Energiesparprojekte im Museum Industriekultur

In diesem Bereich der Museumshalle wird auf LED-Technik umgestellt.

Die Beleuchtungssanierung mit LED-Technik 2015

Die vorhandenen 74 Halogenstrahler (1000 Watt) wurden bzw. werden gegen LED Strahler (ca. 136 Watt) ausgetauscht. Sie befinden sich im Bereich der so genannten Museumsstraße, einem Ausstellungsraum ohne Tageslichtanteil, verteilt über eine Fläche von ca. 1.000 m². Bei dem Austausch erhält jeder Strahler eine Einzelschaltung. Über ein Schaltpult können zukünftig einzelne Felder bzw. Strahler je nach Bedarf eingesetzt werden.

Durch den Wechsel von konventionellen Leuchten zu LED-Leuchten wird die Stromeinsparung  in diesem Teilbereich 86 % betragen. Dies sind ca. 224.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Bei einer angenommenen Lebensdauer von 20 Jahren ergibt sich, über die gesamte Laufzeit gerechnet, eine Einsparung von ca. 2.600 Tonnen CO2.

Dies entlastet nicht nur den städtischen Haushalt sondern stellt einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz dar. Zusätzlich wird durch die höhere Lebensdauer der LED-Leuchten der Wartungsaufwand verringert - eine weitere Kostenersparnis. Die Amortisationszeit der Maßnahme beträgt ca. 4 Jahre.

Das Förderprogramm: "Einbau von hocheffizienter LED-Beleuchtungstechnik im Bestand"

Die Maßnahme wird durch die Klimaschutzinitiative "Klimaschutztechnologie bei der Stromnutzung" des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) mit 30% der Kosten bezuschusst.

Die Antragstellung erfolgte beim Projektträger Jülich (PTJ) durch das Kommunale Energiemanagement in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Elektrotechnik im Hochbauamt.

Förderkennzeichen:  03K00142

Weiterführende Links:
www.bmu-klimaschutzinitiative.de
www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen.de

Das Projekt "Holzpellets-Anlage"

Im Verwaltungsgebäude des Museums Industriekultur wurde im Oktober 2006 eine Holzpellets-Kesselanlage mit einer Leistung von 220 kW installiert. Im Museumsgebäude befindet sich zusätzlich eine erdgasbefeuerte Heizkesselanlage. Über eine Verbindungsleitung zwischen beiden Heizzentralen ist ein Nahwärmeverbund hergestellt. Die Holzpelletsanlage versorgt die Verwaltung und liefert die Grundlast der Heizwärme für das Museum und die benachbarte Tafelhalle. Bei Wartungsarbeiten oder Störung liefert die Gasheizung die notwendige Wärme für beide Gebäude.

Die Holzpellets-Presslinge (Biomasse) werden aus trockenem, naturbelassenem Restholz hergestellt. Sie haben einen sehr niedrigen Wassergehalt, eine hohe Energiedichte und können emissionsarm verbrannt werden. Biomasse ist eine Kohlendioxid(CO2)-neutrale, nachwachsende Energiequelle und darüber hinaus ein krisensichererer Brennstoff, der regional erzeugt wird und zugleich die Importabhängigkeit mindert.

Die Holzpelletsanlage spart im Jahr ca. 200 Tonnen Kohlendioxid(CO2) ein und ersetzt im gleichen Zeitraum etwa 100.000 Liter Heizöl.

Das Projekt wurde initiiert durch die Stadt Nürnberg:

  • 3. Bürgermeister / Geschäftsbereich Umwelt, Umweltamt
  • Baureferat
  • Kommunales Energiemanagement, Hochbauamt
  • Heizungs-, Klima-, Lüftungstechnik, Hochbauamt

Gefördert wurde das Projekt durch das CO2-Minderungsprogramm der N-ERGIE