
Wilhelm Ritter, Nürnberg, 1900
Auch im Jahr 2009 setzen wir unsere Sonderreihe "Schaustück des Monats" fort, in der wir Ihnen herausragende Exponate aus dem Besitz der Stadt Nürnberg vorstellen.
Der Januar ist dem Nürnberg-Triptychon von Wilhelm Ritter gewidmet, das ab dem 2. Januar im Museum Industriekultur zu sehen ist.
Wilhelm Ritters Nürnberg-Triptychon war im Auftrag der Stadt Nürnberg für die Weltausstellung in Paris (1900) entstanden. Als zentrales Motiv des dreiteiligen, riesigen Aquarells ist die nord-westliche Teilansicht des Nürnberger Hauptmarktes aus der Vogelperspektive dargestellt. Die Seitenteile bilden Querschnitte mit Innenansichten zweier populärer Nürnberger Bauwerke ab, den "Henkersteg mit Wasserturm" und den "Hof des Gasthauses zur Goldenen Gans". Diese drei Nürnberg-Ansichten bildeten den Hintergrund für das eigentliche Exponat: das vom Nürnberger Hochbauamt geplante Modell einer Krankenhausanlage im Maßstab 1:20. Die Wände der einzelnen Gebäudemodelle waren zur besseren Einsicht geöffnet und gaben damit den Ausschlag für die schaubildartige Darstellungsweise des Nürnberg-Triptychons.
Für interessierte Museumsbesucher, die mehr über das Nürnberg-Triptychon, seine Geschichte und den Maler erfahren möchten, haben sich die städtischen Museen ein ganz besonderes Serviceangebot einfallen lassen:
Im Rahmen der Präsentation des Januar-Schaustücks bietet Dr. Ursula Kubach-Reutter, Leiterin der Gemälde- und Skulpturensammlung der städtischen Museen, zwei kostenlose Spezialführungen an.
Weitere Informationen zu diesem Schaustück können Sie als PDF-Datei herunterladen.
Schaustück: Nürnberg-Triptychon
PDF-Datei (1,4 MB)
<http://www.museen.nuernberg.de/download/download_industriekultur/schaustueck_200901_nuernberg_triptychon.pdf>
Weitere Informationen zum Schaustück des Monats
Gemälde- und Skulpturensammlung
<http://www.museen.nuernberg.de/skulpturen/archiv/2009.html>

Bilder und Dokumente zur Deutschen Sozialgeschichte
29. Oktober 2008 bis 01. März 2009
Eine Ausstellung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) in Zusammenarbeit mit dem Museum Industriekultur
Wer von einer Ausstellung liest oder hört, die sich mit der Entstehung und Entwicklung der Deutschen Sozialgeschichte beschäftigt, vermutet zunächst, dass es sich um ein eher trockenes und langweiliges Thema handelt. Dass es auch anders geht zeigt diese Ausstellung. Sie dokumentiert die lange und oft mühevolle Entwicklung sozialer Sicherungssysteme in Deutschland. Allerdings auf sehr anschauliche Art und Weise mit vielen Bildern, Dokumenten und nicht zuletzt den lebensgroßen weißen Figurengruppen des Bildhauers Josef Lang. Mit ihnen werden die Lebens- und Arbeitssituationen vor mehr als 100 Jahren wieder zum Leben erweckt.
Fotos, Verträge, Gesetzestexte, Zeittafeln und Plakate schicken den Besucher auf die Reise durch die Zeit und entfalten ein historisches Panorama von Lebens- und Arbeitswelten.
Die Ausstellung umfasst die Themenbereiche:
sowie die Figurengruppen Arbeitsunfall, Arbeiterwohnküche und Eisenwalzwerk.
Kostenlose Gruppenführungen für Schüler, Jugendliche und Erwachsene. Nur nach Anmeldung unter:
Kunst- und Kulturpädagogisches Zentrum der Museen in Nürnberg
Tel. (0911) - 13 31 - 241
Fax (0911) - 13 31 - 318
E-Mail: sozialgeschichte_bmas@web.de
Museumseintritt ist zu zahlen.
Kostenlose Führungen für Gehörlose und Hörgeschädigte. Nur nach Anmeldung unter:
E-Mail: sozialgeschichte_bmas@web.de
Kostenlose allgemeine Führung jeden Sonntag und an allen Feiertagen in Bayern um 15 Uhr
(nicht am 24.12.,25.12.,31.12.2008 sowie 01.01., 23.02. und 24.02.2009)
Museumseintritt ist zu zahlen.
Weitere Informationen zur Ausstellung finden oder erhalten Sie unter:
www.ausstellung.bmas.de
<http://www.ausstellung.bmas.de> und
sozialgeschichte_bmas@web.de


