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D 1934, 114 Min., Regie: Leni Riefenstahl
Leni Riefenstahls "Triumph des Willens" gilt einerseits als Meisterwerk der Bildsprache, andererseits stellt er die Perfektion des Propagandafilms dar. Mit ihm wurden die Ikonen des Nationalsozialismus für die Geschichte geschaffen. Unter ihrer eigenen künstlerischen und organisatorischen Gesamtleitung gelang Riefenstahl die perfekte Inszenierung Hitlers in seinem Selbstverständnis als "Führer". Die nationalsozialistische Bewegung wird in eine überpolitische, überzeitliche, quasi religiöse Dimension erhoben.
Wegen seiner innovativen Bildästhetik vom Fachpublikum zu jeder Zeit hoch gelobt, schuf Leni Riefenstahl mit großem technischen Aufwand und nahezu unbegrenztem Budget ein Werk, das mit seinen betont schönen Bildern von menschlicher Bewegung und Kraft nahtlos an das nationalsozialistische Körperideal anschloss.
Zu den Vorführungen findet jeweils eine Einführung und anschließende Diskussion von und mit Mitarbeitern des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände statt.
Eintritt: 5,00 EUR, ermäßigt 3,50 EUR.

"Festliches Nürnberg", D 1936/1937, 22 Min.
"Brutalität in Stein", D 1961, 15 Min
Film und Kommentar mit Dr. Alexander Schmidt
Das Reichsparteitagsgelände war Gegenstand zahlreicher Filmen- vor und nach 1945. Der Propagandafilm "Festliches Nürnberg" von Hans Weidemann über die Reichsparteitage 1936 und 1937 wurde von der Reichspropagandaleitung/ Hauptabteilung Film in Auftrag gegeben und sollte Leni Riefenstahls "Triumph des Willens" übertreffen.
Im Kontrast dazu steht "Brutalität in Stein" von Alexander Kluge und Peter Schamoni. Als erster Film in der Nachkriegszeit deckt er Parallelen zwischen Architektur und Weltanschauung des Nationalsozialismus auf. Bilder der historischen Überreste des Reichparteitagsgeländes werden mit Musik, Propagandareden und Textquellen aus der Zeit des Nationalsozialismus kontrastiert.
Beide Filme kommentiert Alexander Schmidt, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände.
Eintritt frei