vorstellen.

Der August ist Johann Konrad Böhmländers Zauberkasten "Der Zauberer" gewidmet, der ab dem 1. August im Spielzeugmuseum zu sehen ist.

Nürnberg nimmt in der Entwicklung der Zauberkunst einen ganz besonderen Platz ein: Machte die Stadt sich bereits ab dem späten 17. Jahrhundert als Druckort für Zauberbücher einen Namen, erlangten im 19. Jahrhundert auch die dort hergestellten Zauberapparate einen hervorragenden Ruf. Einer der bekanntesten Nürnberger Zaubergerätehersteller war Johann Konrad Böhmländer, dessen breit gefächertes Zauber-Sortiment weltweit Absatz fand. Zeitgleich erlebte aber auch die Zauberkunst einen immensen Aufschwung. Die gewerblich gefertigten Zauberartikel wurden begeistert sowohl von professionellen Magiern, als auch privat von Kindern und Erwachsenen genutzt. Zur Standardausstattung damaliger Zauberkästen gehörten aus Holz gedrechselte Büchsen, präparierte Karten oder doppelwandige Behältnisse, wie sie sich auch in dem ausgestellten Zauberkasten wiederfinden.

Für interessierte Museumsbesucher, die mehr über die Geschichte des Zauberkastens, den Anlass seiner Entstehung und den Hersteller erfahren möchten, haben sich die städtischen Museen ein ganz besonderes Serviceangebot einfallen lassen.

Im Rahmen der Präsentation des August-Schau-Stücks bieten Dr. Helmut Schwarz, Leiter des Spielzeugmuseums, und Dr. Marion Faber, Spielzeugmuseum, zwei kostenlose Spezialführungen zum vorliegenden Werk an:

Termine

Freitag, 1. August 2008:
16 Uhr
Samstag, 31. August 2008:
14.30 Uhr

Selbst ist das Kind: Basteln mit Karton, Schere und Kleber.

Kartonmodellbautag

Samstag, 09. August, 11 - 16 Uhr

Modellbaubogen sind seit mehr als 150 Jahren beliebter Bastelspaß bei Kindern und Erwachsenen. Im 19. Jahrhundert begannen zahlreiche Populärgrafik-Verlag in Epinal/ Frankreich und Neuruppin/ Brandenburg sowie der Schreiber-Verlag in Esslingen mit der Produktion von Modellbaubogen. Die Schreiber-Modellbaubogen werden seit 1878 herausgegeben - seit 1999 im Aue-Verlag in Möckmühl - und sind damit die einzigen, deren Tradition noch in die Anfänge zurückreicht.

Am Kartonmodellbautag können sich Kinder im Spielzeugmuseum selbst als Modellbauer versuchen. Unter sachkundiger Anleitung von Edward Reif können sie verschiedene Modelle aus dem Aue-Verlag und anderen Herstellern ausschneiden und zusammenkleben. Es werden einfache bis mittelschwierige Modelle wie Gebäude, Tiere oder Fahrzeuge angeboten, auch Modelle vorgeführt und Informationen dazu gegeben. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, aber eine halbe Stunde Zeit sollte man schon mitbringen. Schere und Kleber werden gestellt. Als Ergebnis kann ein fertiges Modell mit nach Hause genommen werden.

Kostenbeitrag: 2,- EUR pro Kind.

Bitte recht freundlich: Ein Porträt mit der selbst gebauten Lochkamera entsteht.

Lochkamerawerkstatt: Fotos aus der Dose

Samstag, 2. und Sonntag, 3. August 2008

jeweils 10 - 16 Uhr

Aus einer Konservendose, einem Stück Karton, etwas Klebeband und einem Gummiring bastelt jeder Teilnehmer eine Lochkamera, auch Camera Obscura (von lat. Camera - Kammer und obscura - dunkel) genannt.