Flucht und Vertreibung im Europa des 20. Jahrhunderts
13. März bis 19. April 2009
Die Ausstellung zeigt Schicksale von Flucht und Vertreibung und durchmisst zeitlich und räumlich das Europa des 20. Jahrhunderts. Eine chronologische Linie bietet einen Überblick über die unterschiedlichen Erscheinungsformen von Flucht, Vertreibung und Genozid im 20. Jahrhundert. Diese Ereignisse werden jeweils in ihrem historischen Kontext behandelt. Neben den menschlichen Tragödien werden auch die kulturellen Verluste dargestellt. Zeitzeugenberichte reflektieren europäische Einzelschicksale.
Als Hauptursache für Vertreibungen ethnischer Gruppen und Minderheiten steht vor allem die Idee des ethnisch homogenen Nationalstaates. Menschen wurden auf den Weg gezwungen oder vernichtet, weil sich Staaten davon eine friedensfördernde Wirkung versprachen oder weil diese Gruppen gewaltsamen Hegemonialansprüchen im Weg standen. Rassismus und Antisemitismus waren unabhängig vom Nationalismus eigene Motive für Vertreibung und Vernichtung.
Dabei beschränkt sich die Ausstellung nicht auf einzelne Völker und Länder: Sie beleuchtet vielmehr das Schicksal Vertriebener in ganz Europa während des gesamten 20. Jahrhunderts. Der Fokus reicht vom Völkermord an den Armeniern in der Zeit des Ersten Weltkrieges bis zu den Vertreibungen im Balkankrieg der 1990er Jahre.
Die unterschiedlichen Beweggründe und Rahmenbedingungen für Vertreibungen werden am Beispiel folgender Schicksale sichtbar gemacht:

Hersteller: Willys-Overland, Toledo (Ohio/USA), 1943
1. bis 30. April 2009
Auch im Jahr 2009 setzen wir unsere beliebte Sonderreihe "Schaustück des Monats" fort, in der wir Ihnen herausragende Exponate aus dem Besitz der Stadt Nürnberg vorstellen.
Der April ist dem Willys Jeep gewidmet, der ab dem 1. April im Museum Industriekultur zu sehen ist.
Der erste echte Geländewagen der Welt war das Ergebnis eines Auftrages des US-Verteidigungsministeriums: Alle amerikanischen Automobilhersteller wurden aufgefordert, ein Fahrzeug zu entwickeln, das nicht mehr als 590 Kilogramm wiegen durfte, mindestens drei Sitze, hydraulische Bremsen, Allradantrieb sowie einen Vierzylindermotor haben sollte. Den Zuschlag bekam der Prototyp der Firma Willys-Overland. Er bot zwar wenig Komfort, war dank großer Bodenfreiheit und geringer Überhänge jedoch extrem geländegängig, robust konstruiert und leicht zu reparieren - und er kostete gerade mal 740 Dollar. Der Jeep des Museums Industriekultur diente viele Jahrzehnte lang der US-Army. Er gelangte schließlich nach Norwegen, wo er 1989 außer Dienst gestellt wurde und als Luftfracht nach Nürnberg kam. Hier spielte er eine Hauptrolle in der Ausstellung "So viel Anfang war nie - Wiederaufbau und Neubeginn", mit der er sogar auf Tournee ging.
Für interessierte Museumsbesucher, die mehr über das Schaustück, seine Geschichte und seine Herkunft erfahren möchten, haben sich die städtischen Museen ein ganz besonderes Serviceangebot einfallen lassen:
Im Rahmen der Präsentation des April-Schaustücks bietet Matthias Murko, Leiter des Museums Industriekultur, zwei kostenlose Spezialführungen an.
Weitere Informationen zu diesem Schaustück können Sie als PDF-Datei herunterladen.
Schaustück: Willys Jeep
PDF-Datei (1,9 MB)
<http://www.museen.nuernberg.de/download/download_industriekultur/schaustueck_200904_willys_jeep.pdf>


