

Sonntag, 20. Januar 2008, 14 - 18 Uhr
Buntes Faschingstreiben im Fembohaus: Zu Gast sind die berühmten Nürnberger Schembartläufer mit ihren bunten Kostümen und wilden Tänzen, eine geheimnisvolle Maskendame aus Venedig streift durch das Haus und Kinder mit lustigen selbstgefertigten Masken haben ihre Spaß. Viel Wissenswertes über die einstige Fasnachthochburg Nürnberg und den Karneval in Venedig erfährt man ganz nebenbei.
Nürnberg war im Spätmittelalter eine regelrechte Fastnachthochburg: Neben dem Zämertanz der Metzger und Messerer entwickelt sich vor allem der Schembartlauf zu einem großen Fastnachtspektakel. Dabei zogen "Narren" mit wilden Kostümen durch Nürnberg und verspotteten die gesellschaftlichen Zustände sowie die Nürnberger Obrigkeit.
Aus dem Programm: Schembartläufer, Karneval in Venedig, lustige Maskenwerkstatt für Kinder, Handwerkertanz und Geschichten rund um die Fastnacht.
Eine Veranstaltung des Stadtmuseums Fembohaus und des Kunst- und Kulturpädagogischen Zentrums der Museen in Nürnberg.



Zeichnungen und Architekturmodelle
18. Januar bis 30. März 2008
2007 war das Wendejahr, ab dem der überwiegende Teil der Weltbevölkerung in Städten leben wird. Aber nicht die gesichtslosen Agglomerationen der Megapolen interessieren den Städtesammler Fredder Wanoth: Er macht Unterschiede, in einer Zeit globaler Nivellierung sucht er auf seinen zahllosen Reisen durch Mittel- und Osteuropa nach dem spezifischen Erscheinungsbild einer Stadt. Das Grün der Dächer von St. Peterburg ist ein anderes als das der von Moskau. Er unterscheidet noch das "Schönbrunner Gold" von dem der Fassaden Krakaus.
Fredder Wanoth, 1957 in Beilngries geboren, ist ein zeichnerischer Alchimist: Hochkonzentriert, wie die grafische Schnittmenge einer komplizierten Gleichung, in Balance gehalten von einer eher symbolischen Farbigkeit, reduziert er seine Stadtansichten auf das Markante, Wesentliche, aber nicht Typische im touristischen Sinne.
"Europolis" ist eine literarische Schimäre, eine heute in Bedeutungslosigkeit versunkene Stadt an der Mündung eines großen Flusses in ein großes Meer, in der sich einst ein maximal vielgestaltiges Leben abgespielt haben soll - möglicherweise eine Stadt "nach menschlichem Maß", wie sie in Modellen von Fredder Wanoths’ fiktiver Stadt kulminiert.
Fredder Wanoth: "Krakau 1989",
Lichtbildervortrag zur Ausstellung
Samstag 15. März 2008, 16.30 Uhr
Die Literaturtouristen Petra Nacke, Elmar Tannert und Fredder Wanoth treffen zum Abschluss der Ausstellung zusammen und berichten, was sie zu Hause gelesen oder in der Fremde geschrieben haben.
Sonntag, 30. März 2008, 16.00 Uhr



Wir mischen uns ein: Die Reihe "Stadtgespräch im Fembohaus" greift aktuelle Themen zur Stadtgestaltung auf. Mit ausgewählten Gästen sprechen wir über Fragen des Stadtbilds und der Architektur Nürnbergs. Das Kunst- und Kulturpädagogische Zentrum der Museen in Nürnberg (KPZ) und das Stadtmuseum Fembohaus lenken dabei den historischen Blick auf aktuelle Fragen. "Stadtgespräch" stellt jährlich zwei Themen in den Mittelpunkt und bietet Gelegenheit für Fragen und Gespräche.
Kunst- und Kulturpädagogisches Zentrum der Museen in Nürnberg (KPZ) und Stadtmuseum Fembohaus.
Gäste: Altstadtfreunde Nürnberg e.V.
Die Altstadtfreunde Nürnberg e.V. wollen die Fassaden des Pellerhaushofes am Egidienberg wiedererrichten. Der Förderverein hat mit der Stadt Nürnberg einen Nutzungsvertrag geschlossen und sammelt gezielt Spenden, um den Hof in seiner alten Pracht zu rekonstruieren. Gleichzeitig werden bundesweit Wiederherstellungspläne historischer Bauten aber auch zunehmend kontrovers diskutiert.
Welche Gründe sprechen für einen originalgetreuen Wiederaufbau der Hoffassaden? Was sind die Besonderheiten der Architektur? Gab es Vorbilder für den Renaissance-Hof? Ausgangspunkt des Gesprächs bilden ein großes Modell des historischen Pellerhauses und das "Schöne Zimmer", das sich heute im Fembohaus befindet. Dabei werden auch Fragen der Denkmalpflege diskutiert und der aktuelle Stand der Planungen erörtert.
Termine
2. März, 15.00 Uhr und 16.15 Uhr
30. März, 15.00 Uhr
20. April, 15.00 Uhr

