museen der stadt nürnberg

Die wichtigsten Ausstellungen und Veranstaltungen des Museum Industriekultur im Jahr 2008.

Museum Industriekultur

Archiv 2008

Vase aus der kunstgewerblichen Metallwarenfabrik "Orion" in Nürnberg von Georg Friedrich Schmitt. Zinn gegossen und vergoldet. Fayencen lüstriert von Valentin Oeckler, 1904/05.
Fliese aus der Nürnberger Fayencemanufaktur Johann von Schwarz. Fayence in Fadenrelieftechnik, glasiert, 1897.

Jugendstil aus Nürnberg. Kunst, Handwerk, Industriekultur

Ausstellung im Museum Industriekultur vom 18. Januar bis 06. April 2008

Wenige nur wissen, dass in Nürnberg um 1900 ein reichhaltiges kunsthandwerkliches Schaffen blühte. Ab 1897 wurde der Jugendstil aus Nürnberg zu einem regelrechten Exportschlager.

Die Ausstellung umfasst etwa 200 Objekte des gehobenen täglichen Bedarfs - sowohl aus erlesener Handwerkproduktion wie auch aus serieller Massenfertigung. Ein besonderer Zweig der Industriekultur Nürnbergs erscheint in ganz neuem Licht. Die Rolle gezielter Gewerbeförderung und industrieller Massenfertigung wird deutlich.

Zum Jugendstil aus Nürnberg gehören Zinngusswaren, Kupfertreibarbeiten, Elfenbeinschnitzereien, Silberschmiedearbeiten und keramische Erzeugnisse. Die Ausstellung bietet unerwartete und ästhetisch anspruchsvolle Entdeckungen.

Claus Peses Publikation zu diesem Thema aus dem Jahr 2007 belegt: Auch im international geschätzten Kunsthandwerk hat der Jugendstil aus Nürnberg einen hohen Rang.

Öffentliche Führungen:
Sonntag, 27.01., 17.02., 9.03. und 6.04.,
jeweils 15.00 Uhr

Titelbild Schaustück
"Schaustück" des Monats Januar 2008: Weltweit einziges Mars-Auto, 1903.

Schaustück des Monats Januar 2008
Weltweit einziges Mars-Auto

Mars Werke Nürnberg, 1903

Auch im Jahr 2008 setzen wir unsere Sonderreihe "Schau-Stück des Monats", in der wir Ihnen herausragende Exponate aus dem Besitz der Stadt Nürnberg vorstellen möchten, fort. Für den Januar 2008 haben wir ein ungewöhnliches Ausstellungsstück ausgesucht: Das 1903 datierte, weltweit einzige Mars-Auto im Museum Industriekultur.

Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts erkannten vor allem Geschäftsleute und Landärzte die Vorteile des Automobils hinsichtlich der individuellen Verfügbarkeit und des geringen Zeitaufwandes gegenüber Pferdekutsche und auch der Eisenbahn.

Auch die Nürnberger Fahrradfabrik Mars stellte zwischen 1903 und 1907 "Voituretten"(frz. "Kleinwagen") in geringen Stückzahlen her. Zur Motorisierung griff man auf ein Aggregat aus Frankreich zurück.

Für interessierte Museumsbesucher, die mehr über die Anfänge des Automobils in Deutschland erfahren möchten und sich fragen, warum die Nürnberger Fahrradfabrik Mars überhaupt ein Auto hergestellt hat, haben sich die städtischen Museen ein ganz besonderes Serviceangebot einfallen lassen:

Im Rahmen der Präsentation des Januar-"Schau-Stücks" bietet der Leiter des Museums Industriekultur, Matthias Murko, zwei kostenlose Spezialführungen an.

Weitere Informationen zu diesem Schaustück können Sie als PDF-Datei herunterladen.
Schaustück: Weltweit einziges Mars-Auto
PDF-Datei (652 KB)
<http://www.museen.nuernberg.de/download/download_industriekultur/schaustueck_200801_mars_auto.pdf>

Super spannend: das Arbeitswerkzeug von James Bond und Co.

TOP SECRET - Die Welt der Spionagetechnik

Eine Ausstellung in Kooperation mit der Sparkasse Nürnberg.