23. Mai 2009, von 0.00 bis 3.00 Uhr
Chansons über Mond, Sterne und den Zauber der Nacht
Erleben Sie zur späten Stunde im Museum Industriekultur Tabea Wollners "Mondsilbertaufe".
Das sind Stadt- und Matrosensongs, Kinder- und Liebeslieder, in denen der Himmelszauber der Nacht von großer Bedeutung ist, auch wenn er sich manchmal versteckt. Ob die "Seeräuber Ballade" von Brecht, Hildegard Knefs Ode an die "Sonne der Nacht" oder ein Kinderlied von Marlene Dietrich - Tabea Wollner zeigt in ihrem außergewöhnlichen Chansonprogramm, versehen mit einer Prise Melancholie und einer Portion Ironie, dass unsere Lieder ohne Mond und Sterne sehr arm an Poesie wären.
Am Klavier: Tobias Wollner.
Mehr zu Tabea und Tobias Wollner unter
www.tt-wollner.de
<http://www.tt-wollner.de>
Weitere Informationen zur Blauen Nacht
Congress- und Tourismus-Zentrale Nürnberg
<http://tourismus.nuernberg.de/v04/pub/index.html?navID=de252&IDS=o075kFfJ>


Mitmachausstellung zum Thema Geld
29. April bis 26. Juli 2009
Die Mitmach-Ausstellung "Mäuse, Money und Moneten" lädt Kinder, Familien und Schulklassen (1-6) zu einer sinnlichen Entdeckungsreise zum ausprobieren und mitmachen ein.
Vom Taschengeld über die EC-Karte, vom Sparbuch bis zum Aktienfond - ständig begegnen Kinder und Jugendliche im Alltag Situationen und Fragestellungen, die mit den Themen Geld und Wirtschaft zu tun haben. Warum gibt es überhaupt Geld? Was macht die Bank mit meinem Geld? Warum muss Geld stabil sein? Woher kommt das Geld? Und wieso kostet ein Gameboy mehr als eine Tüte Popcorn?
Alle begeh- und bespielbaren Mitmachstationen sind für Kinder, Jugendliche aber auch Erwachsene geeignet.
Termine
Sonntag, 24. Mai 2009
Sonntag, 28. Juni 2009
Sonntag, 12. Juli 2009
Sonntag, 26. Juli 2009
jeweils um 14.00 Uhr
Für die Familienführungen ist keine Anmeldung erforderlich.
2,00 EUR zuzüglich zum Museumseintritt
(Für Kinder bis zum 14. Lebensjahr ist die Teilnahme an der Führung frei)
Schulklassen und sonstige Kinder- und Jugendgruppen müssen sich zwingend vor ihrem Besuch der Ausstellung beim Kunst- und Kulturpädagogischen Zentrum (KPZ) anmelden, und einen Termin vereinbaren.
Die museumspädagogischen Begleitangebote sind auf die Jahrgangsstufen 1-6 ausgerichtet.
Die Ausstellung ist eine Produktion des Kindermuseums im FEZ Berlin.
Kindermuseums im FEZ Berlin
<http://www.fez-berlin.de>
Dank der Unterstützung der Kulturstiftung der Sparkasse Nürnberg sowie der Sparkasse Nürnberg selbst konnte sie nach Nürnberg geholt werden.
Schulklassen der Jahrgangsstufe 1-6 können an einem Gewinnspiel der Sparkasse Nürnberg teilnehmen.

