Forschungsprojekt "Musiktheater in Nürnberg 1920-1950"

Aufführung der Oper "Bettler Namenlos" zum "Geburtstag des Führers" 1937 in Nürnberg. Bildnachweis: Staatstheater Nürnberg

Seit 2014 betreibt ein Forschungsteam um Prof. Dr. Anno Mungen an der Universität Bayreuth in Zusammenarbeit mit dem Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände und dem Staatstheater Nürnberg das Forschungsprojekt "Inszenierung von Macht und Unterhaltung - Musiktheater in Nürnberg 1920-1950".

Im Rahmen des Forschungsprojekts werden unter anderem Zeitzeugen befragt und Spielpläne analysiert, um die Instrumentalisierung des Musiktheaters als propagandistisches Mittel durch die NS-Kulturpolitik in den 30er und 40er Jahren des 20. Jahrhunderts zu erhellen. Die Jahrzehnte vor und nach der NS-Herrschaft werden hierzu vergleichend herangezogen.

Im Juni 2016 wurden im Rahmen des Symposiums "Leichte Muse im Wandel der Zeiten" bereits erste Forschungsergebnisse am Staatstheater Nürnberg präsentiert. Die zugehörige Publikation erscheint im Dezember 2016. Von 2. bis 4. Juni 2017 findet im Gluck-Saal die Tagung "Hitler. Macht. Oper" statt, deren Ergebnisse sowohl in der Abschlusspublikation 2019 wie auch in der hauseigenen Reihe des Staatstheaters "Musiktheater im Dialog" 2017 erscheinen werden. Der Eintritt zur Tagung ist frei.

2018 wird eine Ausstellung im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände Nürnberg die Forschungsergebnisse präsentieren.

Weitere Informationen:

fimt. Forschungsinstitut für Musiktheater

Tagung 2017 "Hitler. Macht. Oper"

Tagung 2016 "Leichte Muse im Wandel der Zeiten"