Nürnberg, 1609-1611
Auch im Jahr 2008 setzen wir unsere Sonderreihe "Schau-Stück des Monats", in der wir Ihnen herausragende Exponate aus dem Besitz der Stadt Nürnberg vorstellen, fort.
Der Mai 2008 ist einem ganz besonderen "Schau-Stück" gewidmet - diesmal nicht einem Einzelobjekt, sondern einem kompletten Raumensemble: dem so genannten Schönen Zimmer aus dem Pellerhaus, das 1957/58 im Stadtmuseum Fembohaus eingebaut wurde.
Martin Peller galt zu seiner Zeit als der reichste Kaufmann Nürnbergs. Im zweiten Obergeschoss des nach ihm benannten Pellerhauses richtete er sich ab 1609 ein wunderschönes, mit Deckenmalerei und Holzvertäfelungen exquisit ausgestattetes Zimmer ein, das vor allem der Repräsentation dienen sollte...
Für interessierte Museumsbesucher, die mehr über den ursprünglichen Standort und einzelnen Bestandteile des Schönen Zimmers, den Auftraggeber und die Künstler erfahren möchten, bietet das der Leiter des Stadtmuseums Fembohaus, Rudolf Käs M.A., zwei kostenlose Spezialführungen über und im Schönen Zimmer an.
Weitere Informationen zu diesem Schaustück können Sie als PDF-Datei herunterladen.
Schaustück: Das "Schöne Zimmer" aus dem Pellerhaus
PDF-Datei (1,4 MB)
<http://www.museen.nuernberg.de/download/download_fembohaus/schaustueck_200805_schoenes_zimmer.pdf>


Geschichte erleben!
Originalräume / Stadtmodelle / Hörspiele / Filme / Ausstellungen / Multivision Noricama
31. Mai 2008
Brasilianische Musik im Hof des Fembohauses
Beginn: 19 Uhr bis 01.30 Uhr: Programm zu jeder vollen Stunde
Das Musik-Highlight aus Brasilien! Samba und Bossa Nova, klar! Aber die wilden, afrikanisch geprägten Rhythmen aus Bahia oder der frivole Bajáo aus dem Nordosten? Eine Musik der Lebensfreude, Leichtigkeit, Ausgelassenheit und Melancholie.
Wir wünschen viel Vergnügen!
Ausstellung im Ausstellungsforum im Erdgeschoss
Mit grimmiger Freude und wachen Sinnen kommentiert er das Geschehen - hintersinnig, tiefgründig, radikal. Ein Burghart? Es gilt auf der Hut zu sein! Wir gratulieren zum 80. Geburtstag.
Die große Schau über die Geschichte Nürnbergs
Noricama-Saal (erreichbar über den Innenhof)
19, 20, 23, 24 Uhr
Porträt einer deutschen Stadt von 1911 bis 1971
21 bis 23 Uhr

