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Gesprächsrunde

Die polnische Zeugin Wladislava Korolewska im Zeugenstand. An der Widerstandskämpferin waren seit August 1942 im KZ Ravensbrück Experimente an den Beinen vorgenommen worden. Bildnachweis: United States Holocaust Memorial Museum
Sonntag, 3. Dezember 2017, 11 Uhr

Ethische Verantwortung in der Medizin
70 Jahre Nürnberger Kodex

2017 jährte sich zum 70. Mal die Verkündung des Urteils im Nürnberger Ärzteprozess. Die Prozessdokumente waren erschütternd und offenbarten im Verlauf des Prozesses die Fakten der NS-Selektionspolitik sowie der menschenverachtenden NS-Medizinforschung. Ermordung, Sterilisation und lebenslange Schäden waren die Folgen dieser Politik. Das Urteil im Ärzteprozess enthielt ethische Richtlinien, die als Nürnberger Kodex bekannt wurden. Diese zielten darauf ab Medizinverbrechen in Zukunft zu vermeiden. 70 Jahre später stellt sich die Frage, inwiefern ethische Regeln in der Medizinforschung sowie im Alltag beispielsweise in der Sterbehilfe heute eingehalten werden.

Prof. Dr. med. Andreas Frewer, Leiter des Fachbereiches Medizinethik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), Prof. Dr. Heiner Bielefeldt, Inhaber des Lehrstuhls für Menschenrechte und Menschenrechtspolitik an der FAU, und Prof. Dr. med. Hannes Wandt, ehemaliger Leiter der Abteilung für Knochenmarktransplantationen am Klinikum Nürnberg, stellen sich den Fragen der Historikerin Dr. Astrid Ley, stellvertretende Leiterin der Gedenkstätte Sachsenhausen.

Kostenlose Platzkarten sind an der Kasse des Memoriums erhältlich oder können unter Telefon (0911) 321 - 79 372 reserviert werden.

Hinweise zur Barrierefreiheit:
Ein Aufzug für Rollstuhlfahrer/innen befindet sich im Eingangsbereich. Gebärdendolmetscherinnen sind anwesend.

Kosten
Eintritt frei