Ausstellungsgestaltung

Blick in Hauptachse des ersten Ausstellungsraums.

Der Hauptraum des Memoriums über dem historischen Saal 600 dokumentiert das Kernstück der Ausstellung, den Hauptprozess. Die Ausstellungselemente fügen sich zu einer Rauminstallation, die symbolisch das juristische Ringen der am Prozess beteiligten vier Anklägernationen widerspiegelt (Gestaltung: Büro Müller-Rieger, München).

Die eingebaute Ausstellungsarchitektur besteht aus hinterleuchteten Parallelogrammen, die sich in unterschiedliche Richtungen neigen - einerseits korrespondierend zur Schräge des Dachstuhls, andererseits transluzid und schwebend, wie die Papiere, die Beweismittel, die Protokolle und letztlich die Urteile, die geschrieben, gelesen, übersetzt und vervielfältigt wurden.

Der bis zum First einsehbare Dachraum bleibt weitgehend im Dunklen. Erhellendes Licht geben nur die hinterleuchteten Parallelogramme mit den Ausstellungsinhalten ab. Thematische Schwerpunkte gliedern gleichzeitig die Fläche:

In der Nordwest-Ecke sieht sich der Besucher mit den Angeklagten konfrontiert. Im Zentrum stehen hier die zwei originalen Anklagebänke, die auf hellen, nahezu schwebenden Flächen wirkungsvoll in Szene gesetzt sind. Kernstück der Ausstellung des Hauptprozesses ist die um eine Bodengrafik herum gruppierte Darstellung der Prozessparteien, deren Anordnung im Saal 600 die Grafik vermittelt. Die als Umfassung aufgestellten Ausstellungselemente sind den Strategien der Ankläger, Verteidiger, Zeugen, Dolmetscher sowie der Richter gewidmet.