26. Oktober 2007 bis 30. März 2008

Sie leben nur zweimal, sie kommen aus der Kälte, sie operieren in einer Welt der Schatten und der geheimnisvollen Mächte. Die Helden der Leinwand zeigen uns, aus welchem Holz Agenten geschnitzt sein müssen. Yul Brynner, Clint Eastwood oder Richard Burton waren Protagonisten der Spionagethriller des Kalten Krieges. Von Sean Connery und Roger Moore bis Pierce Brosnan und Daniel Craig reichen die Namen der Darsteller von Ian Flemings Kultfigur "Bond" im globalen Mächtespiel.

Mit der Wirklichkeit der Spionage und der Nachrichtendienste haben sie alle nur wenig zu tun. Hier spielt sich die Arbeit eher in einer Atmosphäre von Sachlichkeit ab, für Agentenromantik bleibt wenig Platz. Und weil der Öffentlichkeit ein Blick in die Welt der Nachrichtendienste aus verständlichen Gründen verwehrt bleibt, liegt etwas Geheimnisvolles wie ein kryptografisches Rätsel über der Arbeit dieser Einrichtungen.

Auf rund 350m² Ausstellungsfläche präsentiert das Museum Industriekultur dieses noch heute brandaktuelle, spannende und faszinierende Thema: Spionage in Fiktion und Realität. Die gezeigten Objekte reichen dabei vom ferngesteuerten Original-BMW James Bonds über reale Technik aus der Welt der Spionage bis hin zur immer kleineren und raffinierteren Überwachungs- und Abhörtechnik aus dem Bereich der Wirtschafts-Spionage.

Die Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt des Museums Industriekultur und der Sparkasse Nürnberg, die wesentlich zur Umsetzung beigetragen hat.

Die Ausstellung wird ergänzt durch museumspädagogische Angebote.

Führungen jeden Sonntag, 14.00 Uhr
Kosten pro Person 2,00 Euro zuzüglich Eintritt
(Ostermontag keine Führung)

Im Rahmen der Ausstellung findet am Donnerstag, 8. November 2007, ab 19 Uhr, die von der Sparkasse Nürnberg veranstaltete "Erste Nürnberger Kriminacht" im Museum Industriekultur statt.

Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung finden Sie im Archiv des Jahres 2007.
interner Link Archiv 2007
<http://www.museen.nuernberg.de/industriekultur/archiv/2007.html>

Plakat der Blauen Nacht 2008
Blaue Nacht 2008.

Blaue Nacht im Museum Industriekultur

31. Mai 2008,
24.00 bis 3.30 Uhr

Hier eine Insel der Ruhe zu finden ist durchaus möglich. Die "Blue Notes" von Jo Jasper laden ein, bei Gedichten, Geschichten und musikalischen Zwischentönen die besondere Atmosphäre des Museum Industriekultur bei Nacht zu genießen. Und wer ganz mit sich und dem Museum allein sein möchte, findet auch dazu Gelegenheit in den vielen Ecken und Winkeln der Dauerausstellung.

Amsterdam, Holland.
Postbotenrennen, Nürnberg, 1990.

Ich fahr so gerne Rad - Fotografien von Horst Schäfer und Kuriositäten auf zwei und mehr Rädern

16. April bis 8. Juni 2008

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Fotografien von Horst Schäfer mit Radfahr-Impressionen aus 50 Jahren: Vom gemeinsamen Familienausflug über die sportliche Herausforderung bis zum Radfahrer in der Großstadt reicht die thematische Spanne der Bilder. Der Betrachter findet Witziges und Bekanntes, Bilder, die sich mit seinem persönlichen Erfahrungsbereich decken und die Lust am Radfahren zeigen und wecken.

Die Geschichte des Fahrrades - das erste wirkliche individuelle Massenverkehrsmittel - kann an verschiedenen Stellen im Museum Industriekultur nachvollzogen werden. Die Fotoausstellung wiederum wird ergänzt durch ungewöhnliche und zum Teil kuriose Fahrräder wie ein Fahrrad mit Seitenwagen für Kinder, ein Artistenrad, mit dem man sich selbst überholen kann, einem 8-Personen Feuerwehr-Tandem, dem legendären Bonanza-Rad von Hercules und anderem mehr.

Horst Schäfer
Geboren am 17. November 1932 in Bruchertseifen, Westerwald.

Beginn der fotografischen Berufslaufbahn 1959 als Mitarbeiter einer Sport-Presse-agentur in Düsseldorf. Er lebte seit 1960 lange Jahre in Kanada und den USA. Arbeitete als Bildjournalist, als freier Fotograf und seit 1993 in enger Zusammenarbeit mit dem Wochenmagazin der Nürnberger Nachrichten. 2002 erhielt der den "großen Kulturpreis der Stadt Nürnberg", Mitglied der "Fotoszene Nürnberg".