Ferdinand Porsche, 1932
Auch im Jahr 2009 setzen wir unsere beliebte Sonderreihe "Schaustück des Monats" fort, in der wir Ihnen herausragende Exponate aus dem Besitz der Stadt Nürnberg vorstellen.
Der Juli ist dem Zündapp Volkswagen gewidmet, der ab dem 1. Juli auf der Museumsstraße zu sehen ist.
Er symbolisierte den wirtschaftlichen Aufschwung der 1950er Jahre und war des Wirtschaftswunders liebstes Kind. Er hat die Deutschen mobil gemacht und die große Reisewelle jenes Jahrzehntes ausgelöst. Seine runden Formen waren stilprägend und haben Designgeschichte geschrieben: Die Rede ist vom Volkswagen Käfer, der in seiner Zeit das meist gebaute Auto weltweit war. Sein Erfinder ist Ferdinand Porsche, dessen Vehikel zur Motorisierung der Volksmassen klein, aber technisch fein und dennoch kostengünstig sein sollte. Diese Vorstellung fand Anklang bei Friedrich Neumeyer, dem Chef der Zündapp-Werke, der Porsche schließlich mit der Herstellung des "Projekts Nr. 12", des sogenannten Zündapp Volkswagens, beauftragte. Dessen Prototypen besaßen bereits die "Käfertypischen" Merkmale rundliche Form und Heckmotor. Nach alten Plänen und einigen historischen Fotografien wurde ein Modell des Nürnberger Käfer-Urahns gebaut, das heute als absolutes Unikat im Museum Industriekultur zu sehen ist.
Für interessierte Museumsbesucher, die mehr über den Zündapp Volkswagen, seine Geschichte und Herkunft erfahren möchten, haben sich die städtischen Museen ein ganz besonderes Serviceangebot einfallen lassen:
Im Rahmen der Präsentation des Juli-Schaustücks bietet Matthias Murko, Leiter des Museums Industriekultur, zwei kostenlose Spezialführungen an.
Weitere Informationen zu diesem Schaustück können Sie als PDF-Datei herunterladen.
Schaustück: Zündapp Volkswagen
PDF-Datei (1,3 MB)
<http://www.museen.nuernberg.de/download/download_industriekultur/schaustueck_200907_zuendapp_volkswagen.pdf>


Arbeiten von Angelika Rinnhofer und Beatrice Haverich.
Ausstellung in der Fotogalerie vom 2. Juli bis 30. August 2009
Beide Fotografinnen stammen aus Nürnberg und wurden auch hier ausgebildet. Seit vielen Jahren leben und arbeiten sie erfolgreich in England bzw. in den USA und sind mit zahlreichen Ausstellungen und Publikationen an die Öffentlichkeit getreten.
Ihre aktuellen Arbeitsthemen und Motive setzen sich mit ihrer jeweiligen Nürnberger Vergangenheit und ihren Kindheitserinnerungen auseinander.
In den Serien Menschenkunde, Felsenfest und Seelensucht, die von Gemälden Albrecht Dürers und anderer Künstler der Renaissance beeinflusst sind, beschäftigt sich Angelika Rinnhofer mit den Themen Kunstgeschichte, Religion und Porträtfotografie.
Mit No Diving nimmt Beatrice Harverich die Atmosphäre und die Rolle von Jugendstilbädern aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts in ihren fotografischen Blick. Die Idee entstand aus ihren Kindheitserinnerungen an das Volksbad am Plärrer oder an das Stadionbad.
Völlig unterschiedliche Ansätze münden in eine Ausstellung voll spannender Gegensätze.