Öl auf Leinwand, 1650
Auch im Jahr 2008 setzen wir unsere Sonderreihe "Schau-Stück des Monats" fort, in der wir Ihnen herausragende Exponate aus dem Besitz der Stadt Nürnberg vorstellen.
Der Juli ist Joachim von Sandrarts Gemälde "Nürnberger Friedensmahl" gewidmet, das ab dem 1. Juli im Stadtmuseum Fembohaus zu sehen ist.
Nachdem im Jahre 1648 der Dreißigjährige Krieg durch den "Westfälischen Frieden" beendet wurde, kamen 1649 Regierungsvertreter und Spitzenmilitärs zu einer großen Diplomatenkonferenz in Nürnberg zusammen, um die noch offenen und strittigen Punkte des wackeligen Friedensschlusses zu regeln. Die schließlich nach positiv verlaufener Konferenz erfolgte Unterzeichnung des so genannten "Interimsrezesses" war Anlass für das große Friedensmahl von 1649 im Nürnberger Rathaussaal, das die erste Einigung der früheren Kriegsgegner über strittige Fragen der Friedensbedingungen feierte. Der Maler Joachim von Sandrart hielt dieses historische Ereignis in dem hier als "Schau-Stück des Monats" vorgestellten Monumentalgemälde mit dem Titel "Nürnberger Friedensmahl" fest und zeigt das Bankett als symbolische Geste der Versöhnung.
Für interessierte Museumsbesucher, die mehr über die Geschichte des Gemäldes, den Anlass seiner Entstehung und den Künstler erfahren möchten, bietet Rudolf Käs M.A., Leiter des Stadtmuseums Fembohaus, zwei kostenlose Spezialführungen zum vorliegenden Werk an.
Weitere Informationen zu diesem Schaustück können Sie als PDF-Datei herunterladen.
Schaustück: Joachim von Sandrart: "Nürnberger Friedensmahl"
PDF-Datei (460 KB)
<http://www.museen.nuernberg.de/download/download_fembohaus/schaustueck_200807_sandrart_friedensmahl.pdf>



Ausstellung
28. Mai bis 17. August 2008
Schirmherrschaft: Dr. Ulrich Maly, Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg
Der Maler Toni Burghart zählt zu den bedeutendsten Künstlern Nürnbergs unserer Zeit. Das Stadtmuseum Fembohaus nimmt seinen achtzigsten Geburtstag zum Anlass für eine Ausstellung unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters der Stadt Nürnberg. Etwa achtzig Arbeiten aus vier Jahrzehnten sind zu sehen, darunter viele bisher noch nicht gezeigte Werke aus dem Atelier des Künstlers sowie zahlreiche Leihgaben aus dem Freundeskreis Toni Burgharts, von denen viele erstmals ausgestellt werden.
Nach einer Lithographenlehre absolvierte Toni Burghart eine Grafikerausbildung, seit 1952 arbeitet er als freischaffender Künstler. Der Kulturpreisträger zieht sich nicht in den Elfenbeinturm der Kunst zurück, sondern mischt sich ein und scheut auch nicht den Streit, ja liebt ihn, wenn er intelligent geführt wird. Ein politischer Künstler? Eher einer, der zur Selbstbesinnung und Prüfung aller Wahrheiten ermuntert - als Künstler! Stellung bezieht er oft auf seine Weise: "Die Menschenrechte wie die Menschenlinke - beide können gleich niederschmetternd sein". Sein Bildwitz und Sprachwitz, getragen von Humor, treffen, aber verletzen nicht. Mit grimmiger Freude und wachen Sinnen kommentiert er das Geschehen - hintersinnig, tiefgründig, radikal.
Ein Burghart? Es gilt auf der Hut zu sein!
Wir gratulieren.
Führungen mit Toni Burghart an folgenden Samstagen:
07.06., 21.06., 04.07. und 19.07.2008
jeweils um 15 Uhr
Allgemeine Führungen jeden Sonntag um 15 Uhr,
Gruppenführungen nach Anmeldung,
Tel. (0911) 13 31 - 238,
Fax 13 31 - 200,
Führungen für Schulklassen durch das Kunst- und Kulturpädagogische Zentrum der Museen in Nürnberg (KPZ)
Tel (0911) 13 31 - 241, Fax 13 31 - 318
Zur Ausstellung ist ein Katalog mit 108 Seiten und rund 80 Abbildungen erschienen, er ist an der Kasse erhältlich.
Etwa die Hälfte der gezeigten Werke sind käuflich zu erwerben - eine Preisliste können Sie ebenfalls an der Kasse bekommen.
Wir danken der Sparkasse Nürnberg für die freundliche Unterstützung.

