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Vortrag

Vorbeimarsch jugoslawischer Partisanen an der Ehrentribüne in Belgrad, 1945. Bildnachweis: bpk 50140005
Donnerstag, 18. Mai 2017, 19 Uhr

Zwischen Ahndung und Integration.
Der Umgang mit den NS-Verbrechen in Jugoslawien (1943-1948)

Referentin: Dr. Sabina Ferhadbegovic

Noch vor Kriegsende begannen Titos Partisanen damit, Strafprozesse gegen die deutschen Besatzer und ihre Helfer in Jugoslawien vorzubereiten. Dabei hatten die Verfahren nicht nur das Ziel, die nationalsozialistischen Verbrechen zu ahnden. Die Prozesse waren ein Mittel, um die von Krieg und Bürgerkrieg gespaltene jugoslawische Gesellschaft zu integrieren. Zugleich boten die Militärgerichte zur Aburteilung der Kriegsverbrecher die Möglichkeit, die neue sozialistische Justiz zu erproben und durchzusetzen. Der Vortrag geht auf die Bedeutung der Kriegsverbrecherprozesse ein und verdeutlicht, welchen Einfluss sie für die jugoslawische Gesellschaft besaßen.

Dr. Sabina Ferhadbegovic ist Historikerin und Leiterin des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekts "Tribunale. Kriegsverbrecherprozesse im sozialistischen Jugoslawien" an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Sie veröffentlichte zahlreiche Beiträge zur Geschichte Südosteuropas.

Kostenlose Platzkarten sind frühestens vier Wochen vor Veranstaltungstermin an der Kasse des Memoriums erhältlich oder können unter Telefon (0911) 321 - 79 372 reserviert werden.
Reservierte Karten müssen spätestens 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn abgeholt werden.

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Kosten
Eintritt frei