Albrecht Dürer: Bildnis des Malers Michael Wolgemut, 1516 datiert, Germanisches Nationalmuseum, Gm 885, Leihgabe der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen München. Foto: Dirk Meßberger
20. Dezember 2019 bis 22. März 2020

Michael Wolgemut – mehr als Dürers Lehrer

Der Nürnberger Malerunternehmer Michael Wolgemut (1434/37–1519) stand lange im Schatten seines übermächtigen Schülers Albrecht Dürer. Die Ausstellung rückt die Produktion seiner Werkstatt in ein neues Licht. Durch die Kooperation mit zahlreichen Mitarbeitern und Subunternehmern gelang es Wolgemut, einen der führenden Betriebe auf dem überregionalen Markt für Tafelmalerei zu etablieren. Zu den Auftraggebern der von ihm entworfenen Glasgemälde gehörte sogar Kaiser Friedrich III. Auch das neue Medium der Druckgraphik machte er sich zu eigen – für die Schedel'sche Weltchronik schuf er einen Bilderkosmos, der bis heute unsere Vorstellung von Europa um 1500 prägt. Einen einzigartigen Einblick in seinen Werkstattbetrieb bietet ein geschlossen erhaltener Bestand an Handzeichnungen in der Universitätsbibliothek Erlangen. Denn Wolgemut war weitaus mehr als nur Dürers Lehrer.

Die Ausstellung ist eine Kooperation bedeutender Kulturinstitutionen: Das Albrecht-Dürer-Haus zeigt die Zeichnungen der Universitätsbibliothek Erlangen und die druckgraphische Produktion Wolgemuts, während im Germanischen Nationalmuseum, im Museum Tucherschloss und den großen Kirchen in Nürnberg und Schwabach Altartafeln und Gemälde zu sehen sind. Der Katalog wird Wolgemuts Gesamtwerk erstmals grundlegend würdigen.

Nürnberg: Albrecht-Dürer-Haus, Germanisches Nationalmuseum, Museum Tucherschloss, St. Lorenz, St. Sebald, Frauenkirche, St. Jakob und Friedenskirche
Schwabach: St. Johannes d. T. und St. Martin

Flyer zur Ausstellung "Michael Wolgemut – mehr als Dürers Lehrer"
(PDF-Datei 1,76 MB)

Germanisches Nationalmuseum

Kosten
8 EUR
Die Eintrittskarte berechtigt am Tag des Erwerbs zum Besuch aller drei beteiligten Museen.
Der Eintritt in die Kirchen ist kostenfrei. Spenden willkommen.