In die dunkle Konservendose kann durch ein kleines, in die Dose gebohrtes Loch Licht hineinfallen. Auf der dem Loch gegenüberliegenden Seite entsteht ein spiegelverkehrtes und auf dem Kopf stehendes Abbild. Zum Ablichten legen die Bastler noch ein Stück Fotopapier ein, und auf geht es zur Motivsuche. Die Fotografien werden gemeinsam in einer Dunkelkammer unter Anweisung entwickelt und dürfen mit der Lochkamera zusammen natürlich als Andenken mit nach Hause genommen werden.

Die Teilnahme an der "Lochkamerawerkstatt" ist im Museumseintritt inbegriffen. Für Materialkosten fallen jedoch zusätzlich 2,00 EUR an.
Kinder unter zehn Jahren sollten von einem Erwachsenen unterstützt werden.

Selbstgebastelte Schmuckstücke aus dem Museum.

Spielend Schmuck machen

Samstag, 23. August 2008, jeweils 14 - 17 Uhr

Kursleiterin: Schmuckdesignerin Carmen Berner
Kursgebühr: € 5,- (inkl. Materialverbrauch) zzgl. Museumseintritt

Wohin bloß mit den alten Spielsachen, mit denen Spielen keinen Spaß mehr macht oder dem kaputten Spielzeug, das man nicht wegwerfen möchte? Daraus können tolle Ketten, Ringe, Ohrringe, Armbänder oder einfach dekorative Objekte entstehen. Wir verarbeiten beispielsweise Puppenteile, Plastik- und Holzspielzeug, Playmobil, Lego, Spielkarten und -figuren. Ihr könnt aber auch Knöpfe, Glasperlen, Stoffreste usw. mitbringen, die wir dann mit Draht, Faden und anderen "Fundsachen" zu Schmuck werden lassen.

Der Kurs wendet sich an hauptsächlich an Kinder.

Bitte beachten Sie:
Die Teilnehmerzahl für alle Kurse ist auf 10 Personen pro Nachmittag begrenzt. Eine vorherige Anmeldung ist ratsam unter: (0911) 231 - 31 64 oder an der Museumskasse.

Armbrustschießen.

Allerlei Zeitvertreib

Samstag, 6. September 2008, 10 - 18 Uhr
Sonntag, 7. September 2008, 10 - 13 Uhr und 15 - 18 Uhr

Eine ruhige Hand und ein sicheres Auge sind gefragt, wenn an diesem Wochenende Jochen Kümmerer auf dem Außenspielbereich des Museums seinen attraktiven Spielestand aufbaut. Mit einer (völlig ungefährlichen) Armbrust können Kinder hier ihr Zielvermögen unter Beweis stellen. Mit dem "Schuss auf den Adler" folgen sie einem mittalterlichen Brauch, der nach damaligem Volksglauben bösen Geistern der Garaus machen sollte. Ebenfalls uralt sind verschiedene Geschicklichkeitsspiele mit Murmeln, die auf dem Außengelände des Museums ausprobiert werden können.

Nürnberger Gebäude aus Papier-Modellbaubogen,
J.F. Schreiber, Esslingen 1977.
Segelschiff S.M.S. Seeadler, Modell aus Kunststoff, Revell-Plastics, Bünde 1969.

Maßstab 1 : X
Die Welt im Modell

Ausstellung im Spielzeugmuseum
20. Juni - 12. Oktober 2008

Spielzeug wird allgemein als reales Abbild unserer Welt im Kleinen betrachtet. Wie genau aber tatsächlich die Wiedergabe des Alltags, der Wohnkultur und der Technik im Spielzeug ist, hängt wesentlich von Maßstäblichkeit und Detailgenauigkeit der Gegenstände ab.

Modellierbogen für Architektur- und Technikmodelle aus Papier gab es schon seit dem frühen 19. Jahrhundert als Spielmaterial für Kinder. Auch Puppenstuben mit Inneneinrichtungen, die im Größenverhältnis perfekt zueinander passten, sind vor 1900 überliefert. Und der Flugmodellbau für große und kleine Jungen etablierte sich bereits vor dem Ersten Weltkrieg. Doch die eigentliche Entwicklung zum vorbildgetreuen Spielzeug begann in den dreißiger Jahren: Die Wiking-Schiffsmodelle im Maßstab 1 : 1250 kamen auf den Markt. Der legendäre Mercedes-Silberpfeil aus Blech der Marke Schuco wurde als Studio-Auto in Montagekisten mit vielen technischen Besonderheiten und sogar Minaturwerkzeug angeboten. Bei den Eisenbahnen eröffnete sich mit Einführung der Spurweite HO und Zügen im Maßstab von 1 : 87 eine perfekte Kombination von zwei Formaten.

