

7. August 2004 bis 3. April 2005
Anlässlich der alljährlich gefeierten 500. Wiederkehr der Entstehung bedeutender Meisterwerke Albrecht Dürers wurde im Sommer 2004 der meisterliche Stich Adam und Eva des Künstlers in den Mittelpunkt gerückt. Dazu präsentiert das Albrecht-Dürer-Haus eine Sonderausstellung.
Albrecht Dürers Kupferstich Adam und Eva entstand 1504 als Musterblatt mit den idealen Maßen eines Menschenpaares. Dieser Stich hat die Kunst seit Albrecht Dürer (Werke von Hans Springinklee und Johann Wierix werden gezeigt) bis heute beeinflusst.
Die Ausstellung präsentiert Werke von Künstlern, in denen das Motiv Dürers kopiert, zitiert oder paraphrasiert wird. Schwerpunkt bilden vornehmlich Dürer-Variationen aus der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts z.B. von Manuel Menan, Paul Wunderlich, Salvador Dalí, Pierre-Yves Trémois, Frank Kortan.

8. Juli bis 9. Oktober 2005
Die Nürnberger Künstlerin Jo Niklaus hat sich ganz der so genannten Trompe-l’oeil-Malerei verschrieben: Ihre gemalten "Augentäuschungen" tragen Illusionen so täuschend echt vor, dass die Wahrnehmung des Betrachters immer wieder hinterfragt wird.
Ungläubige Verblüffung stellt sich z.B. ein, wenn man feststellt, dass es sich bei dem dreidimensional aus dem Bildgrund herausragenden 20-Mark-Schein um keinen real aufgeklebten Gegenstand handelt: Der alte deutsche Geldschein mit dem berühmten Dürer-Porträt der Elsbeth Tucher ist - wie alle anderen Dinge auch - lediglich in feinster Manier gemalt.
In der kleinen Kabinett-Ausstellung zeigt Jo Niklaus fantasiereiche Gemälde, die sie fast ausschließlich Motiven Albrecht Dürers gewidmet hat. Ihre ungewöhnlichen Kompositionen sind meist in der Art so genannter Quodlibets kombiniert: scheinbar zufällige Zusammenstellungen verschiedenster Dinge zu einem neuen Ganzen. So gelingt es der Künstlerin immer wieder aufs neue, den Betrachter zu überraschen, hinters Licht zu führen oder auch seine Fantasie zu beflügeln.

14. Oktober 2005 bis 8. Januar 2006
Oleg (Oleh) Denysonko (geb. 1961) ist Absolvent der Ukrainischen Akademie für Druckkunst. Bei seiner Kunst lässt er sich vorwiegend von den Renaissance-Meistern nördlich der Alpen, so auch von Albrecht Dürer, inspirieren. Denysenko selbst bezeichnet seine Arbeit als "Kunst-Chemie", eine "Aktualisierung spiritueller Energie durch die kreative Vorstellungskraft des Künstlers".
Auch der 1959 in Russland geborene Konstantyn Kalynovych hat die Urkainische Akademie für Druckkunst besucht. Er bevorzugt die künstlerischen Techniken des Kupferstichs und der Radierung und hat sich auf die Herstellung von Exlibris und Künstlerbücher spezialisiert. Seine komplexen und außerordentlich dichten Kompositionen sind in erster Linie literarisch inspiriert, vor allem vom "Hieronymus Bosch" der russischen Literatur, Nikolai Gogol.