zurück

500.000ste Besucher im Memorium

Henrike Claussen, Leiterin des Memoriums Nürnberger Prozesse, überreicht den 500.000sten Besuchern einen Katalog des Memoriums Nürnberger Prozesse sowie Nürnberger Lebkuchen. Foto: Andrea Danner

Sechseinhalb Jahre nach seiner Eröffnung konnte das Memorium Nürnberger Prozesse seine 500.000sten Besucher begrüßen. Die spanische Familie aus Madrid freute sich über freien Eintritt und ein kleines Präsent des Hauses. Jesus Pastor Gomez und Monica Dominguez Martin mit ihren beiden Kindern Eugenia und Gonzalo zählen zum großen Anteil ausländischer Gäste, die jedes Jahr die Dauerausstellung und den historischen Gerichtssaal der Nürnberger Prozesse in der Bärenschanzstraße 72 besuchen. Eugenia besucht die Deutsche Schule in Madrid und freute sich über den deutschen Katalog der Ausstellung, den Henrike Claussen, die Leiterin des Memorium Nürnberger Prozesse, ihr überreichte.

Rund 40% der mehr als 90.000 Besucher pro Jahr stammen aus englischsprachigen Ländern, insbesondere den USA. Aber auch die Anzahl west- und südeuropäischer, russischer sowie chinesischer Touristen wächst stetig. Lediglich ein Viertel der Gäste kommt aus Deutschland. Prof. Dr. Lehner, Kulturreferentin der Stadt Nürnberg, sieht hier die große internationale Bedeutung des Ortes bestätigt: "Der Nürnberger Schwurgerichtssaal ist ein weltweit einzigartiger Ort der Rechtsgeschichte. Hier begann 1945 die Praxis des Völkerstrafrechts, die den Grundstein für die Entwicklung der Internationalen Strafgerichtshöfe in der Gegenwart gelegt hat. Umso mehr freut es uns, dass der Saal in wenigen Jahren dauerhaft für Ausstellungsbesucher zugänglich sein wird." Das Memorium zählt zu den Erfolgsgeschichten der Museen der Stadt Nürnberg, wie Ingrid Bierer, Direktorin des Museumsverbunds, erläutert. "Neben der großen Zahl an Touristen nimmt auch die Anzahl der Buchungen von ausstellungsbegleitenden Bildungsangeboten zu. Der historische Ort der Nürnberger Prozesse ist schließlich auch ein wichtiger Lernort der Gegenwart."