Mit dem technischen Aufschwung des Metall- und Plastikspritzgusses nach dem Zweiten Weltkrieg ergaben sich völlig neue Möglichkeiten für absolut detailgetreue Nachbildungen von Autos, Motorrädern, Schiffen oder Flugzeugen als Fertigmodelle und Bausätze. Der Plastikmodellbau als Hobby hat heute weltweit Millionen von Anhängern bei Kindern und Erwachsenen. Seit den siebziger Jahren wächst auch die Fangemeinde der Sammlerinnen, die sich die perfekte Abbildung von Puppenhäusern und Miniaturen zum Hobby gemacht haben.

Zur Ausstellung bietet das Kunst- und Kulturpädagogische Zentrum ein museumspädagogisches Programm für die Grundschulen an.

Sagenumwoben: die Nürnberger Kaiserburg.

Geister, Gaukler und Gespenster

Die Geschichtenerzählerin Ulla Konold entführt mit diesem eigens für das Spielzeugmuseum entwickelten Programm in die Welt der Sagen und Geschichten aus dem alten Nürnberg.
externer Link Ulla Konold im Internet
<http://www.maerchenundmehr.de>

Lebende Tote, Geister und Gespenster weben seit Jahrhunderten durch die mächtigen Mauern Nürnbergs, dieser Stadt, die Kaiser Karl die "vornehmste und bestgelegene" seines Reiches nannte.

Untermalt von geheimnisvoller Musik, erzählt Ulla Konold Sagen und Geschichten aus Nürnberg. Auf dem Spaziergang durch die Jahrhunderte - von Bildprojektionen stimmungsvoll umrahmt - begegnen die Besucher Kaiser Karl, dem Nusskaspar, der weißen Frau und vielen anderen Gestalten, deren Name und Schicksal auf immer mit Nürnberg verbunden ist.

Die beiden etwa halbstündigen Programme finden im "Schattenreich", dem stimmungsvollen historischen Kellergewölbe des Museums, statt. Die Teilnehmerzahl ist auf etwa 30 Personen begrenzt.

Termine:

Sonntag, 26. Oktober 2008: Sagen, Teil II
jeweils 15 und 16 Uhr

Spielen im Kinderbereich "Kids on Top".

Spiele-Marathon

Samstag, 1. November 2008, 14 bis 17 Uhr

Wolkenverhangener Himmel, kalter Wind und Nieselregen sind eine sehr verlockende Einladung für einen gemütlichen Spielenachmittag mit Familie und Freunden. Gelegenheit hierzu bietet das Spielzeugmuseum, wo die Deutsche Spielzeugstraße am Samstag, den 1. November, zu einem Spiele-Marathon einlädt. Das Spiel-Team um Dorothea Beck hat jede Menge Familienspiele im Gepäck, die unter Anleitung nach Herzenslust ausprobiert werden können. Ob Brett-, Karten- oder Quizspiele - jede Altersklasse sollte in der Spielesammlung fündig werden. Bemerkenswert ist, dass viele dieser spannenden Spiele von fränkischen Herstellern wie HABA, Drei Magier oder Noris-Spiele stammen.

Wer eine kurze Spielpause braucht, lässt es sich entweder bei Kaffee und Kuchen gut gehen oder schließt sich dem Museumsleiter Helmut Schwarz an, der den Besuchern im Museum einige Highlights der Spielzeuggeschichte vorstellen wird.

Natürlich erhalten die Besucher auch aus erster Hand Informationen über das vielfältige touristische Angebot entlang der Deutschen Spielzeugstraße, die zwischen Waltershausen und Zirndorf auf 300 km Länge alle wichtigen Stationen der beiden traditionsreichen Spielzeugregionen Franken und Thüringen verbindet.

