museen der stadt nürnberg

Die wichtigsten vergangenen Ausstellungen und Veranstaltungen des Albrecht-Dürer-Hauses im Jahr 2004.

Albrecht-Dürer-Haus

Archiv 2004

Ruth Stahl, Rio Barnaba in Venedig.

Venedig und die Niederlande
Aquarelle von Ruth Stahl

26. März bis 27. Juni 2004

Beeindruckt von Oskar Kokoschkas berühmter "Schule des Sehens" wandte sich die 1928 in Nürnberg geborene Grafikerin Ruth Stahl der Aquarellmalerei zu. Ihre Aquarelle von Städten und Landschaften malt die Künstlerin grundsätzlich direkt vor Ort. Um eine authentische Stimmung aufnehmen und wiedergeben zu können, baut sie ihre Staffelei an Straßen, Plätzen und in der Natur auf.

Der Künstlerin geht es niemals um eine bloße Aneinanderreihung von Details. Vielmehr versucht sie Dinge und Orte in ihrer typischen Plastizität und markanten Räumlichkeit sowie in ihrer charakteristischen Atmosphäre und ihrem augenblicklichen Licht zu erfassen. Gänzlich ohne Vorzeichnung entstehen ihre Aquarelle im freien Farbspiel.

Da Ruth Stahl sich in ihrem künstlerischen Schaffen insbesondere von den Architekturen alter europäischer Städte inspirieren lässt, ist sie auch an Orte und in Länder gekommen, die bereits Albrecht Dürer bereist hat: Venedig und die Niederlande sind nur zwei Beispiele.

Albrecht Dürer, Geburt Christi, 1504.

Albrecht Dürers zauberreiche Weihnacht
Künstlerische Darstellungen zum Fest

26. November 2004 bis 9. Januar 2005

Anlass für die hier gezeigte Ausstellung ist der 500jährige Geburtstag von Albrecht Dürers berühmtem Kupferstich der "Geburt Christi" (1504), der im Mittelpunkt der Präsentation steht. Der Künstler selbst hat ihm den Titel "Weihnachten" gegeben.

In der Dürerzeit kannte man noch keinen Weihnachtsbaum. Die Weihnachtszeit begann am 4. Dezember mit dem Barbarafest. Am St. Nikolaus-Tag erhielten die Nürnberger Kinder in Anlehnung an die Darbringung der Gaben durch die drei Könige an das Jesuskind ihre Geschenke. Das änderte sich erst um die Mitte des 16. Jahrhunderts nach Einführung der Reformation: Nun wurden die Kinder vom Christkind beschert, und zwar mit Gaben, die man - wie auch schon lange Zeit zuvor - auf dem Nürnberger "Kindles-Marck" erwerben konnte.

Albrecht Dürer selbst hat sich mit dem Thema Weihnachten auf vielfältige Weise auseinandergesetzt. Die Geburt Christi, die Darstellung der Maria mit Kind, die Anbetung der Könige und die Heilige Familie haben ihn während seines gesamten künstlerischen Schaffens beschäftigt: Sie erscheinen auf großen Bildtafeln für wohlhabende Auftraggeber, in unzähligen flüchtigen Skizzen und ausgereiften Zeichnungen sowie in Druckgrafiken, die als Andachtsbilder und zur Erbauung für Jedermann gedacht waren.

Eine Auswahl (Faksimiles) aus dieser Fülle ist, passend zur Weihnachtszeit, im Galerieraum des Dürer-Hauses ausgestellt. Die Grafiken erzählen von dem innigen Verständnis, das der Künstler der Darstellung der Gottesmutter mit dem Christusknaben entgegen gebracht hat.

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