
Film von Herbert Liedel mit historischen Passagen aus dem BR-Archiv, Studio Franken.
Jeden Sonntag um 11 Uhr im Museumskino Industriekultur
Der Film beleuchtet in 45 Minuten die Geschichte der Fürther Straße - von der Landchaussee zur pulsierenden Verkehrsader zwischen Nürnberg und Fürth. Hier fuhr die erste Eisenbahn in Deutschland, hier war die Wiege der Zweiradindustrie, und hier war mit Schuco der wichtigste Nürnberger Spielwarenproduzent ansässig. Hier saßen die alliierten Siegermächte zu Gericht über das nationalsozialistische Deutschland.
Im 19. Jahrhundert lagen hier die Villen der Nürnberger Hopfenhändler, dann machten Fabriken wie Hercules, Triumph, AEG u.a. die Fürther Straße zu einer Achse der Industrialisierung. In den letzten Jahrzehnten veränderte ein tiefgreifender Strukturwandel das Bild erneut - die genannten Fabriken verschwanden oder wurden verlagert. Wo einst Schrauben und Spielzeug produziert wurden, werden heute Daten verarbeitet. Die Straße, die Läden, die Cafés sind heute multikulturell geprägt. Eine Brezelbäckerei, ein Zauberer, viele interessante Läden machen einen Spaziergang entlang der Fürther Straße zum abwechslungsreichen Erlebnis. Und die Welt schaut wieder in die Fürther Straße, wo am 21. November 2010 als neue städtische Museumsinstitution am authentischen Ort, im Justizpalast, das Memorium Nürnberger Prozesse eröffnet wird.

An ein bis zwei Sonntagen im Monat,
halbstündlich zwischen 15 und 17 Uhr.
Dauer der Vorführung: ca. 15 Min.
In der vollständig betriebsbereiten Bleisatz-Druckerei im Stil der 1930er Jahre wird eine alte Technik wieder lebendig, die mit dem Einzug des Computers verschwunden ist. Bei den spannenden Vorführungen erfahrener Drucker können die Besucher selbst Hand anlegen.

Vorführung an ein bis zwei Sonntagen im Monat,
von 14 bis 17 Uhr.
In einer nach alten Stichen rekonstruierten Bleistiftwerkstatt sind einige Schritte der handwerklichen Fertigung zu sehen.
Ferner wird erläutert, wie sich die Bleistiftherstellung seit den ersten Funden des Graphits im Jahre 1562 entwickelt und verändert hat. Wer möchte, kann einen "historischen Bleistift" gegen eine Schutzgebühr mit nach Hause nehmen.

Vorführungen im Lern- und Spaßlabor für Kinder und Familien
Jeden Sonntag und an allen Dienstagen während der Ferien in Bayern von 14 bis 17 Uhr
Die Bayernweit wohl umfangreichste Computersammlung ist im Museum Industriekultur gelandet. Ein wesentlicher Teil dieser Bestände sind "historische" Spielecomputer und Videospiele. Anhand dieser Geräte lässt sich die 35jährige Entwicklung von simplen Spielen mit einfachster Grafik bis zu den hochkomplexen Designs aktueller Titel eindrucksvoll darstellen.
Die umfangreiche Sammlung enthält sowohl das erste Heimvideospiel als auch die Konsolen der neuesten Generationen. Dabei werden die Spielgeräte, darunter auch Originale aus den 1970er Jahren, nicht nur in Vitrinen ausgestellt - im Gegenteil: Die Besucher können und sollen sie sogar ausprobieren.
Fachlich angeleitet von Klaus Pompe, der die Sammlung zusammengetragen hat, pädagogisch unterstützt von Museumspädagoge Jürgen Zeh und den Lernwegbegleiter/innen des Bildungszentrums Stadt Nürnberg (durchwegs begeisterte "gamer") darf nach Herzenslust gespielt werden. Und alle erfahren unmittelbar: Elektronische Spiele machen nicht dick, dumm und aggressiv, sondern schlank, schlau und agil. Und alle interessierten erfahren höchst anschaulich die Geschichte der Computerspiele sowie die Hintergrundinformationen zu den ausgestellten Objekten.
Für Schulklassen hält das Kunst- und Kulturpädagogische Zentrum (KPZ) ein eigenes Angebot bereit. Näheres dazu finden Sie unter
www.kpz-nuernberg.de
<http://www.kpz-nuernberg.de/schule/1_mik.htm>