Barbara Regina Dietzsch (1706-1783)
Nürnberg, um 1760
Aquarell und Deckfarbe auf Pergament
1. bis 31. Oktober 2008
Die weltberühmte Maria Sibylla Merians hielt sich zwölf Jahre in Nürnberg auf und führte mit ihrer Malereien eine fremde Kunsttradition in Nürnberg ein die noch Generationen nach ihr beeinflusst und als Auslöser für die naturhistorische Kabinettmalerei des 18. Jahrhunderts gesehen wird.
In Nürnberg ist es die Künstlerfamilie Dietzsch, die sich auf diese Malerei spezialisiert. Alle sieben Kinder erhalten ihre Ausbildung in der Werkstatt des Vaters Johann Israel Dietzsch. Während die männlichen Mitglieder der Familie sich der Landschaftsmalerei widmen, konzentrieren sich Barbara Regina und ihre Schwester Margaretha Barbara auf einzelne Objekte der heimischen Flora und Fauna. Die älteste Tochter der Familie, Barbara Regina, gilt als das begabteste und produktivste Mitglied. Ihre meisterhaft gemalten Blumen und Insekten spiegeln die von Gott geschaffene Natur wider. Die nahsichtigen, sehr detailgenau gearbeiteten Stillleben sind selbständige, dekorative Kabinettstücke.
Für interessierte Museumsbesucher, die mehr über die Nürnberger Naturmalerei erfahren möchten, bietet Barbara Legal, Graphische Sammlung Nürnberg, zwei kostenlose Spezialführungen an.
Weitere Informationen zu diesem Schaustück können Sie als PDF-Datei herunterladen.
Schaustück: Barbara Regina Dietzsch: Tulipa Gesneriana L. mit Schmetterling und Biene
PDF-Datei (907 KB)
<http://www.museen.nuernberg.de/download/download_fembohaus/schaustueck_200810_tulipa.pdf>

Wir mischen uns ein: Die Reihe "Stadtgespräch im Fembohaus" greift aktuelle Themen auf. Mit ausgewählten Gästen sprechen wir über Fragen des Stadtbilds und der Architektur Nürnbergs. Das Kunst- und Kulturpädagogische Zentrum der Museen in Nürnberg (KPZ) und das Stadtmuseum Fembohaus lenken aus historischer Perspektive den Blick auf aktuelle Fragen. "Stadtgespräch" stellt jährlich zwei Themen in den Mittelpunkt und bietet Gelegenheit für Fragen und Gespräche.
Kunst- und Kulturpädagogisches Zentrum der Museen in Nürnberg (KPZ) und Stadtmuseum Fembohaus
Gäste:
Prof. Ingrid Burgstaller, Professorin für Stadtplanung und Städtebau an der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg, Vorsitzende des Baukunstbeirats Nürnberg
Josef Weber, Leiter des Stadtplanungsamts Nürnberg
Michael Weber, Städt. Verkehrsdirektor, Geschäftsführer der Congress- und Tourismus-Zentrale Nürnberg
Bühne für Kaiser und Könige, Schauplatz für Feste und Umzüge, Zentrum des Handels - das war einmal! Heute hat der Hauptmarkt ein anderes Gesicht. Doch nicht allen gefällt das Programm, das hier stattfindet: Zu viel Rummel und zu billiger Ramsch klagen die einen - andere fürchten die Verödung des Platzes oder zu strenge Gestaltungsvorschriften für die Gastronomie. Wie soll es mit dem Hauptmarkt weitergehen? Vor dem Hintergrund der historischen Entwicklung diskutieren die Experten über die Zukunft des Platzes.
Sonntag, 02.11.2008, 15 Uhr
Vorab findet um 14 Uhr der Rundgang "Der Hauptmarkt im Spiegel der Zeit" im Stadtmuseum Fembohaus statt.

Großer Aktionstag zum Pelzmärtel für die ganze Familie mit Laternen-Werkstatt, Kreative Schreib-Werkstatt, Pelzmärtel-Quiz und vieles mehr...
Sonntag, 09.11.2008, von 14 bis 18 Uhr
| 14.00 Uhr | Der Pelzmärtel kommt |
| 14.30 Uhr | Gut zu wissen: Der Hauptmarkt (Kurzführung) |
| 14.30 Uhr | Kindergeschichten vom Pelzmärtel und vom Heiligen Martin |
| 15.00 Uhr | Who is Who? Pelzmärtel - St. Martin - Nikolaus |
| 15.00 Uhr | Einstudieren des Kinder-Theaterstücks zum Pelzmärtel |
| 15.30 Uhr |
Gut zu wissen: Das Pellerhaus - Wohnen in der Reformationszeit (Kurzführung) |
| 16.00 Uhr | Vorführung Kinder-Theaterstück zum Pelzmärtel |
| 16.00 Uhr |
Gut zu wissen: Unser berühmtes Gänsemännchen (Kurzführung) |
| 16.15 Uhr | Einstudieren von Martinsliedern |
| 16.30 Uhr |
Gut zu wissen: Wie wurde Nürnberg protestantisch? (Kurzführung) |
| 17.00 Uhr | Martinszug durchs Haus |
| 17.30 Uhr | Verlosung zum Pelzmärtel-Quiz |