Tagung aus Anlass des Doppeljubiläums:
15 Jahre museen der stadt nürnberg
30 Jahre Industriekultur
Freitag, 18. und Samstag, 19. September 2009
Museen gehören untrennbar zur Identität einer Stadt. Kuriositätenkabinett, Musentempel, Lernort, Eventlocation - all diese waren Entwicklungsschritte dieser Institution. Einen Blick auf die Anforderungen des 21. Jahrhunderts zu werfen ist Sinn und Zweck dieser Tagung.
| 10.30 - 13.30 Uhr | Programm mit Open-House-Tours durch die museen der stadt nürnberg |
| 13.30 - 14.00 Uhr | Tagungsbüro und Begrüßung |
| 14.00 - 16.45 Uhr |
Die Zukunft der Vergangenheit - Aufgabe und Chancen des (Stadt)Museums Prof. Dr. Gottfried Korff Tübingen |
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Sprachlos oder Plaudertasche? Welche Sprache sprechen unsere Objekte? Dr. Volker Rodekamp Leipzig |
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| 18.00 - 21.00 Uhr |
Abendlicher Festvortrag Begrüßung und Einführung Prof. Dr. Julia Lehner Kulturreferentin der Stadt Nürnberg |
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Knopflöcher sammeln. Eine Anschaulichkeitsgrammatik für Kultur Prof. Dr. Hermann Glaser Nürnberg |
| 10.00 - 12.45 Uhr |
Welches Museum für wen? Besucher und Museen - zwei Welten prallen aufeinander. Léontine Meijer-van Mensch Amsterdam |
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Stadt-Marke. Das Museum als Alleinstellungsmerkmal? Prof. Dr. Jürgen Häusler Zürich |
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| 12.45 - 14.30 Uhr | Mittag |
| 14.30 - 17.30 Uhr |
Kultur und Kommerz - Museen als Wirtschaftsfaktor Prof. Dr. Klaus Siebenhaar |
| anschließend |
Podiums-Diskussion Wieviel Museum braucht eine Stadt? Prof. Dr. Gottfried Korff Dr. Volker Rodekamp Léontine Meijer-van Mensch Prof. Dr. Jürgen Häusler Prof. Dr. Klaus Siebenhaar Moderation: Dr. Matthias Henkel |
| Ende der Tagung |
Tagungsgebühr
25,- EUR/ 15,- EUR ermäßigt
Für die Teilnahme an der Tagung ist eine Anmeldung erforderlich. Bitte senden Sie dafür das ausgefüllte Anmeldeformular per Post oder Fax an:
museen der stadt nürnberg
Direktion
Museum Tucherschloss
Hirschelgasse 9-11
90403 Nürnberg
Fax: (0911) 231 - 54 22
museumsdirektion@stadt.nuernberg.de
Eine PDF-Datei mit weitere Informationen und dem Anmeldeformular können Sie hier herunterladen:
Flyer: Wieviel Museum braucht eine Stadt?
PDF-Datei (210 KB)
<http://www.museen.nuernberg.de/download/download_industriekultur/Wieviel_Museum.pdf>
Diese Tagung wird ermöglicht durch den Stifterkreis des Museums Industriekultur.


Ein Projekt von Heinrich Hartl und Herbert Liedel
Fotoausstellung vom 17. September bis 1. November 2009
Was kommt dabei heraus, wenn ein Nicht-Sehender seine Umwelt fotografiert?
Dieser Frage gingen der seit Geburt blinde Komponist und Pianist Heinrich Hartl und der Fotograf und Filmemacher Herbert Liedel nach. Sie begaben sich gemeinsam an Orte, die Heinrich Hartl ausgewählt hatte.
Hier fotografierte er mit einer vollautomatischen digitalen Spiegelreflexkamera mit Weitwinkelobjektiv, dessen Erfassungswinkel ungefähr dem Wahrnehmungsbereich des menschlichen Auges entspricht. Dabei leiteten ihn nicht optische Reize, sondern die Wahrnehmungen andere Sinnesorgane: Töne, Gerüche, Tasterlebnisse und intuitive Impulse waren die bestimmenden Kriterien bei den Aufnahmen. Eine Einflussname auf Heinrich Hartl im Moment des Auslösens erfolgte nicht.
So entstanden Bilder, die verblüffende, ungewöhnliche Zusammenhänge zeigen und neue Verbindungen knüpfen. Diese führen uns weg vom ganzheitlichen Sehen, weg vom visuell Definierten, abseits von konventionellen, allgemein verbindlichen Definitionen der Objekte hin zu andersartigen Formen, Flächen, Figuren und Gestalten.
Die Ausstellung im Museum Industriekultur eröffnet den Sehenden ganz unerwartete Perspektiven eines Blickes aus der Dunkelheit.
Für sehbehinderte Besucher werden einige so genannte taktile Reliefs von Fotos erstellt, die mit den Händen ertastet werden können.
Die Ausstellung wird unterstützt vom Rotarier Club Nürnberg-Neumarkt.