 
Fotos Claus Sperr, ohne Titel.

StufenAkt - Aktfotografien von Claus Sperr

im Galerieraum des Museum Industriekultur
14. Mai bis 22. Juni 2008

Was bewegt einen Fotografen zu Aktfotografien auf Treppen und Leitern? Die Betrachtung der in schwarz-weiß gehaltenen Fotografien lässt genügend Spielraum, selbst nach den Gründen zu forschen. Die Betrachter werden feststellen, dass sich die weibliche Anmut mit ihren weichen Formen ideal mit den kantigen und harten Formen und Materialien von Stufen kombinieren lässt. Oft sind es gerade die harten Kontraste, die eine Bildsprache auszeichnen. Die beiden Hauptdarsteller - weiblicher Körper und kantige Form - konkurrieren nicht miteinander. Die Treppe ist aber auch mehr als bloßer Hintergrund; sie soll die Frau ins rechte Licht rücken und ihre Grazie betonen.

Die Bilder fallen zum großen Teil in die Kategorie der modern interpretierten klassischen Aktfotografie. Abgerundet wird die Zusammenstellung mit frechen und vielleicht ein wenig selbstironischen Aufnahmen.

Claus Sperr
Jahrgang 1959, aus Nürnberg, fotografiert seit mehr als 20 Jahren Menschen. Sein Arbeitsgebiet spannt sich vom Portrait über Theater und Tanz bis zum Akt.

Eigene Fotoausstellungen zeigte er in Nürnberg und Kümmersbruck: Körperformen (Akt; 2003), BaumAkt (2005), Sein und Schein - wie ich (nicht) bin (Porträt; 2006). StufenAkt setzt die Reihe fort, schwarz-weiß-Akte in einen thematischen Zusammenhang zu stellen. Ferner war er an mehreren Sammelausstellungen beteiligt.

Liu Hongkuan: "Ein Bild des alten Peking" (Ausschnitt), 2004. Nachempfunden dem Panoramagemälde "Der gelbe Fluß während des Qingming Festes" von Zhang Zeduan (1085-1145).

Peking - Beiping - Beijing

Bilder zum Schicksal einer Hauptstadt
Sammlung Don J. Cohn New York
10. Juli bis 21. September 2008

Von Peking über Beiping zu Beijing. Der auf Wandel deutende Titel spielt auf die wechselvolle Geschichte an, die das politische und kulturelle Zentrum Chinas zu erzählen hat. Beginnend mit dem Fall der letzten Dynastie um 1900, begleitet der Betrachter die Hauptstadt Chinas auf ihrem eigenwilligen Weg in die Moderne. Tradition und Fortschritt reichen sich in der chinesischen Kapitale die Hände und zeichnen ein komplexes Bild, das den Betrachter immer wieder aufs Neue verwundert, bisweilen bestürzt oder auch erheitert.

Das dramatische Schicksal Pekings wird an verschiedenen Stationen erlebbar und reicht von der kaiserlichen Residenz bis hin zur Olympiastadt. Stadtkarten, frühe Drucke, Propagandaplakate, Skizzenbücher, Cartoons, Fotobände, Postkarten, und Boulevardblätter zeigen Ansichten, die man sonst wohl kaum noch zu Gesicht bekommt.

Die Ausstellung basiert auf einem einmaligen Materialfundus, der aus dem privaten Besitz des Büchersammlers Don J. Cohn stammt und in dieser Form erstmalig in ein Museum Eingang gefunden hat.

Cohn, der 1948 in New York geboren wurde, studierte Musik und Chinesisch an der Columbia University. Seit 1979 war er in zahlreichen unterschiedlichen Arbeitsfeldern als Redakteur, Übersetzer, Autor und Journalist in China tätig. Zudem arbeitete er langjährig im Auftrag öffentlicher Bibliotheken und verschiedener Universitäten als Sammler von Büchern und Kunstgegenständen. Cohn lebt heute in New York und Tokio.

Allgemeine Führungen durch die Ausstellung jeden Sonntag, 14 Uhr

Titelbild Schaustück
"Schau-Stück" des Monats November 2008: Ventilgesteuerte Tandem-Dampfmaschine, 1907.