Vortrag von Dr. Helge Weingärtner, Kunsthistoriker
Der Nürnberger Patrizier und Gelehrte Georg Philipp Harsdörffer (1607-1658) begründete im Jahr 1644 den auch über Nürnbergs Grenzen hinaus viel beachteten "Pegnesischen Blumenorden". Als solcher und natürlich als Dichter und Theoretiker ist er berühmt geworden. Weniger bekannt ist, dass Harsdörffer es im Rat der Stadt leider nicht zu einer herausragenden Stellung gebracht hat, was eine Untersuchung seiner dortigen Mitgliedschaft besonders interessant macht.
Seinen frühen Tod, der sich 2008 zum 350. Mal jährt, haben seine Zeitgenossen einmal auf Krankheit, ein anderes Mal aber auf einen Sturztrunk zurückgeführt, zu dem ihn der Ärger mit einem Ratskollegen veranlasst haben soll. Auch dieser Umstand rechtfertigt eine nähere Betrachtung. Der Referent, Dr. Helge Weingärtner, ist Kunsthistoriker. Er hat sich speziell mit Nürnberger Themen auseinander gesetzt, insbesondere mit der Stadtmauer.
Donnerstag, 20.11.2008, 19.30 Uhr


Nürnberger Gartenkultur
Ausstellung der Grafischen Sammlung im Stadtmuseum Fembohaus
5. September bis 23. November 2008
Anlass der Ausstellung ist das 300jährige Jubiläum des weltberühmt gewordenen Gartenbuchs "Nürnbergische Hesperides" von Johann Christoph Volkamer (1708). Die Präsentation spannt einen weiten Bogen von den Gärten der Dürerzeit und der bereits seit 1434 bestehenden Hallerwiese bis zu unseren heutigen Grünanlagen:
Ihre Hochblüte erleben die Nürnberger Gärten im Barock, mit gewissen Zentren im Sinne höfisch angelegter Anwesen. Im 19. Jahrhundert initiierten meist Unternehmer biedermeierliche Volksparks als Freizeit- und Erholungsangebot für die anwachsende Bevölkerung. Während der industriell geprägten Gründerzeit entstehen städtische Grünflächen-Ensembles wie das Maxfeld oder der Luitpoldhain - wo auch große Ausstellungen stattfinden - sowie kooperative Gartenstädte. Vorgestellt werden ferner nicht verwirklichte Konzepte, wie zum Beispiel die gärtnerische Gestaltung einer neuen Ringstraße, die den Fall der Stadtmauer zu Folge gehabt hätte.
Nürnberg ist also reich an Gartengeschichte, die zugleich in besonderer Weise auch die gesellschaftliche Entwicklung der Stadt widerspiegelt.
Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog.

Waltraut Kaufmann-Schmiders handgemachte Naturseifen werden nach althergebrachter Methode kalt gesiedet. Sie bestehen aus rein pflanzlichen Ölen und Fetten ohne Zusatz von Konservierungsstoffen. Dem jeweiligen Verwendungszweck angepasst, fügt sie natürliche Inhaltsstoffe wie Honig, Milchprodukte, pürierte Früchte, Kräuter, Heilpflanzen, Getreide oder auch Kaffee hinzu. Für die Ausstellung hat sie speziell Wildkräuter-Seife, Ingwer-Zitronen-Seife, Blaubeeren-Seife, Wilder Thymian-Seife und eine Gärtner-Seife hergestellt, die im Foyer des Fembohauses präsentiert werden.