Fußballspiel des Jahres 2008: Weykick.

Fußballspiel des Jahres 2008 -
die Nominierungen

Sonderpräsentation im Spielzeugmuseum
30. September - 26. Oktober 2008

Spaß für Jung und Alt bringt nicht nur das Kicken auf dem Platz. Seit gut einem Jahrhundert zählt auch Fußball zu einem beliebten Sujet bei Gesellschaftsspielen aller Art. "Kicker" oder "Tipp-Kick" kennt jeder, doch auch jenseits dieser höchst beliebten Spiele gibt es ausgezeichnete Spiele rund um die Lederkugel. Grund genug für die Deutsche Akademie für Fußball-Kultur, in der traditionellen Fußball- und Spielzeugstadt Nürnberg das "Fußballspiel des Jahres 2008" zu küren.
externer Link Deutsche Akademie für Fußball-Kultur
<http://fussball-kultur.org/v01/de/pub/index.html?navID=82&poolID=2801&IDS=QFYb8g3P>

Die Sonderpräsentation im 2. Obergeschoss stellt elf aktuelle Fußball-Spiele vor, die von der hochrangig besetzten Jury unter Leitung des Direktors des Spielzeugmuseums Nürnberg aus mehr als achtzig Vorschlägen ausgewählt wurden. Hauptkriterien der Bewertung waren Originalität, Ausstattung, Kommunikationsstärke, dauerhafter Spielreiz sowie der fußballerische Spielwitz.

Als eindeutiger Sieger ging das Geschicklichkeitsspiel "Weykick" aus den Diskussionen und spielfreudigen Erprobungen hervor. Bei diesem ebenso robusten wie rasanten Spiel (Autor: Ralph Kuhl, Verlag: Ulrich Weyel) versuchen die Kontrahenten, eine Kugel mit ihren Spielfiguren, die mittels starker Magnete an der Unterseite des Spielfelds bewegt werden, im gegnerischen Tor zu versenken. Ein Flächenspiel für Jung und Alt, das Konzentration, manuelles Geschick und eine gute Koordination von Auge und Hand erfordert. Lobende Erwähnungen sprach die Jury für das Kartenspiel "Teamwork Fußball" (Adlung Spiele, Autor: Michael Andersch) sowie für das Strategiespiel "Soccer Tactics World" (Stein-Thompson Games, Kanada) aus. Beide Spiele nähern sich ebenfalls auf originelle Weise der Faszination des großen Vorbilds an.

Ulla Konold erzählt.

Märchen im Museum

Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Kunst- und Kulturpädagogischen Zentrum (KPZ) der Museen in Nürnberg.

Gerade im Zeitalter der Medienflut tut es Kindern wie Erwachsenen einfach gut, sich in die zauberhafte Welt der Märchen entführen zu lassen. Bei Kerzenschein und untermalt mit exotischen Instrumenten inszeniert die Märchenerzählerin Ulla Konold einmal im Monat an einem Sonntagnachmittag bekannte und unbekannte Märchen aus aller Welt. Wer einen solchen Nachmittag miterlebt hat, kommt immer wieder gerne ins Museum zurück. Zusätzlicher Anreiz: Außer dem Museumseintritt fallen keine weitere Kosten an! Für Spenden sind wir allerdings dankbar.

Sonntag, 7. Dezember 2008, 15 Uhr:

Marias kleiner Esel

Die Weihnachtsgeschichte nach einem Buch von Gunhild Sehlin

Es war einmal ein kleiner, fauler Esel, der lebte leicht verspottet und missachtet in Nazareth, bis er ins Haus von Maria und Josef kam. Dort gab es Liebe, Güte und ein großes Geheimnis, von dem die Tiere im Stall und die Vögel unter dem Himmel wussten. Eines Tages aber begann für Maria, Josef und den kleinen Esel eine gefährliche, mühsame Reise. Der kleine Esel aber trug eine kostbare Last, meisterte viele Gefahren und erreichte endlich den Stall von Bethlehem.

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