Kunstluftschutz

Teile der Originaleinbauten sind auch heute noch zu sehen - so zum Beispiel die Räumlichkeiten für das Wachpersonal.

Der Kunstluftschutz, die beinahe vollständige Zerstörung Nürnbergs im Zweiten Weltkrieg und der Wiederaufbau der Stadt, sind die Hauptthemen bei den Führungen in dieser deutschlandweit einmaligen Bunkeranlage.

Tief im Fels des Burgbergs geborgen, überstanden die bedeutendsten Nürnberger Kunstschätze unbeschadet den Bombenhagel des Zweiten Weltkrieges.

In alten Felsengewölben – ehemaligen Bierkellern direkt unter der Kaiserburg – wurde bereits kurz nach Kriegsbeginn unter schwierigsten Bedingungen eine in Deutschland einzigartige Bergungsanlage geschaffen. Sie schützte unwiederbringliche Kunstwerke vor Feuer, Rauch, Gas und Plünderung und bewahrte sie so für nachfolgende Generationen.

In bis zu 24 Metern Tiefe entstand ein ausgeklügeltes System zur Entwässerung, Beheizung und Belüftung, das für optimale Bedingungen sorgte. Selbst Räume und Einrichtungen für Wachpersonal wurden nicht vergessen.

Bombensicher eingelagert waren im Kunstbunker so berühmte Nürnberger Sehenswürdigkeiten wie der Engelsgruß des Veit Stoß aus der Lorenzkirche, die Reichskleinodien oder das "Männleinlaufen" der Frauenkirche am Hauptmarkt.

Große Teile der Originaleinbauten im Kunstbunker, darunter Räume für das Wachpersonal, sind noch heute zu sehen.

Eine Fotodokumentation sowie original Bild- und Tonaufnahmen erinnern an die Bombenangriffe des Zweiten Weltkrieges, in denen das mittelalterliche Nürnberg zerstört wurde, und an den Wiederaufbau der Stadt nach dem Krieg.