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Führung

Ausstellungstafeln im Memorium Nürnberger Prozesse. Foto: Annika Seifert
Freitag, 5. Oktober 2018, 16 Uhr

Von Versailles nach Leipzig

Sonderführung durch das Memorium Nürnberger Prozesse

Durch Deportationen, Zwangsarbeit und Übergriffe von Soldaten waren Zivilisten von der entfesselten Gewalt des "Großen Kriegs" betroffen. Diese und weitere Verstöße deutscher Militärs gegen die "Gesetze und Gebräuche des Landkriegs" sollten nach dem Willen der Siegermächte von alliierten Gerichten geahndet werden. Doch zu der im Friedensvertrag von Versailles vereinbarten Auslieferung mutmaßlicher deutscher Kriegsverbrecher kam es nicht. Stattdessen eröffnete das Reichsgericht in Leipzig ab 1921 Strafverfahren gegen deutsche Soldaten und Offiziere.

Die Sonderführung durch das Memorium Nürnberger Prozesse zeigt, welche Bedeutung der Erste Weltkrieg und die Pariser Friedenskonferenz für das Völkerstrafrecht besaßen und welche Lehren daraus für die Ahndung nationalsozialistischer Kriegsverbrechen gezogen wurden. Thematisiert wird aber auch, wie die 1945 vor dem Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg Angeklagten das Kriegsende 1918 erlebten und deuteten.

Dr. Astrid Betz ist Theaterwissenschaftlerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin des Memoriums Nürnberger Prozesse.

Weiterer Termin
Samstag, 10. November 2018, 11 Uhr

Um Anmeldung wird gebeten unter Tel (0911) 321 - 7 93 72 oder per E-Mail
memorium@stadt.nuernberg.de

Veranstaltungsreihe "Der Preis des Friedens"

Kosten
Eintritt frei