

3. März bis 24. Juli 2011
Dr. Pablo de la Riestra zeichnet, fotografiert und forscht. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Architektur seiner Wahlheimat Nürnberg. Der Architekturhistoriker aus Argentinien bevorzugt beim Zeichnen streng frontale Ansichten und Isometrien. Die Genauigkeit und die Farbgebung seiner Zeichnungen sind bestechend.
Die Ausstellung umfasst etwa sechzig handkolorierte Tuschezeichnungen und gibt einen Einblick in die Zeichentechnik und Arbeitsweise von Dr. Pablo de la Riestra. Die Ausstellung widmet sich Bauwerken in der Nürnberger Altstadt, aber auch Gebäude außerhalb der Stadtmauer finden Berücksichtigung. Prominenten Raum nimmt der Stadtteil St. Johannis ein.
Die aus ihrer Umgebung losgelösten Baudenkmale und Gebäude entwickeln beim Betrachten ein nie gekanntes Eigenleben und entfalten so ihren ganzen Reichtum. Das Wissen des Architekturhistorikers und das Können des Zeichners verbinden sich zu einem neuen Blick auf Bekanntes.
Ein Katalogband und ein Veranstaltungsprogramm ergänzen die Ausstellung.
Informationen zum Begleitprogramm finden Sie im Archiv des Stadtmuseums Fembohaus.
Archiv 2011
<http://www.museen.nuernberg.de/fembohaus/archiv/2011.html>
Carl Ludwig Schubart
1857/1859
Öl auf Leinwand
Bis 20. November 2011
Auch im Jahr 2011 setzen wir unsere beliebte Sonderreihe "Schaustück des Monats" fort, in der wir Ihnen besondere Exponate aus dem Besitz der Stadt Nürnberg vorstellen. Der November ist Carl Ludwig Schubarts Ölgemälde "Englische Reisegesellschaft" aus den Jahren 1857/1859 gewidmet, das bis zum 30. November 2011 im Stadtmuseum Fembohaus als Schaustück in der aktuellen Sonderausstellung "Sehnsucht Nürnberg. Die Entdeckung der Stadt als Reiseziel in der Frühromantik" präsentiert wird.
Das Gemälde illustriert das Thema Reisen in der Mitte des 19. Jahrhunderts. In der Zeit davor verstand man unter Reisen vor allem die "Grand Tour" der Adeligen und Reichen. Erst jetzt etablierte sich die "Bildungsreise" für breitere Bevölkerungsschichten. In Schubarts Gemälde ist in felsiger Landschaft eine "Reisegesellschaft" zur Rast vereinigt. Der einzige nicht städtisch gekleidete Mann ist der Reiseführer. Trotz der sommerlichen unbeschwerten Stimmung blicken bis auf den Reiseführer und das kleine Mädchen im Vordergrund alle griesgrämig drein und lesen dabei jeweils intensiv in einem roten Buch. Keiner der Reisenden nimmt die weite Landschaft oder die nähere Umgebung wahr oder teilt seine Erlebnisse anderen mit. In dem roten Buch ist unschwer der sogenannte "Baedeker" zu erkennen - damals der klassische und am verbreitetste Reiseführer. In der Mitte des 19. Jahrhunderts war es noch immer ungewöhnlich, aufwendig, sehr kostspielig und sehr anstrengend zu reisen. 1857 nimmt Schubarts witziges Gemälde bereits ein Phänomen vorweg, das - gerade angesichts des heutigen Massentourismus' - recht vertraut anmutet: Reisen wird zum prestigeträchtigen Konsumartikel, bei dem die Erweiterung des eigenen Horizonts und das Interesse für fremde Kulturen mitunter nachrangig werden kann.
Für interessierte Museumsbesucher, die mehr über das Werk, den Maler sowie seine Geschichte erfahren möchten, haben sich die städtischen Museen ein ganz besonderes Serviceangebot einfallen lassen:
Im Rahmen der Präsentation des November-Schaustücks bietet Dr. Ursula Kubach-Reutter, Leiterin der Gemälde- und Skulpturensammlung der Stadt Nürnberg, zwei kostenlose Spezialführungen an:
Mitwirkung an der Ausstellung:
25. August bis 20. November 2011
Ausstellung der Graphischen Sammlung im Stadtmuseum Fembohaus
Weitere Informationen zu dieser Ausstellung:
Stadtmuseum Fembohaus Archiv 2011
<http://www.museen.nuernberg.de/fembohaus/archiv/2011.html>