Die aus Görlitz stammende Heidemarie Klinger und ihre Malerin Barbara Sändig erlernten die Kunst der Porzellanhandmalerei an der Staatlichen Porzellan-Manufaktur Meissen. Doch fühlen sie sich nicht ausschließlich den Meissner Motiven verpflichtet, sondern entwickeln neue Dekore und Einzelmotive. Blüten ranken an bauchigen Kannen empor, auf Vasen tummeln sich Vögel im dichten Geäst, allerlei Getier kriecht über weiß glänzende Deckel zierlicher Dosen und prachtvolle Schmetterlinge erheben sich in die Lüfte. Im Fembohaus kann man zusehen, wie diese "kleinen Welten" auf dem Porzellan entstehen.

Jochen Martz, Erster Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur (DGGL), Landesverband Bayern-Nord
Vor 300 Jahren, 1708, erschien das Werk "Nürnbergische Hesperides" des Kaufmanns Johann Christoph Volkamer (1644-1720). Es ist zugleich das bedeutendste Werk über Zitruskultur in deutscher Sprache und eine wichtige Quelle zu den Nürnberger Gärten der Barockzeit. Neben den bei Volkamer abgebildeten Anlagen existierten jedoch auch noch weitere bedeutende, teils kaum bekannte Gärten in Nürnberg und Umgebung.
Donnerstag, 23.10.2008, 19.30 Uhr

Vortrag von Harald Lebender
Der Nürnberger Burggarten ist das einzige Gartendenkmal der historischen Altstadt. Von 1538 bis 1545 wurden die Burg-Bastionen durch den italienischen Festungs-Baumeister Antonio Fazuni errichtet. Ursprünglich dienten sie der Abwehr von Feinden und symbolisierten militärische Stärke. Die später hier errichtete erste Volkssternwarte Deutschlands zog im 17. Jahrhundert Gäste aus aller Welt an. Sie sei "der beste Ort Pro studiae Astronomiae In gantz Deutschland". Im 19. Jahrhundert wurde der "königliche Burggarten" vom Münchner Oberhofgärtner Carl Effner angelegt - von Anfang an stand er allen Besuchern offen und wurde so zu einem romantischen Ort der Begegnung. Bis heute hat dieser Garten seine besondere Atmosphäre bewahrt und ist immer noch eine Oase der Ruhe inmitten der Großstadt.
Über die wechselvolle und bislang zu wenig beachtete Geschichte des Nürnberger Burggartens referiert Dipl.-Ing. (FH) Landschaftsarchitektur Harald Lebender, der sich auch als Gestalter für "Gärten für die Seele" bezeichnet.
Donnerstag, 13.11.2008, 19.30 Uhr

Weihnachtsverkaufsausstellung
4. bis 14. Dezember 2008
Alle Jahre wieder...
verabreden sich Liebhaber zeitgenössischen Handwerks in der Vorweihnachtszeit im Stadtmuseum Fembohaus - Anlass ist die erfolgreich etablierte Ausstellung "Kunst & Handwerk".
Für den nunmehr seit mehr als 30 Jahre anhaltenden Erfolg dieser Ausstellung zeichnen die zentrale Lage des Fembohauses zwischen Hauptmarkt und Kaiserburg, das einmalige Ambiente seines aus verschiedenen Kunstepochen stammenden Interieurs als Hintergrund für die Verkaufsstände, aber vor allem die hohe Qualität und die Vielfalt der angebotenen kunsthandwerklichen Produkte.
Es gilt hier nicht nur traditionelle Handwerkskunst vorzustellen und diese bewusst zu machen, sondern zugleich Anregungen für neue Schaffensfelder zu geben.
Vor allem der persönliche Kontakt zu den vorrangig aus der Region stammenden Künstlern vermittelt das Verständnis für die aufwändigen Herstellungsweisen der angebotenen Werkstücke aus Glas Holz, Keramik, Porzellan, Papier, Schmuck und Textil, welche sich von Massenproduktion und Einheitsware abheben.
Bei einem Bummel durch das "lebendig" gewordene Museum wird man auch in diesem Jahr nicht nur Altvertrautes wieder erkennen, sondern Neues entdecken; Schönes, Nützliches und Außergewöhnliches, das den Alltag bereichert oder Dinge, an denen man sich einfach nur erfreut:

Die Besucher dürfen sich auf ein abwechslungsreiches und qualitativ hochwertiges Angebot freuen.
Es stellen aus:
Im Foyer des Museums können Kataloge früherer Ausstellungen zu deutlich herabgesetzten Preisen erworben werden.
4. bis 14. Dezember 2008