Schau-Stück des Monats November 2008
Ventilgesteuerte Tandem-Dampfmaschine

MAN Nürnberg
Nürnberg 1907

Auch im Jahr 2008 setzen wir unsere Sonderreihe "Schau-Stück des Monats" fort, in der wir Ihnen herausragende Exponate aus dem Besitz der Stadt Nürnberg vorstellen.

Der November ist der ventilgetriebenen Tandem-Dampfmaschine der Firma MAN Nürnberg gewidmet, die ab dem 1. November im Museum Industriekultur zu sehen ist.

Noch bis ins 19. Jahrhundert hinein war es die Kraft des Wassers, die die Nürnberger Mühlwerke entlang der Pegnitz antrieb und damit die Energie für Handwerk und Gewerbe lieferte. Dies änderte sich erst mit der aus England kommenden Erfindung der Dampfmaschine, deren Auswirkung auf die Industrie bahnbrechend war. Die im Museum Industriekultur gezeigte MAN-Dampfmaschine vom Typ LT 10 wurde 1907 in Nürnberg hergestellt. Die ventilgesteuerte Tandem-Dampfmaschine hatte eine maximale Leistung von fast 1500 PS und ist eine der größten ihrer Art - das aus zwei Hälften bestehende Schwungrad allein hat 5m Durchmesser und wiegt nahezu 30 Tonnen.

Für interessierte Museumsbesucher, die mehr über die Dampfmaschine und ihre Hersteller erfahren möchten, haben sich die städtischen Museen ein ganz besonderes Serviceangebot einfallen lassen:

Im Rahmen der Präsentation des November-Schau-Stücks bietet Matthias Murko, Leiter des Museums Industriekultur, zwei kostenlose Spezialführungen an.

Weitere Informationen zu diesem Schaustück können Sie als PDF-Datei herunterladen.
Schaustück: Ventilgesteuerte Tandem-Dampfmaschine
PDF-Datei (1,4 MB)
<http://www.museen.nuernberg.de/download/download_industriekultur/schaustueck_200811_tandem_dampfmaschine.pdf>

Plakat zur Ausstellung.

Zeitrauschen

Jahresausstellung 2008 der Fotoszene Nürnberg
15. November bis zum 7. Dezember 2008

Auch dieses Jahr an einem ungewöhnlichen Ort: Kongresshalle, Bayernstraße 100.

Es erwarten Sie dort Facetten aktueller Bildmedien wie Projektionen, Video, fotografisches Tafelbild und vieles mehr.

Die Ausstellung wird am 14. November von Rafael Raum, Mitglied im Kulturausschuss der Stadt Nürnberg eröffnet.

Weitere Informationen zu den Werken und den Künstlern finden Sie unter
externer Link Fotoszene Nürnberg
<http://www.fotoszene-nuernberg.de>

Der Lebkuchenbäcker in Aktion.

Lebkuchenbacken im Museum Industriekultur

Bereits vor 600 Jahren waren die Nürnberger Lebkuchen eine vielbegehrte Spezialität. Anfangs stellten Bäcker der alten Reichsstadt die Gewürzkuchen her, später bildete sich ein eigenes Lebküchnerhandwerk heraus. Schon um 1840 kam bei der Herstellung des feinen Backwerkes erstmals eine Dampfmaschine zum Einsatz, die industrielle Herstellung begann. Der Einsatz der modernen Technik änderte allerdings nichts am Geschmack. Deshalb genießen Nürnberger Lebkuchen bis heute weltweit einen ausgezeichneten Ruf.

In einer historischen Lebküchnerei fertigt ein Bäcker der traditionsreichen Lebkuchenfirma Schmidt leckeres Backwerk und verteilt es noch warm an die Museumsbesucher.

Die oben genannten Backvorführungen sind im Museumseintritt enthalten.

Ein museumspädagogisches Angebot unter dem Titel "Der Nürnberger Lebkuchen - ein gar köstlich’ Backwerk" richtet sich an die 1. bis 4. Klassen. Die Kosten betragen 25,- Euro je Schulklasse zuzüglich Museumseinstritt.

Anmeldung und Buchung sind erforderlich über das Kunst- und Kulturpädagogische Zentrum der Museen in Nürnberg (KPZ),
Tel: (0911) 13 31 - 241,
Fax: (0911) 13 31 - 318
E-Mail: schulen@kpz-nuernberg.de

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