Lebkuchen backen im Museum Industriekultur
Ungewohnte Düfte von Honig, Kardamom und Zimt liegen in der Luft. In einer historischen Lebküchnerei fertigt ein Bäcker der Traditionsfirma Schmidt leckere Honiglebkuchen. Die noch warmen Köstlichkeiten verteilt er an kleine und große Naschkatzen - Probieren ist ausdrücklich erwünscht!
06.12./13.12./ 20.12.
jeweils von 14 - 18 Uhr
01.12./ 03.12./ 08.12./ 10.12./ 15.12./ 17. 12./ 22.12.
jeweils von 9 - 13 Uhr
Kinder und Eltern können in der Führung "Honig, Nuss und Mandelkern - Die Entstehung des Nürnberger Lebkuchens" allerlei Wissenswertes rund um die Geschichte und Herstellung des Nürnberger Traditionsgebäcks erfahren.
22.11./ 29.12./ 06.12./ 13.12./ 20.12.
jeweils um 15 Uhr
Märchenstunde für große und kleine Besucher mit "Geschichten rund um den Lebkuchen" gibt es an den Sonntagen:
06.12./ 13.12.
jeweils um 16 Uhr
Dieses Angebot ist im Museumseintritt enthalten.
Ein museumspädagogisches Angebot des Kunst- und Kulturpädagogischen Zentrums der Museen in Nürnberg "Der Nürnberger Lebkuchen - ein gar köstlich' Backwerk" richtet sich an die 1.-4. Klassen.
Anmeldung ist erforderlich. Buchung und Beratung über das Kunst- und Kulturpädagogische Zentrum der Museen in Nürnberg (KPZ)
Kunst- und Kulturpädagogisches Zentrum der Museen in Nürnberg
Tel. (0911) - 13 31 - 241
Fax (0911) - 13 31 - 318
E-Mail: schulen@kpz-nuernberg.de
Kosten:
Führung 25,- EUR pro Schulklasse zuzüglich Museumseintritt.

Ausstellung der Fotoszene Nürnberg
20. November bis 27. Dezember 2009
Wegen des großen Besucherinteresses wird die Ausstellung bis zum 17. Januar 2010 verlängert.
Die Fotoszene, ein Verbund der wichtigsten Nürnberger Fotografen, richtet den Fokus in diesem Jahr auf die Thematik "Nürnbergs Wandel durch Migration". Damit soll die Entwicklung und Veränderung der Stadt, durch den Zuzug neuer Ethnien beleuchtet werden. Wie hat sich das Bild der Stadt unter dem Einfluss fremder Kulturen verändert? Wo wird dieser Einfluss besonders sichtbar? Solche und andere Fragen sollen fotografisch sichtbar gemacht werden.
Die Ausstellung findet im thematischen Rahmen des gesamtstädtischen Projekts "da sein - Nürnbergs Wandel durch Migration" statt und wird bis Ende des Jahres 2009 im Wechselausstellungsraum des Museums Industriekultur präsentiert.
Führungen zur Ausstellung an folgenden Sonntagen, jeweils 11 Uhr.