Die Homännische Landkartenoffizin

Weltkarte, gezeichnet von Johann Gabriel Doppelmayer, gestochen von Johann Baptist Homann, 1720 (Ausschnitt).

Die Homännische Landkartenoffizin zählte im 18. Jahrhundert zu den bedeutendsten Landkartendruckereien Europas. Ihre Landkarten waren bei Reisenden, Forschern und Kaufleuten auf der ganzen Welt begehrt.

Der von Johann Baptist Homann (1664-1724) im Jahr 1702 gegründete Verlag hatte von 1735 bis 1852 seinen Sitz im Fembohaus.

Unter Johann Michael Franz (1700-1761), Johann Georg Eberberger (1704-1760) und dem Astronomen Tobias Mayer (1723-1762) entwickelte sich die Offizin in der Mitte des 18. Jahrhunderts zu einem führenden Landkartenverlag. Die Homännischen Karten waren auf Grund der astronomischen Ortsbestimmung genauer als die französischen und niederländischen Karten. Die besten Mond- und Sternenkarten, die ersten Atlanten sowie die genaueste Deutschlandkarte jener Zeit entstanden in der Homännischen Landkartenoffizin. Die wichtigsten Karten des Verlages mit ausführlichen Erläuterungen sind hier zu bestaunen.