
Die etwa 4.000 Gemälde und 1.500 Skulpturen der Städtischen Kunstsammlungen reichen aus der Zeit vom 12. Jahrhundert bis in die Gegenwart und unterteilen sich in mehrere Sammlungsbereiche.
Gemälde und Skulpturen, die über Jahrzehnte, teilweise sogar über Jahrhunderte die Räumlichkeiten der alten Nürnberger Amtsgebäude schmückten, werden heute unter dem Begriff "Rathausgalerie" zusammengefasst. "Probestücke", die Künstler dem Nürnberger Rat abgeben mussten, um als Maler in Nürnberg arbeiten zu dürfen, Gemälde, die der Reichsstadt Nürnberg als Gastgeschenke überreicht wurden und Gemälde, die die Reichsstadt zur Ausstattung ihrer Amtsgebäude erwarb, Kopien geschätzter Meisterwerke, die sie zur Ausstattung der Rathäuser anfertigen ließ und die sehr große Anzahl an Stiftungen und Geschenke von Nürnberger Patriziern an ihre Heimatstadt, bilden zusammen den Grundstock der Städtischen Kunstsammlungen.

Werke von Hans Baldung Grien, Rembrandt Harmenszoon van Rijn, Albrecht Dürer, Roelant Savery, Christian Wilhelm Ernst Dietrich und die wertvollen Glasgemälde aus den historischen Rathäusern sind hier zu nennen. Aber auch das berühmte Nürnberger Ratssilber mit Werken von Peter Flötner und der figürliche Rathausschmuck zählen hierzu mit Arbeiten von Peter Vischer d.Ä. und Christoph Jamnitzer und der berühmten Figurengruppe der Gerichtsszene von Hans Schwarz.
Diese Sammlung erfährt auch heute noch Ergänzungen. Jeder Oberbürgermeister wird von einem anerkannten Künstler für die Rathausgalerie porträtiert (aktuell Manfred Hürlimann, Oberbürgermeister Dr. Peter Schönlein und von Michael Cleff III, Oberbürgermeister Ludwig Scholz).


In den Jahren von 1884 bis 1889 errichtete die Stadt Nürnberg ein neues Rathaus an der Theresienstraße. Zusammen mit Leihgaben des Germanischen Nationalmuseums, einigen Rücknahmen von städtischen Leihgaben und Neuerwerbungen wurden die Amtsräume im neuen Rathaus mit Gemälden und Skulpturen repräsentativ ausgestattet.
Zwischen 1890 und 1908 konnte die Stadt wieder einen deutlichen Zuwachs an Gemälden und Skulpturen verzeichnen. Dabei handelt es sich großenteils um Stiftungen und Geschenke. Da die Unterbringung der ständig wachsenden Sammlung in den Amtsräumen des Rathauses immer größere Probleme bereitete, wurden ab 1910 große Teile der Kunstsammlungen im Künstlerhaus präsentiert. Doch bereits 1920 wurden auch diese Räume zu eng, so dass man die Sammlung teilen musste und aus dem Bestand der Städtischen Kunstsammlungen diejenigen Arbeiten herausnahm, die von Nürnberger und fränkischen Künstlern stammten. Unter dem Stichwort "Städtische Galerie" wurden von nun an nur noch die verbliebenen Gemälde im Künstlerhaus ausgestellt.
In den 1920er Jahren verstärkte der damalige Nürnberger Oberbürgermeister Dr. Hermann Luppe die Sammlungsaktivitäten und erwarb Gemälde und Skulpturen von damals modernen internationalen, aber vor allem deutschen Künstlerinnen und Künstlern. Werke von Karl Schmidt-Rottluff, Hans Purrmann, Wilhelm Trübner und Otto Dix zählten zu den Glanzlichtern in dieser Sammlung. Diese Sammlung wurde 1968 abgeschlossen.