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Der deutsche Widerstand

Helmut Hirsch plante einen Bombenanschlag während des Reichsparteitags 1937. Der 21-jährige jüdische Architekturstudent wurde hingerichtet. Bildnachweis: Brandeis University, USA

Der deutsche Widerstand repräsentiert das gesamte politische Spektrum. Er reicht von ganz links bis ganz rechts, umschließt jung und alt, Frauen und Männer, Christen und Atheisten. Trotzdem ist er Sache einer winzigen Minderheit. Nach Schätzungen der Gestapo sind nur zwei von tausend Deutschen Regime-Gegner. Der Diktator stützt sich auf eine Massenbasis.  Nur wenige finden die Kraft, gegen den Strom zu schwimmen und dabei ihr Leben zu riskieren.

Im Rückblick läßt sich der Widerstand in drei Phasen einteilen: Unmittelbar nach 1933 wird der Widerstand hauptsächlich von den Untergrund- und Exilorganisationen der Arbeiterbewegung getragen. Allerdings hatte - wie die bürgerlichen Parteien - auch die politische Linke Hitler zunächst unterschätzt und war deshalb auf den Widerstand gegen die NS-Diktatur nicht vorbereitet. Nur die Kommunisten sehen sich infolge der massiven polizeilichen Verfolgung gezwungen, sofort illegale Verbände aufzubauen.

Eine zweite Phase mit vergleichsweise geringer Aktivität folgt, in der sich die Opposition im bürgerlichen Lager zu sammeln beginnt.

Nach dem Angriff auf die Sowjetunion gewinnt der Widerstand wieder deutlich an Kraft. Diese dritte Phase endet mit dem Scheitern des Attentats auf Adolf Hitler und des damit  verbundenen Staatsstreichs vom 20. Juli 1944.

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