zurück

Ausstellung

Sieger Kategorie "Bayern Land und Leute": Der Bierholer. Bildnachweis: Günter Distler

weitere Bilder

8. Mai bis 3. Juni 2018

Pressefoto Bayern 2017

Der seit 1999 vom BJV bayernweit ausgerichtete Wettbewerb "Pressefoto Bayern" würdigt die Arbeiten von Foto-Journalistinnen und -Journalisten, die das weiß-blaue Zeitgeschehen im Bild festhalten und damit aussagekräftige Dokumente über das aktuelle Tagesgeschehen hinaus schaffen. Damit lenkt der BJV erneut die Aufmerksamkeit auf die schwieriger werdenden Arbeitsbedingungen für feste und vor allem freie Bildjournalisten.

Im Vorwort des diesjährigen Katalogs würdigt der BJV-Vorsitzende Michael Busch die Arbeit der Bildjournalisten mit folgenden Worten: "Pressefotografen stellen für Print- und Onlinemedien reproduktionsfähige Bilder von Personen, Vorgängen oder Ereignissen her. Sie sind die Lichtbildner des Zeitgeschehens." Sehr einfach und nüchtern klingt diese Aussage, die sich in diversen Lexika findet. Sie ist nicht falsch, aber sie sagt wenig über diese Art der Fotografie, wenig über die Menschen, die diese Profession ausüben. Denn Pressefotografen sind deutlich mehr.

Sie versuchen immer wieder diesen einen Moment einzufangen, den Augenblick, der eine ganze Geschichte erzählt. Sie sind Kreativkünstler, denn ohne sie würde es immer nur ein und dieselbe Aufnahme der Person, des Vorganges, des Ereignisses geben. Immer wieder neue Perspektiven wählen, Kleinigkeiten hervorheben, das ist das Besondere bei den Pressefotografen. Und das in der Regel mit einer engen zeitlichen Vorgabe. Zum Teil bedingt durch das Ereignis an sich, weil dieses eben nicht mehr reproduzierbar ist, zum Teil durch den immer dichter werdenden Terminkalender, der eine zusätzliche Belastung für die Fotografen darstellt.

Es sind keine Studioaufnahmen, keine gestellten Bilder, die das gute Pressefoto ausmachen. Es sind vielmehr das geschulte Auge, die Beherrschung der Technik und das Wissen guter Journalisten. Als Lichtbildner des Zeitgeschehens tragen sie aber auch eine große Verantwortung, weil sie damit Wahrheiten in die Öffentlichkeit tragen und vermeintliche Wahrheiten enthüllen.

Zur Ausstellung liegt ein kostenloser Katalog zum Mitnehmen aus.

Kosten
Außer dem Museumseintritt fallen keine weiteren Kosten an.